Diplomatie · Brüssel und Budapest

EU-Kommission schlägt Freigabe von 4,2 Mrd. Euro für Ungarn nach Rechtsstaatsreformen vor

Die Europäische Kommission hat empfohlen, 4,2 Mrd. Euro an Kohäsionsmitteln freizugeben und den Erasmus+-Zugang für Ungarn wiederherzustellen, nachdem Ministerpräsident Péter Magyar Antikorruptionsreformen verabschiedet hat.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von RFI, Le Figaro.fr, Deutsche Welle und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

Brüssel, Budapest · Belgien, Ungarn
Wie es dazu kam
  1. Ende 2022EU friert über 6,3 Mrd. Euro an ungarischen Kohäsionsmitteln wegen Korruptionsbedenken ein
  2. Mai 2026Péter Magyar tritt sein Amt an und vereinbart mit Brüssel einen Reformfahrplan im Umfang von 16,4 Mrd. Euro
  3. 23.09.Europäische Kommission schlägt Freigabe von 4,2 Mrd. Euro und Wiederherstellung des Erasmus+-Zugangs vor
  4. Ende November 2026Frist der Kommission zur Bewertung von 27 Aufbaumeilensteinen für 10,0 Mrd. Euro an Mitteln

Die Europäische Kommission hat am Mittwoch, dem 23. September 2026, vorgeschlagen, 4,2 Milliarden Euro an regionalen Kohäsionsmitteln für Ungarn freizugeben. Das Exekutivorgan empfahl außerdem, den vollen Zugang zu den Erasmus+-Studentenmobilitäts- und Horizon-Europe-Forschungsprogrammen für ungarische Universitäten und Forscher wiederherzustellen. Die Empfehlung folgt auf eine Bewertung der Regierungs- und Antikorruptionsmaßnahmen, die von der Regierung von Ministerpräsident Péter Magyar, der im Mai 2026 sein Amt antrat, umgesetzt wurden. Die 27 EU-Mitgliedstaaten im Rat der Europäischen Union haben einen Monat Zeit, um den Vorschlag der Kommission zu prüfen und formell zu genehmigen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen präsentierte die Entscheidung als Anerkennung substanzieller rechtlicher Anpassungen in Budapest.

„Ungarn hat wichtige Schritte unternommen, um die Rechtsstaatlichkeit zu stärken und die finanziellen Interessen der Union zu schützen.“

Ursula von der Leyen, Präsidentin

Antikorruptionsmaßnahmen und institutionelle Änderungen

Brüssel stützte seine Bewertung auf eine Reihe von Strukturreformen, die in den vier Monaten nach Magyars Wahl durchgeführt wurden. Budapest stärkte die operativen Befugnisse und den Datenzugang seiner Integritätsbehörde, führte ein umfassendes Vermögenserklärungssystem für öffentliche Amtsträger ein und verstärkte die Prüfungskontrollen über die Ausgaben von EU-Mitteln. Die ungarische Regierung weitete auch die richterliche Aufsicht über Entscheidungen von Ermittlungs- und Strafverfolgungsbehörden aus, erhöhte die Transparenz bei öffentlichen Ausschreibungen und erließ neue Regeln zur Identifizierung wirtschaftlicher Eigentümer. Darüber hinaus trat Ungarn der Europäischen Staatsanwaltschaft bei, ein Schritt, den EU-Beamte als über die ursprünglich von Brüssel geforderten Mindestanforderungen hinausgehend bezeichneten.

„Dank der wichtigen Schritte der Regierung von Ministerpräsident Peter Magyar zum Schutz des EU-Steuergeldes können nun wieder Milliarden Euro fließen.“

Piotr Serafin, EU-Kommissar für Haushalt

Aufschlüsselung der eingefrorenen Mittel

Die 4,2 Milliarden Euro an Kohäsionsmitteln entsprechen etwa 55 % der ungarischen Zuweisung im Rahmen des Kohäsionspolitik-Rahmens 2021–2027 und decken Verkehrsprojekte, kommunale Entwicklung und Umweltschutz ab. Der ursprüngliche Einfrieren wurde Ende 2022 im Rahmen des EU-Haushaltskonditionalitätsmechanismus verhängt, der ursprünglich über 6,3 Milliarden Euro während der Amtszeit des ehemaligen Ministerpräsidenten Viktor Orbán blockierte. Da Kohäsionsmittel innerhalb fester mehrjähriger Haushaltszyklen abgerufen werden müssen, verlor Ungarn aufgrund früherer Nichteinhaltung dauerhaft 2,1 Milliarden Euro, weitere 1,0 Milliarden Euro drohen Ende 2026 zu verfallen. Die vorgeschlagene Freigabe ist Teil eines umfassenderen Finanzpakets in Höhe von 16,4 Milliarden Euro, das zwischen Magyar und von der Leyen Ende Mai 2026 erörtert wurde.

Zusammensetzung des 16,4 Mrd. Euro schweren ungarischen EU-FinanzpaketsMrd. €
Aufbaufonds (Zuschüsse und Darlehen)
10 Mrd. €
Kohäsionsmittel zur Freigabe vorgeschlagen
4.2 Mrd. €
An akademische Freiheit gebundene Mittel
2.2 Mrd. €

Daten aus dem Artikeltext

Zeitplan für Aufbaumittel und endgültige Genehmigung

Über die Kohäsionszuweisungen hinaus umfasst das breitere Finanzpaket 10,0 Milliarden Euro aus dem Post-Pandemie-Aufbaufonds, bestehend aus 6,5 Milliarden Euro an direkten Zuschüssen und 3,5 Milliarden Euro an Darlehen, sowie 2,2 Milliarden Euro, die an Benchmarks für akademische Freiheit gebunden sind. Die Freigabe der Aufbaumittel erfordert die Erfüllung von 27 spezifischen Super-Meilensteinen, die die 17 zentralen Antikorruptionsbedingungen enthalten. Die Europäische Kommission hat bis Ende November 2026 Zeit, ihre formelle Prüfung aller 27 Meilensteine abzuschließen, bevor sie eine Entscheidung über das Aufbaupaket trifft. Wenn die Mitgliedstaaten den aktuellen Kohäsionsvorschlag innerhalb der einmonatigen gesetzlichen Frist befürworten, werden die Auszahlungen und die Hochschulzugangsprogramme im letzten Quartal 2026 wieder aufgenommen.

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Quellen und Kontext

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