
Hubschrauberabsturz von Saudi Aramco tötet 14 Menschen in wichtigem Ölhafen – Waffenruhe zwischen USA und Iran bröckelt
Ein Hubschrauber von Saudi Aramco ist am Sonntagmorgen am Ölterminal Ras Tanura abgestürzt, wobei alle 14 saudischen Staatsangehörigen an Bord ums Leben kamen. Der Absturz ereignete sich Stunden nach nächtlichen Angriffen zwischen den USA und dem Iran und nur Tage nachdem das Königreich die Rohölexporte durch die Straße von Hormus wieder aufgenommen hatte.
Der Absturz
Ein Hubschrauber von Saudi Aramco stürzte am Sonntag, den 28. Juni 2026, um etwa 6:00 Uhr Ortszeit am Terminal Ras Tanura an der Ostküste Saudi-Arabiens ab. Alle 14 Passagiere, alles saudische Staatsangehörige, kamen ums Leben. Eine kurze Erklärung des saudischen Energieministeriums, verbreitet über die staatliche Nachrichtenagentur SPA, bestätigte die Opferzahl und dass niemand überlebte.
Am Sonntag, den 28. Juni 2026, um 6:00 Uhr Ortszeit stürzte ein Hubschrauber von Saudi Aramco in Ras Tanura ab. Der Unfall führte zum Tod aller 14 Passagiere, alles saudische Staatsangehörige.
Die Absturzursache ist noch unbekannt, und die saudischen Behörden haben ihn nicht als feindseligen Akt eingestuft. Das Ministerium erklärte, die zuständigen Behörden hätten eine umfassende Untersuchung eingeleitet.
Es laufen Ermittlungen unter Beteiligung der zuständigen Behörden, um die Ursachen des Hubschrauberabsturzes zu ermitteln.
Geopolitischer Hintergrund
Die Katastrophe ereignete sich vor dem Hintergrund erneut eskalierender Spannungen im Golf. In der Nacht von Samstag auf Sonntag lieferten sich die USA und der Iran Luftangriffe und gefährdeten damit eine brüchige Waffenruhe. Das US Central Command erklärte, es habe zum zweiten Mal in Folge „mehrere Ziele“ getroffen, nachdem es dem Iran vorgeworfen hatte, Schiffe auf der Durchfahrt durch die Straße von Hormus angegriffen zu haben. Kuwait meldete, seine Luftabwehr habe zwei ballistische Raketen abgefangen.
Der Schlagabtausch belastet die Absichtserklärung vom 17. Juni zwischen Teheran und Washington, die die am 8. April begonnene Waffenruhe um 60 Tage verlängert hatte, um weitere Gespräche über das iranische Nuklearprogramm zu ermöglichen und den Druck auf die globalen Energiemärkte zu verringern.
- Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran tritt in Kraft.
- Der Iran und die USA unterzeichnen eine Absichtserklärung zur Verlängerung der Waffenruhe um 60 Tage.
- Aramco nimmt die Rohölverladung am Terminal Ras Tanura nach fast vier Monaten Stillstand wieder auf.
- Nächtliche US-iranische Angriffe; US Central Command trifft mehrere Ziele, Kuwait fängt zwei ballistische Raketen ab.
- Aramco-Hubschrauber stürzt in Ras Tanura ab, alle 14 saudischen Staatsangehörigen an Bord kommen ums Leben.
Wiederaufnahme der Ölflüsse
Der Absturz ereignete sich nur zwei Tage, nachdem Aramco am Freitag die Rohölverladung am Terminal Ras Tanura wieder aufgenommen hatte. Der Betrieb war wegen des US-iranischen Konflikts und der Schließung der Straße von Hormus fast vier Monate lang ausgesetzt gewesen. Das Terminal beherbergt die größte Raffinerie Saudi-Arabiens mit einer Kapazität von 550.000 Barrel pro Tag und ist ein Eckpfeiler des Energiesektors des Königreichs. Saudi-Arabien ist der weltweit größte Ölexporteur und fördert etwas mehr als 10 Millionen Barrel pro Tag.
Frühere Angriffe auf Ras Tanura
Die Anlage in Ras Tanura ist in der Vergangenheit wiederholt Ziel von Angriffen gewesen. Bereits zu Beginn des Konflikts erzwang ein iranischer Drohnenangriff eine teilweise Abschaltung der Raffinerie. Im April teilte das saudische Energieministerium mit, iranische Angriffe hätten Raffinerien in Jubail, Ras Tanura, Yanbu und Riad getroffen und die Exporte raffinierter Produkte auf die Weltmärkte direkt beeinträchtigt.
Untersuchung und Flottendetails
Aramco reagierte nicht sofort auf Bitten um Stellungnahme. Das Unternehmen betreibt eine der größten Firmenflotten der Region mit mehr als 60 Flugzeugen, darunter Hubschrauber, die über 300 Hubschrauberlandeplätze im ganzen Königreich anfliegen. Solche Unfälle seien selten, so das Unternehmen. Die Untersuchung läuft noch, vorläufige Ergebnisse liegen nicht vor.


