
Italienische Familie nach Caracas-Beben vermisst – tragisches Echo der Irpinia-Katastrophe von 1980
Enzo Cuomo, seine Frau und seine Tochter werden vermisst, nachdem ihr Apartmenthaus in Caracas beim Erdbeben in Venezuela eingestürzt ist. Ihre Großeltern starben 1980 beim Irpinia-Erdbeben, eine tragische Koinzidenz, die nun ihre Heimatstadt Laviano erschüttert.
Die vermisste Familie
Enzo Cuomo (63), seine Frau Trini Adrian (53) und Tochter Isabella (22) gehören zu den Vermissten, nachdem das Wohngebäude Petunia im Stadtteil Los Palos Grandes von Caracas während des schweren Erdbebens, das Venezuela vor drei Tagen erschütterte, eingestürzt ist. Sie waren zu Hause, als das Gebäude – bereits durch ein früheres Erdbeben 1967 beschädigt – nachgab. Das einzige Familienmitglied, das sich nicht im Gebäude befand, war ihr Sohn Carlo Francesco (auch bekannt als Carlos Francisco), der vor fünf Jahren für eine Knochenmarktransplantation im Krankenhaus San Raffaele in Mailand nach Italien zurückgekehrt war.
Ein tragisches historisches Echo
Die Geschichte ist besonders schmerzhaft wegen der Vergangenheit der Familie. Die Großeltern mütterlicherseits von Enzo Cuomo, Filomena Piserchia und Gerardo Nicola Cicoria, starben 1980 beim Irpinia-Erdbeben in Italien. Sie kamen ums Leben, als ihr Haus in Laviano während dieser Katastrophe einstürzte, bei der 303 Menschen in der kleinen kampanischen Stadt starben und 98 % der Gebäude zerstört wurden. Für die Gemeinde Laviano, in der die Familie Cuomo noch Verwandte hat, reißen die Nachrichten aus Venezuela alte Wunden auf.
Es sind Stunden der Angst für unsere Gemeinde, die auf Nachrichten über das Schicksal der Familie Cuomo wartet. Die ganze Stadt verfolgt die Lage mit großer Besorgnis und hofft, dass bald positive Nachrichten eintreffen.
Widersprüchliche Berichte über ihr Schicksal
Während die meisten Quellen, darunter ANSA und andere italienische Medien, die drei weiterhin als vermisst führen, bis eine offizielle Bestätigung vorliegt, gibt ein späterer Bericht von Rai News an, dass Enzo Cuomo, seine Frau und seine Tochter zu den 35 bestätigten Todesopfern des Gebäudeeinsturzes gehören. Diese Diskrepanz spiegelt die sich schnell ändernde und oft widersprüchliche Informationslage aus dem Katastrophengebiet wider. Die Rettungsarbeiten dauern an; kürzliche dramatische Rettungen eines elfjährigen Jungen und eines 18 Tage alten Babys geben Anlass zu Hoffnung.
Das größere Ausmaß der Katastrophe in Venezuela
Das Erdbeben, mit Magnituden von 7,2 und 7,5, hat weitreichende Verwüstung angerichtet. Stand jetzt melden die venezolanischen Behörden fast 1.500 Tote, über 3.000 Verletzte und bis zu 50.000 Vermisste im ganzen Land. Das Petunia-Gebäude, das nach einem Erdbeben von 1967 so konzipiert worden war, dass es Erschütterungen standhält, war vor dem jüngsten Beben bereits schwer beschädigt, und sein Einsturz ist zu einem Symbol für die Tragödie geworden, die die italienische Diaspora in Caracas heimgesucht hat.
Der Appell des Sohnes und die Qual der Gemeinde
Carlo Francesco Cuomo, der in Mailand behandelt wird, hat die Rettungskräfte aufgerufen, die Suche nach seinen Eltern und seiner Schwester nicht aufzugeben. Er reiste Berichten zufolge am 28. Juni nach Caracas, um in der Nähe des Unglücksorts zu sein. In Laviano, das etwa 1.200 Einwohner zählt, veröffentlichte der örtliche Verein „Laviano nel Cuore“ eine Botschaft, in der er zu Solidarität und Gebet aufrief, und die ganze Stadt wartet angespannt auf Neuigkeiten.
- Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 erschüttern Venezuela
- Italienische Familie Cuomo nach Einsturz des Petunia-Gebäudes als vermisst gemeldet
- Rai News berichtet, dass Familie Cuomo zu den 35 Opfern des Einsturzes zählt


