Regierung

Der frühere CDS-PP-Chef Francisco Rodrigues dos Santos verlässt die Partei aus Richtungsgründen

Francisco Rodrigues dos Santos, der die CDS-PP von 2020 bis 2022 führte, hat seine Mitgliedschaft in einem Brief an Parteichef Nuno Melo beendet, der am Mittwoch, 4. November, veröffentlicht wurde.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von RTP, SAPO, Diário de Notícias und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Der Austritt

Francisco Rodrigues dos Santos hat die CDS-PP verlassen, die Partei, die er von 2020 bis 2022 führte. Diário de Notícias berichtet, er habe zuvor die Juventude Popular geführt und sei vier Jahre nach seinem Eintritt in die Jugendorganisation 2007 aus Überzeugung von der Christdemokratie in die CDS eingetreten. In einem an den amtierenden Vorsitzenden Nuno Melo gerichteten Brief, der am Mittwoch, 4. November veröffentlicht und zuerst von der Zeitung Público gemeldet wurde, schrieb er:

„Ich bin kein Mitglied der CDS mehr. Ich bleibe Christdemokrat.“

Francisco Rodrigues dos Santos, Ehemaliger Vorsitzender

Kritik an der Ausrichtung der Partei

In dem Brief argumentiert er, die politische Debatte habe sich an den rechten Rand verschoben, unter dem wachsenden Einfluss identitären Denkens, radikalisierter Rhetorik sowie ultra konservativer und libertärer Strömungen, häufig einhergehend mit einer beunruhigenden sozialen Empfindungslosigkeit. Er sehe ein politisches Handeln, das sich daran gewöhnt habe, Menschen zu klassifizieren, bevor man sie verstehe, eine Gewohnheit, die Ressentiments nähre und Feindbilder benenne:

„Ich sehe ein politisches Handeln, das sich daran gewöhnt hat, Menschen zu klassifizieren, bevor man sie versteht, auf Feinde zu zeigen und Ressentiments zu schüren.“

Francisco Rodrigues dos Santos, Ehemaliger Vorsitzender

Er kritisiert zudem den Umgang mit dem europäischen Sozialstaat als Hindernis, den er als eine der größten Errungenschaften der europäischen Zivilisation beschreibt. Angesichts aufeinanderfolgender linker Regierungen habe er es als seine Pflicht empfunden, die demokratisch-christdemokratischen Werte der Mitte-rechts-Parteien zu verteidigen, die er als unterbewertet ansah, und während seiner Führung habe er versucht, die Partei in einem Raum der Mäßigung, der Verantwortung und der sozialen Sensibilität zu verorten.

Seine politische Position

Rodrigues dos Santos erklärt, er identifiziere sich weiterhin mit der humanistischen Tradition der europäischen Christdemokratie und mit einem reformistischen, sozial verantwortlichen Zentrum, das eine Radikalisierung ablehnt. Er schreibt, er habe erhebliche Vorbehalte gegenüber dem Wunsch der CDS, diesen politischen Raum zu besetzen, und er verstehe den Weg, den die Partei gewählt habe, während er wisse, dass sein eigener Platz nicht mehr mit einer Mitgliedschaft vereinbar sei:

„Die Partei hat ihre Entscheidungen getroffen, legitim. Ich habe meine getroffen.“

Francisco Rodrigues dos Santos, Ehemaliger Vorsitzender

Zum Schluss schreibt er, Portugal brauche ein Gefühl für Ausgleich und Verständnis, das er für die großen Reformen, die das Land immer wieder aufschiebe, für unverzichtbar halte. Allein SAPO berichtet, er identifiziere sich inzwischen stärker mit den Werten der demokratischen Mitte-links. Der von RTP zitierte Brief verwendet diese Bezeichnung nicht und beschreibt ein reformistisches Zentrum.

Reaktion der Partei

Die am Morgen des 4. November veröffentlichten Berichte enthalten keine Antwort von Nuno Melo oder der Führung der CDS-PP. Welche Wirkung der Brief auf andere Mitglieder hat, die laut SAPO folgen könnten, ist in den Quellen noch nicht erkennbar.

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