Sicherheit · Ariccia, Velletri und Crotone
Italienische Staatsanwälte untersuchen Telefonaufzeichnungen von Denise Cosco auf Kontakt zum Vater
Die Staatsanwaltschaft in Velletri analysiert digitale Geräte, um festzustellen, ob Denise Cosco vor ihrem Tod am 10. September 2026 in Ariccia wieder Kontakt zu ihrem Vater Carlo Cosco aufgenommen hat.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Il Fatto Quotidiano, Rai news, Adnkronos und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Staatsanwaltschaft Velletri leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Anstiftung zum Selbstmord gegen Unbekannt ein und beschlagnahmte das Telefon und die E-Mail von Denise Cosco nach ihrem Tod am 10. September 2026 in Ariccia.
Coscos Partner sagte den Ermittlern, sie habe wieder Kontakt zu ihrem Vater Carlo Cosco aufgenommen, der in Asti eine lebenslange Haftstrafe für den Mord an Lea Garofalo am 24. November 2009 verbüßt.
Cosco sagte gegen das kriminelle Netzwerk ihres Vaters aus, lebte bis 2018 im Zeugenschutz und arbeitete im Justizministerium, bevor sie das Sorgerecht für ihr vierjähriges Kind verlor.
- 10.09.Denise Cosco stirbt nach Sturz aus ihrer Wohnung im dritten Stock in Ariccia
- 12.09.Staatsanwälte in Velletri erteilen nach Autopsie Freigabe zur Bestattung
- 21.09.Die Diözese Crotone hält einen Gedenkgottesdienst in Kalabrien
Untersuchung von Telefonaufzeichnungen und Kommunikation
Die Staatsanwaltschaft in Velletri analysiert das Mobiltelefon und das E-Mail-Konto von Denise Cosco nach ihrem Tod am 10. September 2026 in Ariccia bei Rom. Die 31- oder 35-Jährige, je nach Quellenangabe, starb nach einem Sturz vom Balkon im dritten Stock ihrer Wohnung, ohne einen Abschiedsbrief oder eine Nachricht zu hinterlassen. Chefstaatsanwalt Carlo Villani und Staatsanwalt Domenico Vicario eröffneten ein Verfahren wegen möglicher Anstiftung zum Selbstmord gegen Unbekannt. Die Carabinieri der Ermittlungseinheit Frascati prüfen, ob Cosco in ihren letzten Monaten wieder Kontakt zu ihrem Vater Carlo Cosco aufgenommen hat. Der ältere Cosco befindet sich im normalen Strafvollzug in Asti, wo er eine lebenslange Haftstrafe für den Mord an ihrer Mutter Lea Garofalo im Jahr 2009 verbüßt. Ihr Partner sagte den Ermittlern bei Vernehmungen, dass sie die Kommunikation mit ihrem Vater wieder aufgenommen habe, was die Behörden veranlasste zu prüfen, ob der verurteilte 'Ndrangheta-Mann psychischen Druck auf sie ausgeübt hat. Die Ergebnisse der digitalen Analyse sollen in den kommenden Wochen vorgelegt werden.
Hintergrund und persönliche Umstände
Denise Cosco war eine zentrale Figur in den Gerichtsverfahren nach dem Mord an Lea Garofalo, einer Anti-Mafia-Zeugin, die am 24. November 2009 unter Vorspiegelung falscher Tatsachen nach Mailand gelockt, getötet und bei Monza verbrannt wurde. Denise löste sich vom kriminellen Netzwerk, sagte vor Gericht gegen ihren Vater und seine Komplizen aus und erwirkte lebenslange Haftstrafen gegen sie. 2013 nahm sie an der öffentlichen Trauerfeier für ihre Mutter teil, die vom Palazzo Marino in Mailand organisiert wurde, und beobachtete sie hinter einem Fenster, während sie über einen Lautsprecher sprach. Sie blieb bis 2018 im polizeilichen Zeugenschutzprogramm, erhielt später eine neue Identität und eine Anstellung im Justizministerium. In den letzten Jahren hatte Cosco persönliche Schwierigkeiten und Substanzabhängigkeiten. Das Jugendgericht übertrug daraufhin das Sorgerecht für ihr vierjähriges Kind den Großeltern väterlicherseits. Nach einer Autopsie, die Selbstmord bestätigte, genehmigten die Staatsanwälte ihre Beerdigung am 12. September 2026, doch ihr Körper verblieb elf Tage im Leichenschauhaus, bis die Beerdigungsvorbereitungen von ihrer Tante Marisa Garofalo in Kalabrien getroffen wurden.
Gedenkfeier in Crotone
Am 21. September 2026 veranstaltete die Diözese Crotone in Kalabrien eine religiöse Gedenkfeier zum Gedenken an Denise Cosco. Don Luigi Ciotti, Gründer der Anti-Mafia-Vereinigung Libera, wandte sich an die Teilnehmer der Zeremonie und bezeichnete den Tod als Folge eines anhaltenden Traumas.
„Es könnte heute andere Denises geben, die es nicht mehr schaffen, weil es eine aufgeschobene Mafia-Gewalt gibt, die jahrelang unter der Oberfläche wirkt, wie Gift in die Seele einsickert.“
Ciotti erklärte, dass die staatlichen Institutionen zwar Schutz boten, die Isolation jedoch eine anhaltende Schwierigkeit für überlebende Zeugen blieb.
„Wir können von Gerechtigkeitszeugen nicht verlangen, ihr Leben für das Gemeinwohl zu opfern, und sie dann allein mit ihren Geistern lassen, die sie oft krank machen.“
Die Vorsitzende der parlamentarischen Anti-Mafia-Kommission, Chiara Colosimo, und die Unterstaatssekretärin des Innern, Wanda Ferro, nahmen an der Feier teil. Colosimo wandte sich an die Gemeinde zur staatlichen Verantwortung.
„Der Staat war in Denises Geschichte präsent, aber einige Wunden, die ihr 'Ndrangheta-Vater zugefügt hatte, wurden nicht geheilt. Diese Geschichte muss jedoch eine Spur in diesem Land hinterlassen.“
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Il Fatto QuotidianoDenise Cosco, indagini sui contatti col padre Carlo
- Rai newsLa morte di Denise Cosco, verifiche della procura su eventuali contatti con il padre
- AdnkronosMorte Denise Cosco: dall'analisi dei telefoni attese risposte su eventuali contatti col padre
- il Giornale.itDenise Cosco, la procura indaga per istigazione al suicidio, intanto la salma è ferma in obitorio da 11 giorni
- Lea Garofalo
- Anti-Mafia-Zeugin, 2009 von Mitgliedern der 'Ndrangheta ermordet
- Luigi Ciotti
- Priester und Gründer der italienischen Anti-Mafia-Organisation Libera
- Chiara Colosimo
- Vorsitzende der italienischen parlamentarischen Anti-Mafia-Kommission
- Carlo Villani
- Chefstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Velletri, der die Ermittlungen leitet
- Wanda Ferro
- Italienische Unterstaatssekretärin des Innern, anwesend bei der Gedenkfeier in Crotone
- Orte
- Crotone
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