Gesundheit & Bildung · Brüssel und Rom

EU-Kommission beobachtet Italiens 30-Prozent-Obergrenze für ausländische Schüler im Unterricht

Brüssel erklärt, die EU-Verträge verbieten eine Diskriminierung aufgrund der Staatsangehörigkeit, während Bildungsminister Giuseppe Valditara sagt, die 30-Prozent-Obergrenze für ausländische Schüler mit erheblichen Schwierigkeiten mit der italienischen Sprache diskriminiere niemanden.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von HotNews.ro, Fanpage, ANSA.it und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Brüssel, Rom · Belgien, Italien
Wie es dazu kam
  1. 30.09.Dekretgesetz Nr. 170 ist auf den 30. September 2026 datiert
  2. 1.10.Dekretgesetz tritt in Kraft
  3. 3.11.Kommission erklärt in der Antwort auf eine PD-Anfrage, sie beobachte das Dekret

Antwort der Kommission auf eine Anfrage der PD

Am Dienstag, 3. November 2026, beantwortete die Exekutiv-Vizepräsidentin für soziale Rechte, Roxana Mînzatu, im Europäischen Parlament eine Anfrage der Partito Democratico (PD) zum italienischen Dekret über ausländische Schüler. Sie sagte, die Kommission verfolge den Gesetzgebungsprozess aufmerksam und erinnerte daran, dass die EU-Verträge eine Diskriminierung aus Gründen der Staatsangehörigkeit verbieten. Das Verbot umfasse die unmittelbare Diskriminierung, bei der eine Regel offen nach der Staatsangehörigkeit unterscheidet, wie auch die mittelbare Diskriminierung, bei der andere Kriterien zum selben Ergebnis führen. In ihrer Antwort verwies sie auf die gefestigte Rechtsprechung des Gerichtshofs, wonach sich jeder EU-Bürger nach Artikel 18 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union auf dieses Verbot berufen kann.

„Die EU-Verträge verbieten jede Form der Diskriminierung aufgrund der Staatsangehörigkeit, ob unmittelbar oder mittelbar.“

Roxana Mînzatu, Exekutiv-Vizepräsidentin

Mînzatu fügte hinzu, dass eine Diskriminierung aus Gründen der Staatsangehörigkeit nach EU-Recht nur zulässig ist, wenn eine Ausnahmeregelung des Vertrags greift, etwa öffentliche Ordnung, öffentliche Sicherheit oder öffentliche Gesundheit. Diese Ausnahmen müssten eng ausgelegt werden, sagte sie. Sie wies zudem darauf hin, dass das Dekretgesetz noch vom Parlament in ein Gesetz umgewandelt werden muss und dass die Kommission diesen Prozess aufmerksam verfolgen werde.

Was das Dekret vorsieht

Die Maßnahme findet sich im Dekretgesetz vom 30. September 2026, Nr. 170, das am 1. Oktober in Kraft getreten ist. Es legt eine Obergrenze von 30 Prozent für die Zahl ausländischer Schüler mit erheblichen Schwierigkeiten mit der italienischen Sprache in italienischen Schulklassen fest. Das Dekret wurde von Bildungs- und Verdienstminister Giuseppe Valditara vorangetrieben, der sagt, es richte sich an Schüler, die die Sprache nicht beherrschen, und schaffe daher keine Diskriminierung. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni nannte die Obergrenze eine der „Maßnahmen des gesunden Menschenverstands“ in dem Dekret, und sie argumentierte, sie verhindere die Bildung von „Ghetto-Klassen“ und sichere gleiche Chancen für alle Schüler.

Reaktionen von Regierung und Opposition

Valditara wies den Diskriminierungsvorwurf in einer Antwort an Brüssel zurück, und seine Antwort war knapp.

„Das Problem existiert nicht. Die Regierung macht ohne Zögern weiter.“

Giuseppe Valditara, Italienischer Minister für Bildung und Verdienste

Valditara argumentierte zudem, Bildung sei keine ausschließliche Zuständigkeit der EU, wie internationale Berichte zeigten. Er sagte, in den meisten europäischen Ländern würden neu ankommende ausländische Schüler sogar in getrennten Klassen unterrichtet. Nicola Zingaretti, Leiter der PD-Delegation im Europäischen Parlament, las die Antwort der Kommission als Rüge für die Regierung. Er sagte, das Dekret stehe sowohl außerhalb des gesunden Menschenverstands als auch außerhalb der europäischen Verträge.

„Wir fordern Ministerpräsidentin Meloni auf, das Dekret zurückzuziehen, bevor Europa es ihr aufzwingt.“

Nicola Zingaretti, Leiter

Zingaretti sagte, italienische Schulen bräuchten Lehrkräfte für Italienisch als Zweitsprache, Kulturmittler, kleinere Klassen, Ganztagsunterricht und Maßnahmen gegen den Schulabbruch. Er behauptete, die Regierung streiche im neuen Haushaltsgesetz Tausende Lehrerstellen und suche stattdessen einen Feind. Er sagte außerdem, seine Delegation werde jeden Schritt gemeinsam mit der Kommission weiterverfolgen.

Wie es weitergeht

Das Dekret muss noch vom Parlament in ein Gesetz umgewandelt werden, und keine der Quellen nennt einen Termin für diese Abstimmung. Die Kommission erklärt, sie werde die Entwicklung während der Debatte über den Text aufmerksam verfolgen. Valditara sagt, die Regierung mache ohne Zögern weiter, während Zingaretti das Dekret zurückziehen will, bevor Europa die Sache erzwingt. Die PD kündigt an, jeden Schritt mit der Kommission weiter zu verfolgen.

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Quellen und Kontext

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