Kunst & Bücher · Barcelona, Buenos Aires und Tasmanien
Mariana Enríquez' Essay Conversación con la oscuridad liest Horror als Linse auf moderne Ängste
Die argentinische Schriftstellerin Mariana Enríquez hat Conversación con la oscuridad veröffentlicht, einen Essay über Gothic- und Horrorliteratur, und tourt durch Spanien, um ihn vorzustellen – beginnend in Barcelona.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von EL PAÍS, La Razón, EL MUNDO und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Das bei Páginas de Espuma erschienene Buch ist in fünf Blöcke gegliedert – Raum, Zeit, Subjektivität, Körper und Trauma – und entstand mit Inti Soledad Bustos und Juan Casamayor.
Enríquez setzt Frankensteins Kreatur mit HAL aus 2001 gleich und deutet Vampire als wandelbares Symbol – von der AIDS-Pandemie bis zur Konsummacht Jugendlicher.
Enríquez argumentiert, die wirkmächtigsten argentinischen Horrorgeschichten sprächen aus, was politisches Zeugnis nicht sagen könne – ein Erbe, das El Periódico mit den Diktaturjahren verbindet.

Ein Buch aus jahrelangen Vorträgen
Conversación con la oscuridad, erschienen bei Páginas de Espuma, versammelt Enríquez' Überlegungen, Meinungen und Wissen über Horror- und Gothicliteratur. Laut El País entstand der Band aus Kursen, Vorträgen und Interviews und wurde mit Hilfe der Wissenschaftlerin Inti Soledad Bustos und des Lektors Juan Casamayor geformt. Er ist in fünf Blöcke gegliedert: Raum, Zeit, Subjektivität, Körper und Trauma. Enríquez, die auch Journalistin ist, beschreibt das Buch als einen Ankunftspunkt, nicht als Wandel ihrer Ansichten. El Periódico berichtet, die Idee stamme von Bustos, die befürchtet habe, die von Enríquez gehaltenen Vorträge könnten verloren gehen.
Monster, die sich mit jeder Epoche wandeln
Enríquez argumentiert, dass klassische Monster nie zweimal dieselbe Bedeutung tragen. La Razón berichtet von ihrer Auffassung, Frankensteins Kreatur, ein Monster der Technologie, sei zur künstlichen Intelligenz von 2001 geworden, einer Maschine, die sich gegen ihre Schöpfer wendet. El Mundo zitiert sie mit den Worten, jede Generation biege diese Monster zurecht, damit sie zu ihren eigenen Ängsten passten.
„Klassische Monster und die Archetypen des Genres ändern ihre Bedeutung mit jeder Epoche.“
Der Vampir hat denselben Weg genommen. In ihrer Darstellung trug die Figur während der AIDS-Pandemie eine neue Bedeutung und verweist nun auf die Konsummacht Jugendlicher. Die Schlagzeile von El Mundo stilisiert Tech-Milliardäre, die vom ewigen Leben träumen, zu den Vampiren der Gegenwart – ein Vergleich, den auch El Periódico in seiner eigenen Deutung des Silicon Valley zieht.
Diktatur und die Geister, die sie hinterließ
Enríquez verbindet den Horror im argentinischen Schreiben mit dem Trauma der Diktaturen. El Periódico zitiert ihren Essay darüber, was die Horrorgeschichten des Landes so wirkmächtig macht.
„Die wirkmächtigsten argentinischen Horrorgeschichten sind jene, die andeutungsweise sagen, was politisches Zeugnis nicht direkt sagen kann.“
La Razón berichtet von ihrer Auffassung, soziale Traumata verwandelten sich stets in Geister, während sie sich dagegen wehrt, Horror auf eine Metapher für die Gesellschaft zu reduzieren. ABC erzählt von ihrer Kindheit in Lanús, einem Industrievorort von Buenos Aires, wo Familien selbst für eine Geburtstagsfeier die Polizei um Erlaubnis bitten mussten. Sie beschreibt ihre Eltern in jener Zeit als paranoid und sagt, sie habe deren Wirkung auf sich erst später, im Rückblick, verstanden.
Tournee und Netflix-Adaption
Enríquez, die vor einem Jahr mit ihrem Mann nach Tasmanien gezogen ist, ist auf einer Tournee, die laut El Periódico acht öffentliche Auftritte umfasst, der erste am Montag in Barcelona. Dasselbe Blatt vermerkt, sie habe mehr als 5.000 Bücher aus Argentinien in ihr neues Zuhause verschifft. Ihr Werk erreicht auch die Bildschirme – mit Mis muertos tristes, einer Netflix-Miniserie, die der chilenische Regisseur Pablo Larraín nach drei ihrer Erzählungen adaptierte. Enríquez sagte, es gefalle ihr, dass die Serie vier Frauen zeigt, die über 50 sind und auch so aussehen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- EL PAÍSMariana Enriquez, Schriftstellerin: „Der Vampir isst heute Datteln und die Hexe benutzt Serum“Mariana Enriquez, escritora: "El vampiro hoy come dátiles y la bruja está con el sérum · Original auf Spanisch
- La RazónDiktaturen sind Erzeuger von GeisternLas dictaduras son generadoras de fantasmas · Original auf Spanisch
- EL MUNDOMariana Enriquez' Horror-Bibel: „Die Tech-Milliardäre, die von der Fantasie träumen, ewig zu leben, sind die zeitgenössischen Vampire“La Biblia del terror de Mariana Enriquez: "Los multimillonarios tecnológicos que sueñan la fantasía de vivir para siempre son los vampiros contemporáneos" · Original auf Spanisch
- ABC TU DIARIO EN ESPAÑOLMariana Enríquez, die Meisterin des Horrors: „Seit ich nach Tasmanien gezogen bin, kostet es viel Geld, mich hier wegzubekommen“Mariana Enríquez, la maestra del terror: "Desde que me mudé a Tasmania cuesta mucho dinero sacarme de aquí" · Original auf Spanisch
- Mariana Enríquez
- Argentinische Schriftstellerin und Journalistin, Autorin des Essays Conversación con la oscuridad
- Stephen King
- Romancier, auf dessen Unterscheidung zwischen Terror und Horror Enríquez zurückgreift
- Pablo Larraín
- Chilenischer Regisseur, der drei Erzählungen von Enríquez für die Netflix-Miniserie Mis muertos tristes adaptierte
- Orte
- Barcelona, Spanien, Buenos Aires
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