Klima · Muhos und Otanmäki

Finnische Polizei eröffnet Strafuntersuchung wegen Waldrodung für Google-Rechenzentrum

Die Polizei wirft Googles finnischer Einheit Tuike Finland vor, 330 Hektar Wald bei Muhos gerodet und entwässert zu haben, bevor die vorgeschriebenen Umweltverträglichkeitsprüfungen abgeschlossen waren.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von The Guardian, The Verge, Mediafax.ro und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Muhos, Otanmäki · Finnland
Wie es dazu kam
  1. September 2026Googles Pläne für finnische Rechenzentren werden bekannt gegeben; Ministerpräsident Petteri Orpo nennt Investitionen eine Top-Priorität
  2. 6.10.Die Aufsichtsbehörde ordnet an, dass Google die vorbereitenden Arbeiten in Muhos und Otanmäki einstellt
  3. 29.10.Die finnische Polizei kündigt ein Strafverfahren wegen möglicher Umweltverstöße an

Eine Strafuntersuchung an einem Standort in Nordfinnland

Die finnische Polizei hat ein Strafverfahren wegen möglicher Verstöße gegen das Umweltrecht auf dem Baustellengelände eines geplanten Google-Rechenzentrums bei Muhos in Nordfinnland eingeleitet. Die Polizei wirft der zu Google gehörenden Tuike Finland Oy vor, 330 Hektar (815 Acres) Wald gerodet und entwässert zu haben, bevor die vorgeschriebenen Umweltverträglichkeitsprüfungen abgeschlossen waren. Die Behörde gab die Untersuchung am Donnerstag, 29. Oktober, in einer Mitteilung bekannt; bislang ist keine Straftat festgestellt worden.

„Nach ersten Erkenntnissen gab es auf dem Baustellengelände des Rechenzentrumsprojekts von Tuike Finland Oy Unklarheiten und Mängel bei der Entwässerung und der Wasserwirtschaft.“

Finnische Polizei

Die Polizei erklärte, die Ermittlungen würden unter anderem diese Punkte und die Umstände dazu prüfen.

Waldrodung und die frühere Anordnung

Am 6. Oktober ordnete die Behörde, die Umweltgenehmigungen und -prüfungen überwacht, an, dass Google am Standort Muhos und in Otanmäki, einem zweiten Standort rund 100 km südöstlich davon, „vorbereitende Maßnahmen, die die Umwelt verändern“ unterlassen müsse. Aktivistinnen und Aktivisten beziffern die Zahl der gefällten Bäume auf 250.000 bei Muhos und 150.000 in Otanmäki. Die Polizei hat keine offizielle Zahl gefällter Bäume veröffentlicht, daher bleiben die Angaben der Kampagnen Schätzungen. Google hat erklärt, die vorbereitenden Arbeiten auf Grundlage seiner eigenen Auslegung der nach geltendem Recht erforderlichen Genehmigungen begonnen zu haben. Zu den bereits ausgeführten Arbeiten zählten Baumfällungen, das Abtragen von Oberboden, Straßenbau, Lagerflächen sowie Veränderungen an Gräben und Entwässerungssystemen.

Gefällte Bäume an den Google-Standorten, Schätzungen der KampagnenBäume
Muhos
250000 Bäume
Otanmäki
150000 Bäume

Daten aus dem Artikeltext

Googles Reaktion

Antti Järvinen, Google-Länderchef für Finnland, hat sich für die Waldrodungen entschuldigt. Er argumentierte, das Unternehmen habe zum damaligen Zeitpunkt nach seiner eigenen Auslegung des Rechts gehandelt. Google antwortete zunächst nicht auf eine per E-Mail versandte Bitte um Stellungnahme, und Tuike war nicht direkt erreichbar. Google hat erklärt, zu seinen geplanten finnischen Investitionen gehörten Rechenzentren, Verbesserungen der Stromnetze sowie Projekte für saubere Energie und Batterien, die Dienste wie Gemini, Search, Maps und YouTube unterstützen sollen. Die Berichte über den Umfang des Programms gehen auseinander: The Guardian beziffert das KI-Infrastrukturprojekt mit 13 Mrd. € (11 Mrd. £), ein anderer Bericht unter Berufung auf Reuters nennt für den Alphabet-Plan 15 Mrd. US-Dollar.

Rückhalt der Regierung und eine breitere Debatte

Die finnische Regierung hat die Projekte unterstützt, und Ministerpräsident Petteri Orpo sagte im September, als Googles Pläne bekannt gegeben wurden, die Anwerbung von Investitionen sei eine „Top-Priorität“. Die finnischen Behörden prüfen Anträge für 145 neue Rechenzentren in unterschiedlichen Planungsphasen. Die Enthüllungen über Google haben eine nationale Debatte darüber befeuert, was solche Deals für Gemeinden, die Umwelt und die Energiepreise bedeuten. Finnland mit weniger als 6 Millionen Einwohnern und einer Fläche ähnlich der Deutschlands stößt beim Bau von Rechenzentren auf weniger Widerstand als manche andere Orte, darunter die Vereinigten Staaten. Das kühle Klima, kohlenstoffarmer Strom und staatliche Unterstützung haben das Land zu einem der wichtigsten Ziele für Rechenzentrumsinvestitionen in Europa gemacht.

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Quellen und Kontext

Organisationen
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