Evakuierung wegen Waldbrand bei La Mierla auf nur zwei Gemeinden reduziert – 32.000 Hektar in Flammen
Neun Tage nach dem Ausbruch in der Sierra Norte von Guadalajara wurde der Waldbrand bei La Mierla – der größte, der je in Kastilien-La Mancha verzeichnet wurde – am Samstagnachmittag auf die Alarmstufe 1 herabgestuft. Nur noch zwei der 34 evakuierten Gemeinden sind weiterhin von der Pflicht zur Räumung betroffen.
Ein historischer Brand
Das Feuer brach am 16. Juli in La Mierla, einer Gemeinde in der Sierra Norte von Guadalajara, aus und entwickelte sich rasch zum schwersten Waldbrand in der Geschichte Kastilien-La Manchas. Offiziellen Angaben der Regionalregierung zufolge beträgt die verbrannte Fläche 32.000 Hektar, während einige Schätzungen der Presse von bis zu 35.000 Hektar ausgehen. Auf dem Höhepunkt des Notfalls mussten 34 Gemeinden evakuiert und 14 weitere abgeriegelt werden.
Rücknahme der Evakuierungen
Eine schrittweise Rückkehr begann, als die Intensität des Feuers nachließ. Am Samstagmorgen wurde die Evakuierungsanordnung für Semillas aufgehoben, sodass noch vier Gemeinden hinter der Absperrung verblieben. Wenige Stunden später, am Samstagnachmittag, gab der INFOCAM-Plan den Weg für Prádena de Atienza und Gascueña de Bornova frei. Nur Aldeanueva de Atienza und El Ordial sind weiterhin evakuiert. Auch die Straßensperrungen wurden reduziert: Laut dem Nachmittagsbericht waren nur noch die GU-151 und die GU-147 blockiert.
Brandstatus und verbleibende Herausforderungen
Der Brand wurde am 24. Juli auf die operative Stufe 1 herabgestuft – ein Zeichen dafür, dass die Gefahr für Menschen und Eigentum gesunken ist. Die Militärische Notfalleinheit (UME) zog sich am selben Tag zurück, und das vorgeschobene Kommando wurde von Tamajón nach Condemios de Arriba verlegt, um näher am hartnäckigsten Abschnitt zu sein. Der technische Direktor Miguel Aguilar erklärte gegenüber Reportern, dass sich der aktive Verbrennungsrand von anfangs rund 100 Kilometern auf etwa einen unterbrochenen Kilometer verkleinert habe.
Die aktiven Fronten reduzieren sich nun auf etwa einen unterbrochenen Kilometer.
Der nordwestliche Teil des Feuers, ein Kiefernwald mit dichtem Unterholz, widersteht weiterhin der vollständigen Eindämmung, während die südlichen und östlichen Flanken bereits stabilisiert sind. Insgesamt sind noch 148 Einsatzkräfte und 31 Ressourcen – vier Luft- und 27 Bodeneinheiten – im Einsatz, und das Löschteam warnt davor, dass die vollständige Löschung „tardará días“ (Tage dauern wird), da noch latente Glutnester vorhanden sind.
Regionale Solidarität
Die sich verbessernde Lage hat es Kastilien-La Mancha ermöglicht, Löschmittel mit benachbarten Gemeinschaften zu teilen. Die Regionalregierung hat Löschkräfte anderen Autonomen Gemeinschaften zur Verfügung gestellt, die mit großen Waldbränden zu kämpfen haben, darunter die Gemeinschaft Madrid und eine weitere, nicht näher bezeichnete Region.
- Feuer bricht in La Mierla, Sierra Norte de Guadalajara, aus.
- 34 Gemeinden evakuiert und 14 Gemeinden unter Abriegelung gestellt.
- Alarmstufe auf 1 gesenkt; UME zieht ab und Kommando wird verlegt.
- Evakuierung für Semillas aufgehoben; vier Gemeinden bleiben evakuiert, Straße GU-162 wieder geöffnet.
- Prádena de Atienza und Gascueña de Bornova dürfen zurückkehren; nur Aldeanueva de Atienza und El Ordial noch evakuiert; nur Straßen GU-151 und GU-147 bleiben gesperrt.


