
Elf Tote nach Absturz eines in Deutschland registrierten Fallschirmsprungflugzeugs bei Nancy in Frankreich
Ein in Deutschland registriertes Pilatus-Flugzeug auf einem Einführungsflug für Fallschirmspringer stürzte am Sonntag kurz nach dem Start vom Flugplatz Nancy-Essey ab, wobei alle 11 Personen an Bord starben. Die Maschine kam senkrecht in Tomblaine herunter und verfehlte knapp ein Wohngebiet.
Der Absturz
Gegen 11:00 Uhr am Sonntagmorgen startete eine Pilatus einer Fallschirmsprungschule vom Flugplatz Nancy-Essey zu einem Einführungsflug für Fallschirmspringer. Laut dem Bürgermeister von Tomblaine, Hervé Féron, befand sich das Flugzeug noch im Steigflug, als es ohne Erklärung senkrecht zu Boden fiel. Es stürzte auf eine Grünfläche nahe der Startbahn, in der Nähe eines Wohngebiets, zweier Straßen und eines Einkaufszentrums.
Das Flugzeug befand sich in der Steigphase und fiel aus noch unbekannten Gründen wie ein Stein zu Boden.
Die Opfer
Alle 11 Menschen an Bord starben: der Pilot, fünf Fallschirmsprunglehrer und fünf Schüler. Präfekt Yves Séguy bestätigte, dass am Boden niemand verletzt wurde. Bei den fünf Schülern handelte es sich Berichten zufolge um selbstständige Krankenpfleger, die an einem Einführungskurs im Fallschirmspringen teilnahmen. Das Flugzeug, eine in Deutschland registrierte Pilatus, wurde von einer örtlichen Fallschirmsprungschule betrieben.
Einsatzkräfte
Rettungskräfte wurden sofort entsandt, darunter drei SAMU-Medizinteams, 50 Feuerwehrleute und 25 Fahrzeuge. Das Gebiet um die Rue Salvador Allende wurde abgeriegelt, um Rettungs- und forensischen Teams die Arbeit zu ermöglichen. Eine Krisenzelle wurde eingerichtet, um Angehörige der Opfer, die am Flugplatz warteten, sowie Zeugen der Tragödie zu unterstützen.
Einige Meter näher und der Unfall hätte Kollateralschäden verursachen können.
Ermittlungen
Innenminister Laurent Nuñez reiste am Nachmittag zur Absturzstelle, und Verkehrsminister Philippe Tabarot wurde ebenfalls erwartet. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen zu den Unfallursachen eingeleitet. Die Gendarmerie für Luftverkehr wird die technische Untersuchung leiten, während das Kriminalwissenschaftliche Institut der Nationalgendarmerie den Motor und die Flugsteuerungssysteme untersuchen soll.
Hintergrund
Lokale Medien bezeichneten den Absturz als einen der tödlichsten Unfälle der Leichtluftfahrt in Frankreich. Der Präfekt merkte an, dass die deutsche Registrierung des Flugzeugs für Fallschirmsprungoperationen in der Region nicht ungewöhnlich sei.


