Regierung · Berlin, Frankfurt und Paris

Gen-Z-Proteste breiten sich in Europa aus – Halloween-Krawalle in Frankfurt und Frankreich

Jugendliche Demonstrationen gegen Lebenshaltungskosten und marode Schulen mobilisierten am Halloween-Wochenende in Deutschland, Frankreich und weiteren Ländern zahlreiche Menschen. In Frankfurt erklärte die Polizei, Randalierer hätten Molotowcocktails auf Einsatzkräfte geworfen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Washington Post, The Irish Times, The Guardian und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Berlin, Frankfurt, Paris, Marseille · Deutschland, Frankreich, Spanien
Wie es dazu kam
  1. September 2026Proteste beginnen in den Pariser Vororten und breiten sich in ganz Frankreich aus
  2. 31.10.Proteste am Halloween-Wochenende in Deutschland und anderen Ländern, mit Ausschreitungen und Plünderungen in Frankfurt
  3. 2.11.Laut Bildungsministerium sind bis 8.30 Uhr 41 Schulen blockiert, etwa 1 Prozent der landesweiten Gesamtzahl

Halloween-Wochenende in Europa

Tausende junge Menschen beteiligten sich am Samstag, 31. Oktober, in Deutschland und anderen europäischen Ländern an Protesten gegen die Lebenshaltungskosten, unterfinanzierte Schulen, Aufrüstung und die Klimakrise. Deutsche Organisatoren nannten unter Berufung auf die Nachrichtenagentur DPA mehr als 100.000 Teilnehmer bundesweit, während inews von Zehntausenden an rund 30 Orten berichtete. Demonstrationen gab es auch in der Schweiz, in Belgien, Spanien, Portugal und Italien, wo die Unruhen begannen, nachdem Lastwagenfahrer und Landwirte aus Protest gegen die Kraftstoffpreise Straßen im Süden blockiert hatten. Sara Garcia Santamaria, Forscherin an der Universität Valencia, sieht eine grenzüberschreitend geteilte Haltung.

„Es gibt ein transnationales Wertesystem. Die Proteste entstehen jedoch in sehr spezifischen nationalen Kontexten.“

Sara Garcia Santamaria

Frankreich und die Schulblockaden

Frankreich erlebte die größten Proteste: Hunderttausende marschierten am dritten Wochenende in Folge landesweiter Demonstrationen. Die Bewegung begann im September in den Pariser Vororten und hat sich seither im ganzen Land ausgebreitet. Als die Schülerinnen und Schüler am Montag, 2. November, nach zwei Wochen Ferien zurückkehrten, waren die Blockaden deutlich kleiner: Das Bildungsministerium zählte 41 Schulen, etwa 1 Prozent der landesweiten Gesamtzahl, die bis 8.30 Uhr blockiert waren. Bildungsminister Edouard Geffray sagte gegenüber France Inter, die versuchten Blockaden seien marginal.

„Wir sprechen von nur einer Handvoll Einrichtungen, von einigen wenigen einzelnen Schulen.“

Edouard Geffray

Geffray fügte hinzu, Protest sei erlaubt, doch der Zugang zu Schulen dürfe nicht blockiert werden, das sei rechtswidrig. Ende Oktober bot er an, die Klassengröße auf 28 zu begrenzen, 4 Milliarden Euro in die Sanierung von Schulen zu investieren, 15.000 zusätzliche Studienplätze zu schaffen und bis 2028 ein neues Zulassungssystem einzuführen; die Studierendenvertreter erklärten jedoch, das reiche nicht aus.

Frankfurt und Berlin

In Frankfurt teilte die Polizei mit, Randalierer hätten Schaufenster zertrümmert und Molotowcocktails auf Einsatzkräfte geworfen; inews berichtete, einige Geschäfte seien geplündert und 54 Menschen festgenommen worden. Die Frankfurter Gruppe Gen Z Regelt schätzte, dass 7.000 Schülerinnen, Schüler und junge Berufstätige teilnahmen. Hessens Innenminister Roman Poseck sagte, rund 100 klar identifizierte Linksextremisten hätten sich unter die Proteste gemischt, und nannte das Ende der Demonstrationen „beschämend“. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sagte der Bild, die Polizei habe Gewalt wie in Paris verhindert, und warnte vor Konsequenzen:

„Ich erwarte, dass es empfindliche Strafen geben wird.“

Alexander Dobrindt, Bundesinnenminister

In Berlin verlief eine Kundgebung am Tag nahe dem Brandenburger Tor friedlich, eine separate Abenddemonstration endete jedoch mit Handgreiflichkeiten.

Schätzungen zur Teilnahme an den Protesten, Halloween-Wochenende in DeutschlandPersonen
Deutschland bundesweit, Organisatoren via DPA (mehr als 100.000)
100000 Personen
Frankfurt, Schätzung von Gen Z Regelt
7000 Personen

Daten aus dem Artikeltext

Anonyme Accounts und organisierte Plünderungen

In mehreren europäischen Städten wurden Einkaufsstraßen am Wochenende mit Brettern verbarrikadiert, um Blitzplünderungen zu verhindern, zu denen anonyme Social-Media-Accounts aufgerufen hatten. Die spanische Polizei nahm mehrere Personen im Alter von 16 bis 20 Jahren fest, denen vorgeworfen wird, Telegram-Kanäle betrieben zu haben, die gezielte Plünderungen steuerten; sie nutzten dabei Accounts mit dem Namen „Blocus“, ein Begriff, den französische Schüler für die Besetzung ihrer Schulen verwenden. Die Polizei erklärte, die Organisatoren hätten das Erscheinungsbild eines politischen Protests „als Deckmantel“ für geplante Plünderungen und Brandstiftungen genutzt. In einer Erklärung der Polizei hieß es, die Rekrutierung sei über Videos auf TikTok und Plakate mit QR-Codes in WhatsApp- und Telegram-Gruppen gelaufen; die Teilnehmer sollten sich am 31. Oktober versammeln und dann per privatem Chat erfahren, welche Geschäfte ohne Polizeipräsenz seien. In einer Nacht organisierter Unruhen wurden in Barcelona etwa 14 Geschäfte geplündert.

Serbien und die größere Welle

Die Welle folgt auf Mobilisierungen in Kenia 2024 und in Nepal, Indonesien, den Philippinen, Madagaskar, Marokko und Peru 2025. In Serbien gewann die Studentenliste ein nationales Parlamentsmandat und steht kurz davor, eine neue Regierung zu bilden, nachdem sie eine seit Langem etablierte Regierung verdrängt hat, der Korruption und Verbindungen zur organisierten Kriminalität vorgeworfen werden. 85 Studentenversammlungen wählten ihre Kandidaten aus, und die Liste sammelte während des Wahlkampfs Berichten zufolge fast 2 Millionen Euro (1,7 Millionen Pfund) von mehr als 26.000 Einzelspendern. Vladan Djokić, Rektor der Universität Belgrad und langjähriger Unterstützer der Bewegung, wurde nicht als Kandidat ausgewählt.

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