StrangGriechenland und Türkei: Streit im Mittelmeer

Sicherheit · Nikosia und Heraklion

Fidans Besuch im besetzten Nordzypern löst vor den Gesprächen am 9. November Protest in Nikosia aus

Der türkische Außenminister Hakan Fidan hat sich am Freitag, 6. November, im besetzten Norden mit dem türkisch-zyprischen Führer Tufan Erhürman getroffen und Ankaras Forderung nach zwei Staaten auf der Insel bekräftigt. Das zyprische Außenministerium bezeichnete die Reise als illegal, während für Montag, 9. November, ein von den Vereinten Nationen unterstütztes trilaterales Treffen angesetzt ist.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Deutsche Welle, in.gr, NewsIT und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Nikosia, Heraklion · Zypern, Griechenland
Wie es dazu kam
  1. 9.11.Trilaterales Treffen von Christodoulides, Erhürman und Holguín
  2. 15.11.Jahrestag der Gründung des türkisch-zyprischen Staates, zu dem Fidan vorab gratulierte
  3. 6.03.In der NAVTEX-Meldung genanntes Enddatum der Erkundungsarbeiten

Fidans Besuch und Ankaras Position

Der türkische Außenminister Hakan Fidan verbrachte den Freitag, 6. November, im besetzten Norden Zyperns, wo er den türkisch-zyprischen Führer Tufan Erhürman und weitere türkisch-zyprische Amtsträger traf. Der Besuch endete ohne öffentliche Äußerungen zu Ankaras Haltung gegenüber den vorgeschlagenen vertrauensbildenden Maßnahmen. In einem Beitrag auf X am Freitagabend bekräftigte Fidan die türkische Auffassung, zwei Staaten auf der Insel seien die realistischste Lösung. Er erklärte zudem, die Anerkennung der sogenannten ureigenen Rechte des türkisch-zyprischen Volkes sei Voraussetzung für eine gerechte und dauerhafte Regelung, und gratulierte dem türkisch-zyprischen Staat vorab zu seinem 43. Jahrestag am 15. November.

Nikosia verurteilt die Reise

Das zyprische Außenministerium verurteilte den Besuch in einer Erklärung und bezeichnete ihn als illegal.

„Dieser Besuch ist eine weitere Provokation, die sich den anhaltenden Verletzungen der Souveränität, Unabhängigkeit und territorialen Integrität der Republik Zypern durch die Türkei hinzufügt.“

Außenministerium der Republik Zypern

Das Ministerium erklärte, die Reise zeige Verachtung für die Beschlüsse der Vereinten Nationen und der Europäischen Union. Es verwies auf den Widerspruch zwischen der Türkei, die die Wahl ihres Kandidaten zum UN-Generalsekretär anstrebt und zugleich EU-Beitrittskandidat bleibt, und bezog sich auf einen jüngsten Bericht der Europäischen Kommission, der die fortgesetzte Abkehr der Türkei von ihren Verpflichtungen festhält. Das Ministerium fügte hinzu, die Türkei bestätige ihre völlige Verachtung der Grundsätze der UN-Charta und des Völkerrechts.

„In einer Phase erhöhter diplomatischer Aktivität bestätigt die Türkei ihre völlige Verachtung der Grundsätze der UN-Charta und des Völkerrechts.“

Außenministerium der Republik Zypern

Nikosia bekräftigte sein Bekenntnis zur Wiederaufnahme von Verhandlungen über eine gerechte, tragfähige und umfassende Regelung auf Grundlage des vereinbarten Rahmens und der Resolutionen des UN-Sicherheitsrats. Es erklärte jedoch, eine Entscheidung über die Wiederaufnahme substanzieller Gespräche hänge weiterhin von der Haltung der Türkei ab.

Das trilaterale Treffen am Montag und die Grenzübergänge

Am Montag, 9. November, sollen Präsident Nikos Christodoulides, Tufan Erhürman und die persönliche UN-Gesandte María Ángela Holguín zusammenkommen. Das Treffen dürfte zeigen, ob beide Seiten bereit sind, vertrauensbildende Maßnahmen umzusetzen, was den Weg für eine neue informelle Fünferkonferenz mit den beiden Gemeinschaften und den drei Garantiemächten Griechenland, Türkei und Vereinigtes Königreich ebnen würde. UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat solche Maßnahmen zur Voraussetzung für diese Konferenz gemacht, doch der Artikel vermerkt, dass bei der Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen keine echten Fortschritte verzeichnet wurden. Die türkische Nachrichtenagentur ANKA berichtete, die Seiten stünden kurz vor einer Einigung über die Öffnung von vier neuen Grenzübergängen bei Mia Milia, auf der Route Athienou-Pyroi-Aglantzia, bei Louroujina-Lympia und bei Kampos-Karavostasi. Holguíns Vorschlag umfasst auch die Minenräumung, und die beiden Seiten sind uneins darüber, wie groß das Gebiet sein soll. Die letzten neuen Übergänge wurden im November 2018 bei Deryneia und Lefka-Aplici geöffnet, auf Grundlage einer Vereinbarung zwischen dem damaligen Präsidenten Nicos Anastasiades und dem damaligen türkisch-zyprischen Führer Mustafa Akıncı. Seither wurden trotz wiederholter Konsultationen keine weiteren Übergänge geöffnet.

Der Kabelstreit mit Griechenland

Das französische Forschungsschiff Abeille Marengo, gechartert von Nexans, liegt seit dem 27. Oktober im Hafen von Heraklion auf Kreta. Die ersten Meilen dienen der Kalibrierung von Sonar und Echolot, bevor die Erkundungen für die beste Unterwasserroute des GSI-Stromkabels zwischen Griechenland und Zypern beginnen. Laut NAVTEX-Meldung können die Arbeiten bis zum 6. März 2027 dauern. Die Erkundungen sollen südöstlich von Karpathos beginnen und bis 12 Seemeilen vor Zypern reichen. Etwa 60 % der Meereserkundungen auf der Route Griechenland–Zypern sind abgeschlossen, und 2024 wurden die Arbeiten vor Kasos unterbrochen.

Am Freitag erklärte das türkische Außenministerium, ein Schiff unter französischer Flagge plane unerlaubte Meeresforschung innerhalb seines Festlandsockels, und die von Griechenland und der griechisch-zyprischen Verwaltung herausgegebenen NAVTEX-Warnungen seien von der Türkei annulliert worden. Ankara erklärte zudem, die nach internationalem Recht erforderliche Zustimmung sei nicht eingeholt worden. Am Samstag sagte Fidan in Istanbul gegenüber dem SKAI-Korrespondenten Manolis Kostidis, alles sei normal und gut. Türkische Diplomatenkreise erklärten, die Kabelfrage sei gelöst worden, ohne Details zu nennen. Griechische Diplomatenkreise in Athen entgegneten, Griechenland sei das einzige Land, das solche Arbeiten genehmige, es habe gehandelt, wie es das Völkerrecht verlange, und werde dies auch weiterhin tun; die internen Angelegenheiten der Türkei seien nicht Sache Athens.

Dieser Artikel gehört zu einem Strang

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Was sich seit diesem Eintrag geändert hat:

  1. 06.11Fidan traf am 6. November Erhürman im besetzten Norden und wiederholte die Zwei-Staaten-Forderung
  2. 06.11Der Anker umfasst nun einen Zypern-Strang mit dem für den 9. November angesetzten UNO-gestützten trilateralen Treffen

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