Sicherheit · Brüssel

EU-Kommission veröffentlicht 72-Stunden-Leitfaden zur Notfallvorsorge für Bürgerinnen und Bürger

Der Leitfaden empfiehlt Haushalten, Vorräte für mindestens drei Tage zu halten. Zudem plant die Kommission einen jährlichen EU-Tag der Krisenvorsorge, der erstmals im Oktober 2027 stattfinden soll.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von in.gr, ΣΚΑΪ, iefimerida.gr und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Brüssel · Belgien

Ein Leitfaden für die ersten 72 Stunden

Die Europäische Kommission hat am 3. November 2026 einen neuen Leitfaden zur Krisenvorsorge vorgestellt, der Bürgerinnen und Bürgern sowie Gemeinschaften helfen soll, die ersten 72 Stunden einer Notlage oder Krise zu überstehen. Die Empfehlungen decken Extremwetter, Naturkatastrophen, Cyberangriffe und andere hybride Bedrohungen ab. Haushalte werden aufgefordert, einen Notfallvorrat anzulegen, der mindestens 72 Stunden reicht, bis staatliche Dienste und Mechanismen des Katastrophenschutzes Hilfe leisten können. Die Kommission stellte die Leitlinien auf dem Europäischen Forum für Katastrophenschutz vor, wo Hadja Lahbib, Kommissarin für Gleichstellung, Krisenvorsorge und Krisenmanagement, sie erläuterte. Die Initiative reagiert auf Krisen, die die Kommission als zunehmend häufig und komplex beschreibt.

Was der Notfallvorrat enthalten sollte

Haushalten wird empfohlen, Trinkwasser in Flaschen von etwa zwei Litern pro Person und Tag vorzuhalten, dazu haltbare Lebensmittel, die kein Kochen erfordern, etwa Konserven, Müsliriegel und Nüsse. Die Liste umfasst außerdem eine Erste-Hilfe-Ausstattung, persönliche oder verschreibungspflichtige Medikamente und Hygieneprodukte. Für Kommunikation und Licht empfiehlt der Leitfaden eine Taschenlampe mit Batterien oder Dynamo, ein tragbares Radio für offizielle Informationen, Ersatzbatterien und eine Powerbank zum Aufladen von Geräten. Kopien von Personalausweis, Reisepass und Versicherungspolicen sollten in einer wasserdichten Hülle aufbewahrt werden, zusammen mit einem kleinen Bargeldbetrag.

Vier Schwerpunktbereiche

Der Leitfaden ist um vier Bereiche gegliedert. Der erste ist die Selbstversorgung über 72 Stunden: Bürgerinnen und Bürger sollen ihre Grundbedürfnisse in den ersten drei Tagen einer Notlage decken können, während öffentliche Hilfe mobilisiert wird, unter anderem über Notvorräte und Notfalltaschen. Der zweite ist die Bildung zur Krisenvorsorge: Vorsorge soll in die Lehrpläne von Vorschule und Grundschule integriert und Lehrkräfte geschult werden, damit Kinder schon früh Kompetenzen für den Ernstfall aufbauen. Die beiden übrigen Bereiche gehören zum selben Empfehlungspaket.

Rolle von Kommunen und Behörden

Lokale Behörden werden aufgefordert, die Bevölkerung über Evakuierungs- und Notfallpläne zu informieren. Bei längeren Stromausfällen, schwerem Wetter oder technischen Zwischenfällen können Vorräte in Haushalten den Druck auf die Rettungsdienste verringern. So können Behörden und Kommunen ihre Kräfte auf die besonders gefährdeten Gruppen konzentrieren.

Hintergrund der Initiative

Die neuen Leitlinien bauen auf einer Empfehlung der Kommission zur operativen Kontinuität und zu Stresstests auf, die die Widerstandsfähigkeit der nationalen Kontaktstellen des Katastrophenschutzes in ganz Europa stärken soll. Die Kommission kündigte zudem einen jährlichen EU-Tag der Krisenvorsorge an, dessen erste Ausgabe für Oktober 2027 geplant ist. Zusammen setzen die Maßnahmen nach Angaben der Kommission die Strategie der EU für eine Union der Vorsorge in die Praxis um.

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