Sicherheit · Nikosia und Heraklion
Fidans Besuch im besetzten Nordzypern löst vor den Gesprächen am 9. November Protest in Nikosia aus
Der türkische Außenminister Hakan Fidan hat sich am Freitag, 6. November, im besetzten Norden mit dem türkisch-zyprischen Führer Tufan Erhürman getroffen und Ankaras Forderung nach zwei Staaten auf der Insel bekräftigt. Das zyprische Außenministerium bezeichnete die Reise als illegal, während für Montag, 9. November, ein von den Vereinten Nationen unterstütztes trilaterales Treffen angesetzt ist.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Deutsche Welle, in.gr, NewsIT und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Hakan Fidan traf am Freitag, 6. November, Tufan Erhürman und bekräftigte auf X, zwei Staaten seien die realistischste Lösung, wobei die Anerkennung der sogenannten ureigenen Rechte der Türkisch-Zyprer Voraussetzung sei.
Das zyprische Außenministerium bezeichnete den Besuch als weitere Provokation und illegalen Besuch und erklärte, die Haltung der Türkei widerspreche ihrem Anspruch auf das Amt des UN-Generalsekretärs und ihrer EU-Kandidatur.
Christodoulides, Erhürman und María Ángela Holguín treffen sich am Montag, 9. November, um zu prüfen, ob vertrauensbildende Maßnahmen auf eine neue Fünferkonferenz zuführen können.
Laut ANKA stehen die Seiten kurz vor einer Einigung über vier neue Übergänge bei Mia Milia, Athienou-Pyroi-Aglantzia, Louroujina-Lympia und Kampos-Karavostasi, während sie über die Größe des Minenräumgebiets uneins sind.
Das französische Schiff Abeille Marengo liegt seit dem 27. Oktober in Heraklion, die NAVTEX-Arbeiten können bis zum 6. März 2027 laufen. Die Türkei nennt die Forschung unerlaubt, Athen erklärt, rechtmäßig gehandelt zu haben.
- 9.11.Trilaterales Treffen von Christodoulides, Erhürman und Holguín
- 15.11.Jahrestag der Gründung des türkisch-zyprischen Staates, zu dem Fidan vorab gratulierte
- 6.03.In der NAVTEX-Meldung genanntes Enddatum der Erkundungsarbeiten
Fidans Besuch und Ankaras Position
Der türkische Außenminister Hakan Fidan verbrachte den Freitag, 6. November, im besetzten Norden Zyperns, wo er den türkisch-zyprischen Führer Tufan Erhürman und weitere türkisch-zyprische Amtsträger traf. Der Besuch endete ohne öffentliche Äußerungen zu Ankaras Haltung gegenüber den vorgeschlagenen vertrauensbildenden Maßnahmen. In einem Beitrag auf X am Freitagabend bekräftigte Fidan die türkische Auffassung, zwei Staaten auf der Insel seien die realistischste Lösung. Er erklärte zudem, die Anerkennung der sogenannten ureigenen Rechte des türkisch-zyprischen Volkes sei Voraussetzung für eine gerechte und dauerhafte Regelung, und gratulierte dem türkisch-zyprischen Staat vorab zu seinem 43. Jahrestag am 15. November.
Nikosia verurteilt die Reise
Das zyprische Außenministerium verurteilte den Besuch in einer Erklärung und bezeichnete ihn als illegal.
„Dieser Besuch ist eine weitere Provokation, die sich den anhaltenden Verletzungen der Souveränität, Unabhängigkeit und territorialen Integrität der Republik Zypern durch die Türkei hinzufügt.“
Das Ministerium erklärte, die Reise zeige Verachtung für die Beschlüsse der Vereinten Nationen und der Europäischen Union. Es verwies auf den Widerspruch zwischen der Türkei, die die Wahl ihres Kandidaten zum UN-Generalsekretär anstrebt und zugleich EU-Beitrittskandidat bleibt, und bezog sich auf einen jüngsten Bericht der Europäischen Kommission, der die fortgesetzte Abkehr der Türkei von ihren Verpflichtungen festhält. Das Ministerium fügte hinzu, die Türkei bestätige ihre völlige Verachtung der Grundsätze der UN-Charta und des Völkerrechts.
„In einer Phase erhöhter diplomatischer Aktivität bestätigt die Türkei ihre völlige Verachtung der Grundsätze der UN-Charta und des Völkerrechts.“
Nikosia bekräftigte sein Bekenntnis zur Wiederaufnahme von Verhandlungen über eine gerechte, tragfähige und umfassende Regelung auf Grundlage des vereinbarten Rahmens und der Resolutionen des UN-Sicherheitsrats. Es erklärte jedoch, eine Entscheidung über die Wiederaufnahme substanzieller Gespräche hänge weiterhin von der Haltung der Türkei ab.
