Kunst & Bücher · Barcelona, Buenos Aires und Tasmanien

Mariana Enríquez' Essay Conversación con la oscuridad liest Horror als Linse auf moderne Ängste

Die argentinische Schriftstellerin Mariana Enríquez hat Conversación con la oscuridad veröffentlicht, einen Essay über Gothic- und Horrorliteratur, und tourt durch Spanien, um ihn vorzustellen – beginnend in Barcelona.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von EL PAÍS, La Razón, EL MUNDO und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Foto: Ministerio de Cultura de la Nación, CC BY-SA 2.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt)

Ein Buch aus jahrelangen Vorträgen

Conversación con la oscuridad, erschienen bei Páginas de Espuma, versammelt Enríquez' Überlegungen, Meinungen und Wissen über Horror- und Gothicliteratur. Laut El País entstand der Band aus Kursen, Vorträgen und Interviews und wurde mit Hilfe der Wissenschaftlerin Inti Soledad Bustos und des Lektors Juan Casamayor geformt. Er ist in fünf Blöcke gegliedert: Raum, Zeit, Subjektivität, Körper und Trauma. Enríquez, die auch Journalistin ist, beschreibt das Buch als einen Ankunftspunkt, nicht als Wandel ihrer Ansichten. El Periódico berichtet, die Idee stamme von Bustos, die befürchtet habe, die von Enríquez gehaltenen Vorträge könnten verloren gehen.

Monster, die sich mit jeder Epoche wandeln

Enríquez argumentiert, dass klassische Monster nie zweimal dieselbe Bedeutung tragen. La Razón berichtet von ihrer Auffassung, Frankensteins Kreatur, ein Monster der Technologie, sei zur künstlichen Intelligenz von 2001 geworden, einer Maschine, die sich gegen ihre Schöpfer wendet. El Mundo zitiert sie mit den Worten, jede Generation biege diese Monster zurecht, damit sie zu ihren eigenen Ängsten passten.

„Klassische Monster und die Archetypen des Genres ändern ihre Bedeutung mit jeder Epoche.“

Mariana Enríquez, Argentinische Schriftstellerin und Journalistin

Der Vampir hat denselben Weg genommen. In ihrer Darstellung trug die Figur während der AIDS-Pandemie eine neue Bedeutung und verweist nun auf die Konsummacht Jugendlicher. Die Schlagzeile von El Mundo stilisiert Tech-Milliardäre, die vom ewigen Leben träumen, zu den Vampiren der Gegenwart – ein Vergleich, den auch El Periódico in seiner eigenen Deutung des Silicon Valley zieht.

Diktatur und die Geister, die sie hinterließ

Enríquez verbindet den Horror im argentinischen Schreiben mit dem Trauma der Diktaturen. El Periódico zitiert ihren Essay darüber, was die Horrorgeschichten des Landes so wirkmächtig macht.

„Die wirkmächtigsten argentinischen Horrorgeschichten sind jene, die andeutungsweise sagen, was politisches Zeugnis nicht direkt sagen kann.“

Mariana Enríquez, Argentinische Schriftstellerin und Journalistin

La Razón berichtet von ihrer Auffassung, soziale Traumata verwandelten sich stets in Geister, während sie sich dagegen wehrt, Horror auf eine Metapher für die Gesellschaft zu reduzieren. ABC erzählt von ihrer Kindheit in Lanús, einem Industrievorort von Buenos Aires, wo Familien selbst für eine Geburtstagsfeier die Polizei um Erlaubnis bitten mussten. Sie beschreibt ihre Eltern in jener Zeit als paranoid und sagt, sie habe deren Wirkung auf sich erst später, im Rückblick, verstanden.

Tournee und Netflix-Adaption

Enríquez, die vor einem Jahr mit ihrem Mann nach Tasmanien gezogen ist, ist auf einer Tournee, die laut El Periódico acht öffentliche Auftritte umfasst, der erste am Montag in Barcelona. Dasselbe Blatt vermerkt, sie habe mehr als 5.000 Bücher aus Argentinien in ihr neues Zuhause verschifft. Ihr Werk erreicht auch die Bildschirme – mit Mis muertos tristes, einer Netflix-Miniserie, die der chilenische Regisseur Pablo Larraín nach drei ihrer Erzählungen adaptierte. Enríquez sagte, es gefalle ihr, dass die Serie vier Frauen zeigt, die über 50 sind und auch so aussehen.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

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