Kurz gefasst
Madrid belegte in Spanien den ersten Platz in Mathematik und Naturwissenschaften und den zweiten im Leseverständnis, während Kastilien-León seinen Spitzenplatz seit 2009 behauptete.
Die bildungspolitische Beauftragte von Kastilien-León María Prado und Madrider Beamte kritisierten das Celaá-Gesetz der Zentralregierung, das allgemeine Kompetenzen über Fachwissen stellt.
Präsidentin Isabel Díaz Garuso kündigte monatlichen Gehaltserhöhungen von bis zu 350 Euro in sechs Gehaltsstufen an, die eng an Ausbildung, Innovation und Karrierereise gebunden sind.
Der Wirtschaftswissenschaftler Benito Arruñada stellte fest, dass spanische Grundschullehrer 25% über dem EU-Durchschnitt verdienen, trotz geringeren Schulstunden und Schülehrer-Verhältnissen.
Regionale Unterschiede bei der PISA-Leistung
Die Veröffentlichung der neuesten Ergebnisse des Programme for International Student Assessment (PISA) zeigte einen allgemeinen Punkteabfall in Spanien in Mathematik, den Naturwissenschaften und dem Leseverständnis, während sie deutliche Unterschiede zwischen den Autonomen Gemeinschaften offenbarte. Die Gemeinschaft Madrid belegte landesweit den ersten Platz in Mathematik und Naturwissenschaften und den zweiten Platz im Leseverständnis und übertraf damit sowohl die Durchschnittswerte der Europäischen Union als auch der OECD. Auch Kastilien-León behauptete seinen Platz auf dem nationalen Podest in allen drei getesteten Fächern und verlängerte damit eine Spitzenposition, die die Regionalbehörden seit 2009 halten.
- Mathematik
- 1 Rang
- Naturwissenschaften
- 1 Rang
- Lesen
- 2 Rang
Daten aus dem Artikeltext
Das Baskenland verzeichnete dagegen die niedrigsten regionalen Werte in der Bewertung, gefolgt von Valencia mit den zweitniedrigsten Ergebnissen. Katalonien wurde in der Untersuchung nicht bewertet. Die Leistungsunterschiede zwischen den nördlichen Autonomen Gemeinschaften und den zurückliegenden Regionen verstärkten die nationale Kritik über die Umsetzung der Bildungsstandards in Spaniens dezentralen Schulsystemen.
Gesetzgebungsstreit um den nationalen Lehrplan
Die Regionalführer übten Kritik am nationalen Bildungsrahmen, der als LOMLOE oder Celaá-Gesetz bekannt ist, den die Zentralregierung ohne Konsens mit den Regionalverwaltungen eingeführt hat. Madrid legte zuvor einen Verwaltungsrechtsstreit gegen das Gesetz beim Verfassungsgericht ein, mit der Begründung, dass das Gesetz die regionalen Zuständigkeiten verletze und die Bildungsbilizuellen senke, indem es das Vorrücken in die nächste Klasse trotz nicht bestandener Fächer erleichtere.
Die bildungspolitische Sprecherin von Kastilien-León, María Pardo, die seit drei Monaten im Amt ist, erklärte, dass der nationale Rückgang strukturlische Mängel des sozialistischen Lehrplans widerspiegle, der kernwissen zugunsten einer kompetenzbasierten Bewertung in den Hintergrund gedrängt habe.
„Hier ist ein ganz klares Versagen für ein sozialistisches Gesetz, das mit dem Rücken zur Bildungsgemeinschaft verabschiedet wurde und bei dem das Ziel darin besteht, die Schüler mit Kompetenzen auszustatten, während das Wissen in den Hintergrund verdrängt wird.“
Die Debatte weitete sich auf die Rolle der Klassentechnologie aus. Madrid verteidigte seine früheren Beschränkungen für die Bildschirmdarstellung an den Schulen, während in der nationalen Diskussion internationale Vergleiche kursierten. Kommentatoren beobachteten, dass Südkorea und Estland, die in der Wertung auf den Plätzen Ranges 222 und 333 liegen, eine starke Integration von Technologie und künstlicher Intelligenz mit hohen Leistungen verbinden.
- Südkorea
- 2 Rang
- Estland
- 3 Rang
Daten aus dem Artikeltext
Regionale politische Maßnahmen und Lehreranreize
Als Reaktion auf die Ergebnisse kündigte die Präsidentin der Gemeinschaft Madrid, Isabel Díaz Ayuso, vor der regionalen Debatte über den Zustand der Region eine Reihe von Bildungsmaßnahmen an. Die Regionalverwaltung führte ein sechsstufiges berufliches Lehrerelternfeld ein, das monatliche Gehaltssteigerungen von bis zu 350 Euro vorsieht und an die Übergangsausbildung, Innovation und den beruflichen Werdegang gebunden ist.
Madrid baute auch das Netz öffentlicher Schulen, die die obligatorische Sekundarstufe I (ESO) anbieten, aus und legt Lesekräftigungprogramme vom Anfangsalter ab fest. Die regionale Exekutive stellte Haushaltsspitzen- und Lehrerstellensammlungen für das letztes Jahresjahr der Legislaturperiode bereit.
In die Debatte flossen auch wirtschaftliche und strukturelle Faktoren. Der Wirtschaftswissenschaftler Benito Arruñada wies in einem veröffentlichten Kommentar darauf hin, dass spanische Grundschullehrer 25% mehr als der EU-Durchschnitt verdienen, während die spanischen Schulen weniger Schultage und eine niedrigere Scht-Rätzen als der OECD-Durchschnitt zu verzeichnen haben. Die Lehrergewerkschaften in Madrid haben für das kommende Herrothfen öffentlichen Demonstrationen angesetzt.