Sicherheit · Mazara del Vallo und Mailand

Denise Pipitone wäre 26 geworden – ihre Mutter erneuert ihre Bitte um Antworten

Piera Maggio gedachte des 26. Geburtstags ihrer Tochter mit einer Botschaft in den sozialen Medien, während am 26. Oktober eine vierteilige Sky-Doku-Serie über das Verschwinden im Jahr 2004 Premiere feiert.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Il Fatto Quotidiano, Il Messaggero, Adnkronos und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Mazara del Vallo, Mailand · Italien
Wie es dazu kam
  1. 18.01.Halbschwester wird von einem Ermittlungsrichter in Marsala zur Hauptverhandlung zugelassen
  2. Dezember 2013Verfahren gegen Anna Corona von einem Richter in Marsala eingestellt
  3. 12.05.Anwalt erklärt, er habe einen anonymen Brief mit wichtigen Informationen erhalten

Eine Geburtstagsbotschaft im Netz

Denise Pipitone wäre am 26. Oktober 26 Jahre alt geworden. Ihre Mutter Piera Maggio nutzte den Tag für eine Botschaft in den sozialen Medien, in der sie die Hoffnung äußerte, dass die beiden bald wieder vereint sein werden:

„Wo immer du bist, Denise, möge bald der Tag kommen, an dem wir dich endlich wieder in die Arme schließen können.“

Piera Maggio, Mutter von Denise Pipitone

In dem Beitrag kommt auch die Hoffnung der Familie zum Ausdruck, dass Denise eines Tages ihren nächsten Geburtstag zu Hause feiern kann, mit ihrer Mutter, ihrem Vater und ihren Angehörigen. Denise war fast vier Jahre alt, als sie am 1. September 2004 in Mazara del Vallo in der Provinz Trapani verschwand. Auch Bürgermeister Salvatore Quinci schrieb über sie: Die Stadt betrachte sie inzwischen als Tochter aller, und die Wunde, die ihr Fehlen hinterlassen habe, sei nie verheilt. Er schloss mit dem Satz, die Stadt werde sie nicht vergessen:

„Mazara del Vallo vergisst Denise nicht.“

Salvatore Quinci, Bürgermeister von Mazara del Vallo

Ein Interview bei Verissimo

Am 25. Oktober war Maggio zu Gast bei Verissimo, der von Silvia Toffanin moderierten Sendung auf Canale 5, wo sie das Ergebnis des Falls mit der Art und Weise verknüpfte, wie die ersten Ermittlungen geführt wurden. Sie sagte:

„Wenn bestimmte Dinge auf eine bestimmte Weise getan worden wären, stünde ich heute nicht hier und würde nach Denise suchen, sondern hätte sie in meinen Armen.“

Piera Maggio, Mutter von Denise Pipitone

Sie fügte hinzu, einige entscheidende Elemente, die nötig wären, um die Verantwortlichen zu identifizieren, ließen sich nicht mehr gewinnen, während andere noch ans Licht kämen. Maggio sagte, die Familie erhalte viele Hinweise und prüfe jeden einzelnen, und man senke die Wachsamkeit nie. Sie beschrieb ihre Tage als ungleich: an manchen fühle sie sich, als könne sie Berge versetzen, an anderen wolle sie nicht aus dem Bett steigen.

Drohungen und der Prozess

Maggio sagte, vor der Entführung habe die Familie Drohungen und Repressalien erlebt, die dokumentiert seien und den Ermittlern gemeldet worden seien. Sie sagte, die Reifen ihres Autos seien aufgeschlitzt worden, sie sei verfolgt worden, und Menschen seien 20- oder 30-mal am Tag unter ihrem Haus vorbeigegangen. Sie habe aus Liebe zu Denises leiblichem Vater keine Anzeige erstattet, und das sei das Einzige, was sie bereue.

Die damals 17 Jahre alte Halbschwester von Denise musste sich wegen der Entführung vor Gericht verantworten und wurde aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Ein Ermittlungsrichter in Marsala ließ den Fall am 18. Januar 2010 zur Hauptverhandlung zu, und der Freispruch wurde vor dem Kassationsgerichtshof rechtskräftig. Maggio sagte, das Gericht habe ein Motiv der Eifersucht ihr gegenüber anerkannt. Das Verfahren gegen Anna Corona, die Mutter der Halbschwester, wurde im Dezember 2013 von einem Richter in Marsala eingestellt.

Die Doku-Serie und eine Sichtung in Mailand

Die vierteilige Doku-Serie Troviamo Denise, produziert von Sky und Hearst mit OnePodcast Studios und geleitet von dem Journalisten Marco Maisano, feiert am 26. Oktober um 21:15 Uhr auf Sky Crime und Sky Documentaries Premiere und ist auf Now im Streaming zu sehen. Maisano sagte gegenüber ANSA, er halte es für unwahrscheinlich, wenn nicht für unmöglich, dass am Tattag niemand etwas gesehen habe, und beschrieb Mazara del Vallo als eine Stadt mit etwa 50.000 Einwohnern, in der Denise in einer Randstraße in einem Marktviertel verschwand.

Die Serie enthält Zeugenaussagen und ein Interview mit Anna Corona, das Maisano als echte Konfrontation bezeichnet. Er verweist zudem auf eine Sichtung in Mailand, wo ein Sicherheitsmann wenige Wochen nach dem Verschwinden ein Mädchen gesehen haben will, bei dem es sich um Denise gehandelt haben könnte, und sagt, einige Aspekte des Falls seien nicht ausreichend untersucht worden.

Die Suche geht weiter

Das erneute Medieninteresse führte 2021 zur Wiederaufnahme der Ermittlungen. Am 12. Mai 2021 sagte der Anwalt Giacomo Frazzitta in der Sendung Chi l'ha visto?, er habe einen anonymen Brief mit wichtigen Informationen erhalten, und bat den Verfasser, sich zu melden, wobei er Schutz zusagte.

Maggio schilderte zudem einen Diebstahl Anfang September, kurz nach dem Jahrestag der Entführung. Vor dem Haus der Familie seien Wertstofftonnen entwendet worden, und Überwachungsaufnahmen zeigten ein Auto mit zwei Männern, die anhielten, um sie mitzunehmen. Die Tonnen seien später dort gefunden worden, wo Denise verschleppt wurde, und Maggio sagte, die Familie wisse, auf wen das Auto zugelassen sei, und habe Anzeige erstattet. Sie befürchte, der Diebstahl habe darauf gezielt, sensibles Material der Familie zu entwenden.

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