Wirtschaft · Essen und Ludwigshafen
Evonik lehnt verbessertes Übernahmeangebot von BASF über 24 Euro je Aktie ab
Der Vorstand von Evonik hat am 30. Oktober 2026 entschieden, keine Übernahmeverhandlungen mit BASF aufzunehmen – auch nicht, nachdem der Chemiekonkurrent sein Angebot auf 24 Euro je Aktie erhöht hatte, was einer Bewertung von knapp über 11 Milliarden Euro entspricht.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Süddeutsche Zeitung, europa press, Handelsblatt und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Der Evonik-Vorstand entschied am 30. Oktober 2026, keine Übernahmeverhandlungen aufzunehmen, und lehnte ein verbessertes Angebot von 24 Euro je Aktie ab, das das Unternehmen mit etwas mehr als 11 Milliarden Euro bewertet.
Laut Handelsblatt schließt Evonik betriebsbedingte Kündigungen in Deutschland bis 2032 aus und plant bis Ende 2029 weltweit rund 3.200 weitere Stellenstreichungen, davon etwa 2.150 in Deutschland.
Evonik bot nur einen rein informativen und vertraulichen Austausch an und könnte Gespräche wieder aufnehmen, sollte BASF sein Angebot erneut erhöhen, berichtete das Handelsblatt.
- September 2026Evonik lehnt BASF-Angebot von 22,15 Euro je Aktie ab
- 22.10.BASF-Schreiben bekundet Interesse an einem freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot
- 30.10.Evonik-Vorstand entscheidet, keine Übernahmeverhandlungen aufzunehmen
Evonik lehnt das überarbeitete Angebot ab
Der Vorstand von Evonik Industries hat entschieden, keine Übernahmeverhandlungen mit der BASF SE aufzunehmen, wie das Unternehmen am 30. Oktober 2026 in einer Erklärung und einer Ad-hoc-Mitteilung bekannt gab. Die Entscheidung betrifft das überarbeitete Angebot von BASF, das der größere deutsche Chemiekonzern in der Woche zuvor von 22,15 Euro auf 24 Euro je Aktie angehoben hatte. Evonik hatte bereits im September den Preis von 22,15 Euro abgelehnt, auch die frühere Offerte von 10,3 Milliarden Euro war zurückgewiesen worden. Zum höheren Preis bewertet das Angebot Evonik mit etwas mehr als 11 Milliarden Euro. Der Vorstand von Evonik prüfte ein Schreiben von BASF vom 22. Oktober 2026, in dem BASF Interesse an einem freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot bekundete.
Eigenständiger Kurs und ein angebotener Austausch
Der Vorstand erklärte in seiner Stellungnahme, er bleibe auf die strategische Ausrichtung des Unternehmens fokussiert.
„Der Vorstand bleibt auf die strategische Ausrichtung und die Weiterentwicklung von Evonik als eigenständiges Unternehmen fokussiert.“
Trotz der Absage an Verhandlungen bot der Vorstand einen rein informativen und vertraulichen Austausch an, damit BASF seine Gründe und die wesentlichen Motive seines Interesses darlegen kann. Reuters berichtete unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person, Evonik sei weiterhin nicht von der industriellen Logik einer Fusion der beiden Chemiekonzerne überzeugt. Derselben Person zufolge bietet ein Schreiben von Evonik an BASF dem BASF-Vorstand eine Anhörung an, um seine Vorschläge zu erläutern und die Führung von Evonik in Essen für sich zu gewinnen.
Arbeitsplätze und BASFs Argumente
BASF-Vorstandschef Markus Kamieth bezeichnet die Fusion als eine "starke deutsche Antwort auf den globalen Wettbewerb". Das Handelsblatt berichtete unter Berufung auf Unternehmenskreise, Evonik sei von den Zusagen zu Arbeitsplätzen und Standorten überrascht, die BASF nun hervorhebe, da mehrere zentrale Punkte bei Evonik bereits gälten. Dem Bericht zufolge schließt Evonik betriebsbedingte Kündigungen in Deutschland bis 2032 aus, und die bereits beschlossenen Stellenstreichungen sollen in diesem Rahmen erfolgen. Evonik plant zudem, bis Ende 2029 weltweit rund 3.200 weitere Stellen abzubauen, davon etwa 2.150 in Deutschland. Diese Reduzierungen sollen über natürliche Fluktuation, Altersteilzeitregelungen und freiwillige Programme erfolgen.
Der Weg des Preises
BASF bot zunächst 22,15 Euro je Aktie, einen Preis, den Evonik im September ablehnte. Danach erhöhte der Konzern das Angebot auf 24 Euro je Aktie – jenes Niveau, über das der Vorstand des Rivalen nun nicht verhandeln will. Nach Angaben von mit den Gesprächen vertrauten Personen sollte der höhere Preis den Evonik-Vorstand an den Verhandlungstisch bringen. Bei 24 Euro je Aktie bewertet das Angebot Evonik mit etwas mehr als 11 Milliarden Euro.
- Im September abgelehntes Angebot
- 22.15 Euro je Aktie
- Verbessertes Angebot
- 24 Euro je Aktie
Daten aus dem Artikeltext
Ablauf der Ereignisse
Die Abfolge reicht von der Ablehnung im September über das BASF-Schreiben vom 22. Oktober 2026 bis zur Vorstandsentscheidung vom 30. Oktober 2026. Die Position des Vorstands wurde als Unternehmenserklärung und als Ad-hoc-Mitteilung veröffentlicht. Das Handelsblatt berichtete, Evonik könnte die Tür für weitere Gespräche durchaus offen lassen, sollte BASF sein Angebot erneut verbessern. Vorerst ist der einzige angebotene Austausch der informative und vertrauliche, den der Vorstand vorgeschlagen hat.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Süddeutsche ZeitungEvonik schmettert auch neue BASF-Offerte ab
- Süddeutsche ZeitungEvonik gegen Übernahme durch BASF - Tür aber offen
- europa pressEvonik lehnt Verhandlungen über verbessertes Übernahmeangebot von BASF abEvonik rechaza negociar con Basf su oferta mejorada de compra · Original auf Spanisch
- HandelsblattÜbernahmepoker: Evonik lehnt erhöhte Offerte von BASF ab
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