Makroökonomie · Washington, D.C. und New York

Fed hält Leitzins bei 3,75 bis 4 Prozent – zwei Gegenstimmen für eine Erhöhung, Wall Street schließt fester

Die US-Notenbank Federal Reserve hat ihren Leitzins am 28. Oktober bei 3,75 bis 4 Prozent belassen; zwei Ausschussmitglieder stimmten für eine Erhöhung. Die Verbraucherpreisinflation erreichte im September 3,7 Prozent, und die Alphabet-Aktie schwankte nach einem schwachen Quartalsbericht.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von pb.pl, www.gazetaprawna.pl und Parkiet. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Washington, D.C., New York · Vereinigte Staaten

Stillhalten mit zwei Stimmen für eine Erhöhung

Das Federal Open Market Committee (FOMC) beließ seinen Leitzins am Mittwoch, dem 28. Oktober, in einer Spanne von 3,75 bis 4 Prozent – dem Niveau, das seit September gilt, als die Fed die Zinsen um 25 Basispunkte anhob. Die Entscheidung fiel mit 10 zu 2 Stimmen. Lisa Cook, Fed-Gouverneurin, und Beth Hammack, Präsidentin der Fed von Cleveland, wollten eine weitere Anhebung um 25 Basispunkte. Die Märkte hatten die Wahrscheinlichkeit einer Erhöhung mit unter 10 Prozent veranschlagt, das Ergebnis entsprach damit den meisten Erwartungen. In der Erklärung wurde die Wirtschaftstätigkeit als mit kräftigem Tempo expandierend beschrieben – eine leichte Aufwertung gegenüber der Einschätzung vom September.

FOMC-Abstimmung über die ZinsentscheidungStimmen
Zins halten
10 Stimmen
Erhöhung um 25 Basispunkte
2 Stimmen

Daten aus dem Artikeltext

Inflation weiter über dem Ziel

Die Inflation liegt seit mehr als fünf Jahren über dem Zielwert der Fed von 2 Prozent. Der Verbraucherpreisindex erreichte im September 3,7 Prozent, 0,3 Prozentpunkte mehr als einen Monat zuvor. Die Kerninflation ohne Nahrungsmittel und Energie lag bei 2,6 Prozent, ein Plus von 0,2 Punkten. Auch das bevorzugte Preismaß der Fed blieb im September über 3 Prozent, selbst nach Herausrechnen der Nahrungsmittel- und Energiepreise. Ein Teil der Sorge rührt daher, dass sich der Preisdruck über den Energiesektor hinaus ausgebreitet hat; der Krieg im Iran sorgt für zusätzliche Unsicherheit. Das GDPNow-Tool der Atlanta Fed schätzte das US-Wachstum im dritten Quartal auf annualisiert 3,4 Prozent.

US-Inflation, September 2026%
Verbraucherpreisindex
3.7 %
Kerninflation (ohne Nahrungsmittel und Energie)
2.6 %

Daten aus dem Artikeltext

Warsh, Cook und der Ausblick auf Dezember

Fed-Chef Kevin Warsh sagte auf der Pressekonferenz, die Preise stabil zu halten und die Inflation zu senken, sei die wichtigste Priorität der Notenbank. Auf die Frage, warum die Fed nach September nicht erneut die Zinsen erhöht habe, antwortete er nicht direkt, räumte aber ein, dass die Fed Preisstabilität noch nicht erreicht habe. Er sagte, der Ausschuss werde bei seiner Dezember-Sitzung über mehr Informationen verfügen, und lehnte es ab, künftige Schritte zu signalisieren. Zudem kündigte er eine Änderung des Ablaufs der FOMC-Sitzungen ab 2027 an. Präsident Donald Trump, der Warsh ausgewählt hat, hält die Zinsen trotz der Inflationsdaten für zu hoch. Trump versuchte, Cook wegen Vorwürfen zu Angaben in ihren Hypothekenanträgen zu entlassen. Der Supreme Court blockierte diesen Versuch, die Regierung erneuerte ihn, und für Anfang November ist eine Anhörung angesetzt. Terminkontrakte deuten auf eine hohe Wahrscheinlichkeit einer weiteren Erhöhung im Dezember und möglicherweise einer oder zwei weiteren im Jahr 2027 hin.

Märkte, Öl und Gold

Der Dow stieg um 0,19 Prozent auf 52.475,10 Punkte, der S&P 500 legte um 0,28 Prozent auf 7.743,98 Punkte zu, und der Nasdaq gewann 0,27 Prozent auf 26.549,85 Punkte. Die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen stieg um 4,0 Basispunkte auf 4,785 Prozent und erreichte ein Tageshoch, nachdem die Abstimmung bekannt geworden war. Brent-Rohöl notierte bei rund 115 Dollar je Barrel und legte um mehr als 1 Prozent zu, nach einem Angriff auf eine Raffinerie in Saudi-Arabien, dem größten Ölexporteur der Welt. Gold gab am Mittwoch nach. Hamad Hussain, Ökonom bei Capital Economics, sagte, höhere Ölpreise und das Risiko einer restriktiveren Fed als von den Märkten erwartet belasteten das Gold.

Alphabets Quartalsverfehlung

Alphabet meldete einen Gewinn von 26,17 Milliarden Dollar nach 34,97 Milliarden Dollar im Vorjahr und ein Ergebnis je Aktie von 2,12 Dollar gegenüber 2,87 Dollar. Der Umsatz stieg um 25 Prozent im Jahresvergleich auf 127,57 Milliarden Dollar und lag damit leicht unter den von Analysten erwarteten 128,22 Milliarden. Der Suchmaschinenumsatz lag bei 63,35 Milliarden Dollar gegenüber einer Prognose von 64,96 Milliarden. Die Investitionsausgaben erreichten 51,4 Milliarden Dollar, sodass der freie Cashflow mit 9,1 Milliarden Dollar negativ ausfiel – erwartet worden war ein positiver Wert von 2,7 Milliarden. Alphabet erklärte, seine Gemini-App habe eine Milliarde Nutzer erreicht und sei das am schnellsten wachsende Produkt der Firmengeschichte, doch das beflügelte die Aktie nicht. CNBC berichtete von einem anfänglichen Kursrückgang von mehr als 9 Prozent, während die Schlussdaten der Nasdaq einen Zuwachs von 1,3 Prozent zeigten.

Alphabet-Ergebnisse im Vergleich zu AnalystenprognosenMrd. USD
Gesamtumsatz, gemeldet
127.57 Mrd. USD
Gesamtumsatz, Prognose
128.22 Mrd. USD
Suchmaschinenumsatz, gemeldet
63.35 Mrd. USD
Suchmaschinenumsatz, Prognose
64.96 Mrd. USD

Daten aus dem Artikeltext

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