Regierung · Lissabon

Beschwerde von Fabian Figueiredo gegen Chega geht an den Transparenzausschuss des Parlaments

Der Präsident des portugiesischen Parlaments hat eine Beschwerde des Bloco-de-Esquerda-Abgeordneten Fabian Figueiredo gegen Chega an einen Ausschuss verwiesen. Die Beschwerde betrifft Aufnahmen von ihm, die im Parlamentsgebäude gefilmt und von Parteichef André Ventura in sozialen Netzwerken verbreitet wurden.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von SIC Notícias, RTP, Notícias ao Minuto und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Lissabon · Portugal
Wie es dazu kam
  1. 25.10.Die Protestaktion für das Recht auf Wohnen am Rossio endet in den frühen Morgenstunden mit einem Polizeieinsatz, und Ventura beginnt eine Reihe von Posts gegen Figueiredo
  2. 28.10.Ventura veröffentlicht Aufnahmen von Figueiredo in sozialen Netzwerken, und Figueiredo reicht am Mittwochabend seine Beschwerde ein
  3. 29.10.Aguiar-Branco verweist die Beschwerde an den Ausschuss für Transparenz und Abgeordnetenstatut

Die Beschwerde gegen Chega

Der Bloco-de-Esquerda-Abgeordnete Fabian Figueiredo hat am Mittwochabend, 28. Oktober, Beschwerde beim Präsidenten der Assembleia da República, José Pedro Aguiar-Branco, eingelegt. Darin wirft er André Ventura, dem Vorsitzenden von Chega, vor, Bilder von Figueiredo veröffentlicht zu haben, die ohne sein Wissen und ohne seine Zustimmung im Parlamentsgebäude aufgenommen wurden. Die Beschwerde erhebt zudem den Vorwurf der Drohung. Figueiredo verlangt eine Untersuchung darüber, wer die Aufnahmen gemacht hat und wie sie verbreitet wurden. Er erklärte, er wisse nicht, wer ihn gefilmt habe, zu welcher Uhrzeit, mit welcher Ausrüstung oder in welcher Funktion diese Person anwesend gewesen sei. In der Beschwerde formulierte er es so:

„Es handelt sich um Fakten, die die Assembleia da República mit ihren Mitteln feststellen kann, der Unterzeichner hingegen nicht.“

Fabian Figueiredo, Abgeordneter des Bloco de Esquerda

Venturas Posts und der Vorwurf der Beinverletzung

Laut der Beschwerde veröffentlichte Ventura die Aufnahmen am Mittwoch, 28. Oktober, auf X, Instagram, Facebook und TikTok. Der Begleittext zu den Bildern legte nahe, Figueiredo täusche eine Beinverletzung vor, die er auf einen Polizeieinsatz während einer Protestaktion für das Recht auf Wohnen am Rossio in Lissabon zurückführe. Figueiredo erklärt, er sei in jener Nacht bewegungsunfähig gewesen, angegriffen und vom Platz entfernt worden. Der Polizeieinsatz fand in den frühen Morgenstunden des Sonntags, 25. Oktober, statt, und laut der Beschwerde richtet Ventura seit diesem Tag eine Reihe von Posts gegen ihn. Figueiredo wies zudem eine frühere Behauptung Venturas zurück, er habe den Protest vor dem Polizeieinsatz verlassen.

Figueiredo führt außerdem einen Kommentar des Chega-Abgeordneten Marcus Santos unter einem der Instagram-Posts an, den er als Rechtfertigung von Gewalt und als direkte Drohung gegen seine körperliche Unversehrtheit beschreibt. Die Beschwerde behandelt diesen Kommentar getrennt von den Filmaufnahmen.

Verweisung an den Parlamentsausschuss

Am Donnerstag, 29. Oktober, leitete Aguiar-Branco die Beschwerde in einer Verfügung, die SIC einsehen konnte, an den Ausschuss für Transparenz und Abgeordnetenstatut weiter. In dem Dokument schrieb er:

„Es obliegt dem Ausschuss, über die Eröffnung der Untersuchung zu entscheiden, die ihm angemessen erscheinenden Schritte durchzuführen und die für relevant erachteten Schlussfolgerungen und Empfehlungen zu ziehen.“

José Pedro Aguiar-Branco, Präsident

Er formulierte die Kernfrage dahingehend, ob das Verhalten im Rahmen der legitimen Meinungsfreiheit und der politischen Kommunikation bleibe oder ob es im Hinblick auf die statutarischen Pflichten und Verhaltenspflichten der Abgeordneten von Belang sei. Er räumte ein, dass ein parlamentarisches Mandat eine weitreichende Meinungsfreiheit einschließe, einschließlich scharfer Kritik in sozialen Netzwerken. Diese Freiheit hebe jedoch nicht für sich genommen die verfassungsrechtlich geschützten Rechte der Abgeordneten auf Bild, Ehre und Privatleben auf. Der Marcus Santos zugeschriebene Kommentar werfe, so schrieb er, eine eigene Frage nach den Grenzen der Sprache zwischen Inhabern parlamentarischer Mandate auf, da seine Anspielungen auf mögliche körperliche Übergriffe mit den Pflichten zur Höflichkeit kollidieren könnten.

Wie es weitergeht

Der Ausschuss entscheidet nun, ob er eine Untersuchung zu den Filmaufnahmen und der Verbreitung der Bilder eröffnet. Die Beschwerde bittet das Parlament zudem um eine Entscheidung darüber, ob es für hinnehmbar hält, dass ein Abgeordneter ohne Zustimmung im Gebäude gefilmt und das Material für parteipolitische Zwecke verbreitet wird. Die Verweisung überträgt dem Ausschuss die Aufgabe, diese Rechte gegen die Freiheit der politischen Debatte abzuwägen.

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