Das trilaterale Treffen am Montag und die Grenzübergänge
Am Montag, 9. November, sollen Präsident Nikos Christodoulides, Tufan Erhürman und die persönliche UN-Gesandte María Ángela Holguín zusammenkommen. Das Treffen dürfte zeigen, ob beide Seiten bereit sind, vertrauensbildende Maßnahmen umzusetzen, was den Weg für eine neue informelle Fünferkonferenz mit den beiden Gemeinschaften und den drei Garantiemächten Griechenland, Türkei und Vereinigtes Königreich ebnen würde. UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat solche Maßnahmen zur Voraussetzung für diese Konferenz gemacht, doch der Artikel vermerkt, dass bei der Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen keine echten Fortschritte verzeichnet wurden. Die türkische Nachrichtenagentur ANKA berichtete, die Seiten stünden kurz vor einer Einigung über die Öffnung von vier neuen Grenzübergängen bei Mia Milia, auf der Route Athienou-Pyroi-Aglantzia, bei Louroujina-Lympia und bei Kampos-Karavostasi. Holguíns Vorschlag umfasst auch die Minenräumung, und die beiden Seiten sind uneins darüber, wie groß das Gebiet sein soll. Die letzten neuen Übergänge wurden im November 2018 bei Deryneia und Lefka-Aplici geöffnet, auf Grundlage einer Vereinbarung zwischen dem damaligen Präsidenten Nicos Anastasiades und dem damaligen türkisch-zyprischen Führer Mustafa Akıncı. Seither wurden trotz wiederholter Konsultationen keine weiteren Übergänge geöffnet.
Der Kabelstreit mit Griechenland
Das französische Forschungsschiff Abeille Marengo, gechartert von Nexans, liegt seit dem 27. Oktober im Hafen von Heraklion auf Kreta. Die ersten Meilen dienen der Kalibrierung von Sonar und Echolot, bevor die Erkundungen für die beste Unterwasserroute des GSI-Stromkabels zwischen Griechenland und Zypern beginnen. Laut NAVTEX-Meldung können die Arbeiten bis zum 6. März 2027 dauern. Die Erkundungen sollen südöstlich von Karpathos beginnen und bis 12 Seemeilen vor Zypern reichen. Etwa 60 % der Meereserkundungen auf der Route Griechenland–Zypern sind abgeschlossen, und 2024 wurden die Arbeiten vor Kasos unterbrochen.
Am Freitag erklärte das türkische Außenministerium, ein Schiff unter französischer Flagge plane unerlaubte Meeresforschung innerhalb seines Festlandsockels, und die von Griechenland und der griechisch-zyprischen Verwaltung herausgegebenen NAVTEX-Warnungen seien von der Türkei annulliert worden. Ankara erklärte zudem, die nach internationalem Recht erforderliche Zustimmung sei nicht eingeholt worden. Am Samstag sagte Fidan in Istanbul gegenüber dem SKAI-Korrespondenten Manolis Kostidis, alles sei normal und gut. Türkische Diplomatenkreise erklärten, die Kabelfrage sei gelöst worden, ohne Details zu nennen. Griechische Diplomatenkreise in Athen entgegneten, Griechenland sei das einzige Land, das solche Arbeiten genehmige, es habe gehandelt, wie es das Völkerrecht verlange, und werde dies auch weiterhin tun; die internen Angelegenheiten der Türkei seien nicht Sache Athens.
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Griechenland und Türkei: Streit im Mittelmeer
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- 06.11Fidan traf am 6. November Erhürman im besetzten Norden und wiederholte die Zwei-Staaten-Forderung
- 06.11Der Anker umfasst nun einen Zypern-Strang mit dem für den 9. November angesetzten UNO-gestützten trilateralen Treffen
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Deutsche WelleWerden neue Kontrollpunkte auf Zypern eröffnet?Ανοίγουν νέα οδοφράγματα στην Κύπρο; · Original auf Griechisch
- in.gr„Die interne Verwaltung Ankaras betrifft uns nicht“ ist der Kommentar Athens zu Fidans Aussagen über das Navtex für das Kabel"Δεν μας αφορά η εσωτερική διαχείριση της Αγκυρας" το σχόλιο της Αθήνας στις δηλώσεις Φιντάν για τις Νavtex για το καλώδιο · Original auf Griechisch
- NewsITDiplomatische Quellen zu Fidans Aussagen über das Griechenland-Zypern-Kabel: Die interne Verwaltung durch die Türkei betrifft uns nichtΔιπλωματικές πηγές για τις δηλώσεις Φιντάν για το καλώδιο Ελλάδας - Κύπρου: Η εσωτερική διαχείριση από την Τουρκία δεν μας αφορά · Original auf Griechisch
- ΣΚΑΪAthen zu Fidans Erklärung: „Griechenland ist das einzige Land, das Lizenzen erteilt“Αθήνα για δήλωση Φιντάν: "Η Ελλάδα είναι η μόνη αδειοδοτούσα χώρα" · Original auf Griechisch
- Hakan Fidan
- Türkischer Außenminister, der am 6. November 2026 den besetzten Norden Zyperns besuchte
- Tufan Erhürman
- Türkisch-zyprischer Führer, den Fidan traf und der am trilateralen Treffen am 9. November teilnehmen soll
- Nikos Christodoulides
- Präsident der Republik Zypern, der am 9. November mit Erhürman und Holguín zusammentreffen soll
- María Ángela Holguín
- Persönliche Gesandte des UN-Generalsekretärs für Zypern, die den Plan für Grenzübergänge und Minenräumung vorschlug
- Antonio Guterres
- UN-Generalsekretär, der vertrauensbildende Maßnahmen zur Voraussetzung für eine neue Fünferkonferenz machte
- Nicos Anastasiades
- Damaliger Präsident Zyperns, der die Öffnung der Übergänge 2018 mit Mustafa Akıncı vereinbarte
- Mustafa Akıncı
- Damaliger türkisch-zyprischer Führer, der die Öffnung der Übergänge 2018 mit Nicos Anastasiades vereinbarte
- Orte
- Nikosia, Griechenland, Iraklio, Türkei, Ankara
- Organisationen
- Vereinte Nationen
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