
Feijóo verspricht strengere Staatsbürgerschaftsregeln und Steuersenkungen bei Kundgebung in Badalona
Bei einer Rede in Badalona am 20. September 2026 schlug der Vorsitzende der Volkspartei, Alberto Núñez Feijóo, vor, Schwerverbrechern die Staatsangehörigkeit zu entziehen, und kritisierte die Wirtschaftspolitik der Regierung gemeinsam mit Bürgermeister Xavier García Albiol.
Vorschläge zu Staatsangehörigkeit und Grenzen
Alberto Núñez Feijóo sprach am 20. September 2026 bei einer Parteikundgebung in Badalona und skizzierte ein Programm mit Schwerpunkt auf Einwanderung, Rechtsreform und nationaler Sicherheit. Der Vorsitzende der Volkspartei versprach, die Vergabe, Aufrechterhaltung und den Entzug der spanischen Staatsangehörigkeit zu überarbeiten, falls er eine Regierung bilden sollte. Demnach soll eingebürgerten Personen die Staatsbürgerschaft entzogen werden, die wegen schwerer Straftaten wie Mord, Mitgliedschaft in bewaffneten Gruppen oder wiederholter sexueller Übergriffe verurteilt wurden. Feijóo argumentierte, dass Einwanderung geordnet und an Arbeitsverträge gebunden bleiben müsse, und zog Vergleiche zu Spaniern, die historisch nach Amerika und Europa ausgewandert seien, um zu arbeiten. Er kritisierte ein vermeintliches Ungleichgewicht, bei dem irreguläre Einreise einfacher erscheine als legale Anwerbung, und betonte, dass nationale Rechte mit gesetzlichen Pflichten einhergehen müssten.
Er fasste seine Grenzpolitik vor Anhängern bei der Kundgebung zusammen:
Diejenigen, die kommen, um das Gesetz zu brechen, sollten wissen, dass Spanien fest verschlossen sein wird.
Wirtschaftskritik und Steuerpolitik
In Bezug auf die Wirtschaftsführung verknüpfte Feijóo anhaltende Preissteigerungen mit der Fiskalpolitik und den Spannungen im Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran im Persischen Golf. Unter Berufung auf Zahlen des Nationalen Statistikinstituts stellte er fest, dass die jährliche Inflationsrate im August 2026 bei 4,3 % lag. Feijóo erklärte, dass die Steuerzahler im Jahr 2025 durch Steuererhöhungen und Sozialversicherungsbeiträge 180 Milliarden Euro mehr gezahlt hätten, und argumentierte, dass diese Einnahmen die öffentlichen Dienstleistungen nicht verbessert hätten. Er listete steigende Haushaltskosten für Treibstoff, Lebensmittel, Winterheizung, Hypotheken und Mieten auf und forderte Ministerpräsident Pedro Sánchez auf, ohne Filter durch die Straßen zu gehen, um die Familienbudgets zu beobachten. Feijóo kritisierte die Regierung auch dafür, dass sie ohne verabschiedeten Staatshaushalt arbeite, und schlug Strukturreformen und Steuersenkungen vor, um die Produktionskosten zu senken.
- Inflationsrate August 2026
- 4.3 %
- Anteil Kataloniens an Hausbesetzungen landesweit
- 40 %
Katalanische Infrastruktur und Industrie
Feijóo wandte sich der Regionalverwaltung in Katalonien zu und forderte die Region auf, jahrzehntelange Identitätsdebatten aufzugeben und zur nationalen Regierungsführung beizutragen. Er kritisierte die Qualität der regionalen öffentlichen Dienstleistungen, bezeichnete das Nahverkehrsnetz Rodalies als unzuverlässig und behauptete, Katalonien teile sich mit Ceuta und Melilla die schlechtesten Bildungsergebnisse Spaniens. Der Oppositionsführer verpflichtete sich, die katalanischen Industrieanlagen zu verteidigen, und nannte dabei insbesondere die Seat-Automobilwerke sowie die Kernkraftwerke Ascó und Vandellòs in Tarragona. Darüber hinaus behauptete Feijóo, dass Katalonien 40 % aller illegalen Hausbesetzungen in Spanien ausmache, und argumentierte, dass Eigentümer vor Hausbesetzern geschützt werden müssten.
Sicherheitsforderungen und Parteiführung
Weitere prominente Parteimitglieder sprachen im Turó-Caritg-Park und konzentrierten sich auf lokale Kriminalität und nationale Politik. Der Bürgermeister von Badalona, Xavier García Albiol, forderte Feijóo auf, die nationale Gesetzgebung zu Hausbesetzungen und Wiederholungstätern zu ändern, und argumentierte, dass Personen mit mehr als zehn Vorstrafen nicht auf freiem Fuß bleiben sollten. Albiol stellte fest, dass die Kriminalität in Badalona schneller gesunken sei als der katalanische Durchschnitt, den Gemeindeverwaltungen jedoch die gesetzlichen Instrumente fehlten, um Wiederholungstaten zu bekämpfen. Der katalanische Parteivorsitzende Alejandro Fernández kritisierte die nationale Regierung wegen der Migrationssituation in Ceuta und sagte einen Regierungswechsel unter Feijóo voraus. Die Generalsekretärin der Europäischen Volkspartei, Dolors Montserrat, nahm ebenfalls an der Veranstaltung teil, als die Partei ihren politischen Wahlkampf startete.
Fernández wandte sich an die Menge zum politischen Willen der Partei:
All dies wird möglich sein, weil wir vor nichts und niemandem Angst haben, denn wenn das spanische Volk an Ihrer Seite ist, sollten Sie nichts fürchten.

