Makroökonomie · Mailand, Paris und Frankfurt

Europäische Aktien starten schwächer – KI-Zweifel und US-Zwischenwahlen belasten die Märkte

Der FTSE MIB in Mailand verlor zum Handelsstart 1 %, nachdem Technologiewerte wegen Zweifeln an den KI-Renditen nachgaben, während Brent-Rohöl angesichts der Spannungen zwischen den USA und Iran bei 106,3 Dollar je Barrel notierte.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Rai news, lastampa.it, ANSA.it und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Mailand, Paris, Frankfurt, London · Italien, Frankreich, Deutschland

Verluste ziehen sich durch die europäischen Börsen

Die europäischen Aktienmärkte eröffneten am Dienstag, 3. November, schwächer, nachdem eine Verkaufswelle, die bei US-Chipherstellern begonnen hatte, auf Asien und anschließend auf den alten Kontinent übergegriffen hatte. Der FTSE MIB in Mailand fiel zum Handelsstart um 1 %, der IBEX in Madrid verlor 1 % und der DAX in Frankfurt gab 0,8 % nach, wie Il Sole 24 Ore berichtet. Der AEX in Amsterdam verlor 0,6 %, der CAC in Paris 0,5 % und der FTSE 100 in London 0,4 %. Der Stoxx Europe 600 lag in den ersten Handelsminuten 0,5 % im Minus. Die ersten Angaben wichen zwischen den Medien leicht voneinander ab, daher sind diese Werte als Messungen aus den Eröffnungsminuten zu lesen.

Kursbewegungen der wichtigsten europäischen Aktienindizes zum Handelsstart am 3. November 2026%
FTSE MIB (Mailand)
-1 %
IBEX (Madrid)
-1 %
DAX (Frankfurt)
-0.8 %
AEX (Amsterdam)
-0.6 %
CAC (Paris)
-0.5 %
FTSE 100 (London)
-0.4 %

Daten aus dem Artikeltext

Zweifel an der KI-Bewertung treiben die Verkäufe bei Technologiewerten

Die Verkaufswelle bei Technologiewerten folgt auf einen Kursrückgang an der Wall Street, wo der Nasdaq am Montagabend schwächer schloss. Anleger fragen sich, wann die hohen Ausgaben für künstliche Intelligenz Erträge abwerfen werden, und diese Zweifel haben nun auch europäische Chip- und Ausrüstungshersteller erreicht. ASML Holding fiel um 2,6 %, während STMicroelectronics in Mailand 3,68 % verlor und Prysmian 2,97 % nachgab. Apple meldete Quartalsgewinn und Umsatz über den Erwartungen, doch die iPad-Verkäufe blieben hinter den Prognosen zurück, und steigende Preise für Speicherchips dürften die Margen belasten – die Aktie lag nach dem Handelsschluss an der Wall Street 3 % im Minus. Der Kospi in Seoul verlor 3,6 %, während Tokio wegen eines Feiertags geschlossen war. Ein Bericht von BlackRock ergab, dass das erwartete Gewinnwachstum der nicht-technologischen S&P-500-Unternehmen (29 %) in diesem Jahr erstmals seit 2022 vor dem der sieben größten Technologiekonzerne (18 %) liegt.

US-Zwischenwahlen und der Iran-Konflikt

Die Abstimmung bei den US-Zwischenwahlen endet im Laufe des Dienstags und entscheidet darüber, welche Partei in den letzten zwei Jahren von Donald Trumps Präsidentschaft den Kongress kontrolliert. Polymarket beziffert die Wahrscheinlichkeit eines Senats mit demokratischer Mehrheit auf 77 %, ein demokratisch geführtes Repräsentantenhaus gilt als nahezu sicher. Ein von den Demokraten geführter Kongress könnte den Handlungsspielraum des Weißen Hauses einschränken, weshalb die Märkte mit neuen Positionen abwarten, bis die Ergebnisse bekannt sind. Vor Handelsbeginn beschrieb John Plassard, Leiter der Anlagestrategie bei Cité Gestion, die Stimmung der Anleger.

„Die Anleger reduzieren ihre Risikobereitschaft vor den US-Zwischenwahlen, da die Zweifel an den Renditen von Investitionen in künstliche Intelligenz zunehmen.“

John Plassard

Unterdessen berichtete das Wall Street Journal über US-Angriffe auf Qeshm, eine iranische Insel in der Straße von Hormus, die eine wichtige Route für den weltweiten Ölhandel ist. Ynet News meldete, ein hochrangiger iranischer Vertreter habe erklärt, Iran und die Vereinigten Staaten seien von einer Einigung zur Beendigung des Krieges weit entfernt.

Energiepreise und Unternehmensentwicklungen

Brent-Rohöl stieg um 1,5 % auf 106,3 Dollar je Barrel, nachdem es am Montag angesichts von Anzeichen eines Dialogs zwischen Washington und Teheran gefallen war – je nach Quelle wurde der Rückgang mit fast 5 % bis 7 % angegeben. Gas in Amsterdam kletterte um 3,7 % auf 98,4 Euro je Megawattstunde, und die Internationale Energieagentur warnte, die europäischen Gasspeicher stünden auf dem niedrigsten Stand seit 2013. Der Euro notierte wieder bei 1,12 Dollar und versuchte sich von den Tiefstständen der vergangenen 17 Monate zu erholen, da das Öl nachgab und die Unsicherheit um die Zwischenwahlen den Dollar belastete. Royal Philips legte 6,5 % zu, nachdem die Profitabilität im dritten Quartal die Erwartungen übertroffen hatte, und Bayer stieg um 5,9 % aufgrund höherer Gewinnschätzungen. Hugo Boss fiel um 1,4 %, nachdem das Unternehmen seine Umsatz- und Gewinnprognosen gesenkt hatte, während Stellantis 1,37 % verlor, da die Zulassungen im Oktober um 5,5 % zurückgingen. Lottomatica gewann 2,3 % hinzu, nachdem die Ergebnisse ein Gewinn- und Umsatzwachstum zeigten.

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