Hunderte tote Fische in der Jeziorka bei Piaseczno – Behörden warnen vor Wasser
Am Freitag wurden in der Jeziorka bei Piaseczno hunderte tote Fische entdeckt. Die Behörden bitten Anwohner dringend, das Wasser zu meiden. Erste Tests deuten auf Sauerstoffmangel infolge der Hitzewelle hin, nicht auf einen Abwasserunfall.
Entdeckung und Reinigung
Am Freitag, dem 3. Juli, entdeckten Anwohner und Behörden in Piaseczno, einer Stadt südlich von Warschau, eine große Anzahl toter Fische in der Jeziorka. Am stärksten betroffen war der Abschnitt nahe der Ulica Dworska. Das Städtische Krisenmanagement-Team informierte umgehend die zuständigen Dienste. Zwei Einheiten der Feuerwehr wurden entsandt, um Mitarbeiter des Państwowe Gospodarstwo Wodne Wody Polskie (Polnische Gewässer) bei der Bergung der toten Fische aus dem Flussbett zu unterstützen. Der Reinigungseinsatz dauerte mehrere Stunden, die Einsatzkräfte arbeiteten daran, die Umweltbelastung und Belästigung der Anwohner zu begrenzen.
Am Freitag, dem 3. Juli, wurde eine große Anzahl toter Fische in der Jeziorka beobachtet, hauptsächlich im Bereich der ul. Dworska. Es wurden Wasser- und Fischproben für die Analyse durch die Woiwodschaftsinspektion für Umweltschutz und die Polnischen Gewässer entnommen.
Ursachenermittlung
Proben von Wasser und toten Fischen wurden umgehend an Labore geschickt. Die Woiwodschaftsinspektion für Umweltschutz und die Polnischen Gewässer führen detaillierte Tests durch, um die genaue Ursache des Fischsterbens zu ermitteln. Die Behörden haben eine Störung oder einen unkontrollierten Austritt aus der nahegelegenen Kläranlage in Wólka Kozodawska bereits ausgeschlossen. Nach Angaben des Rathauses deutet nichts auf einen Zusammenhang mit der Anlage hin.
Die wahrscheinlichste Erklärung, so die Behörden, ist die sogenannte Przyducha – ein plötzlicher Abfall des gelösten Sauerstoffs, ausgelöst durch die extreme Hitzewelle der letzten Tage. Przyducha tritt auf, wenn hohe Temperaturen und geringer Wasserabfluss den Sauerstoffgehalt verringern und oft zum Ersticken von Wasserlebewesen führt. Die Gemeinde erklärte, dass das Phänomen mit den Wetterbedingungen übereinstimmt.
Nach derzeitigem Kenntnisstand wurde kein außergewöhnlicher Austrag aus der Kläranlage festgestellt. Es ist wahrscheinlich, dass das Fischsterben die Folge einer sogenannten Przyducha ist, einem durch die extreme Hitze verursachten signifikanten Abfall des Sauerstoffgehalts im Wasser.
Warnung an die Öffentlichkeit
Während die Laborergebnisse noch ausstehen, richtete die Stadtverwaltung einen dringenden Appell an die Einwohner. Die Menschen werden gebeten, das Betreten der Jeziorka und aller anderen Gewässer in der Gemeinde Piaseczno, einschließlich der Teiche am Górki Szymona, zu vermeiden. Hundehalter werden ausdrücklich aufgefordert, ihre Tiere nicht ins Wasser zu lassen. Die Warnung, die über soziale Medien und offizielle Kanäle verbreitet wird, betrifft alle Flüsse, Teiche und andere Gewässer in der Gegend.
Bis zur Klärung der Situation bezüglich des Fischsterbens in der Jeziorka bitten wir darum, keine Gewässer, Flüsse und Teiche in der Gemeinde Piaseczno zu betreten oder Tiere hinein zu lassen. Dies betrifft vor allem die Jeziorka und den Górki Szymona.
Fortlaufende Maßnahmen
Die Reinigung des Flussbetts wird fortgesetzt, um eine weitere Verschlechterung zu verhindern und Geruchsbelästigungen zu reduzieren. Das Krisenmanagement der Gemeinde beobachtet die Lage. Endgültige Antworten werden von den laufenden Laboranalysen erwartet. Die Behörden haben keinen Zeitplan für die Ergebnisse genannt.


