Regierung · Lissabon und Porto

Portugal: Gebühren von Einwanderern sollen Integrationsplan und AIMA finanzieren, Genehmigung im November

Minister António Leitão Amaro sagte im Parlament, die von Ausländern gezahlten Gebühren seien die einzige Finanzierungsquelle für die Agentur AIMA, und der Nationale Integrationsplan werde bis Ende November genehmigt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von PÚBLICO, Observador, Correio da Manha und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Lissabon, Porto · Portugal
Wie es dazu kam
  1. 1.11.Die Polizei räumt die Camps am Rossio in Lissabon und auf der Praça D. João I in Porto und entfernt etwa 100 Zelte
  2. 3.11.Parlamentarische Anhörung zum Haushalt 2027; die Regierung kündigt an, der Integrationsplan werde noch in diesem Monat genehmigt
  3. Ende November 2026Frist für die Genehmigung des Nationalen Integrationsplans durch die Regierung

Einwanderung zahlt für Einwanderung

Der Minister für die Präsidentschaft, António Leitão Amaro, sagte am Dienstag, 3. November, im Parlament, die Regierung werde den Nationalen Integrationsplan für Einwanderer bis Ende November genehmigen. Der Plan werde durch Gebühren und andere Abgaben finanziert, die der Staat von Ausländern einzieht, und diese Gebühren seien zugleich die einzige Finanzierungsquelle für AIMA, die Agentur für Integration, Migration und Asyl. Die Ankündigung fiel in eine Anhörung im Ausschuss zum Haushaltsentwurf 2027. Staatssekretär Rui Armindo Freitas sagte, der Plan werde Kommunen, Unternehmen und Zivilgesellschaft einbeziehen und sich auch auf europäische Fonds für Einwanderung stützen.

Freitas beschrieb die Integration als Bedingung, die an die Niederlassung in Portugal geknüpft sei.

„Wer Portugal als Lebensort wählt, sollte unsere Sprache lernen, unsere Gesetze achten und wirklich zu unserer Gemeinschaft gehören wollen.“

Rui Armindo Freitas

Einige Maßnahmen laufen bereits, darunter mehr Sprach- und Kulturmittler an Schulen und mehr Mittel für Einwandererverbände. Der Plan war vor einem Jahr versprochen worden. In einem Interview mit Lusa im Oktober sagte Freitas, er solle nicht kleine Maßnahmen abdecken, sondern den ausländischen Bürger als jemanden behandeln, der bei seiner Ankunft einen Integrationsweg durchlaufen müsse, um eine Karriere in der portugiesischen Wirtschaft aufzubauen.

Chega und die Kosten der Einwanderung

Die Anhörung wurde von einem Streit zwischen der Regierung und Chega, der Partei von André Ventura, dominiert. Die Chega-Abgeordnete Cristina Rodrigues warf der Regierung vor, gegenüber Einwanderern „humanistischer“ zu sein als gegenüber portugiesischen Bürgern, und verwies auf Portugiesischkurse für Ausländer, die insgesamt 800.000 Euro kosteten. Sie argumentierte zudem, Ausländer sollten keine Wohnbeihilfe erhalten, und wer sie brauche, solle keinen Aufenthaltstitel haben. Leitão Amaro entgegnete, ihre Prämisse sei falsch, und die Maßnahmen kosteten mehr als 100 Millionen Euro, einschließlich der Verstärkung von AIMA.

„In diesem Haushalt zahlt die Einwanderung erstmals die Kosten für Dokumentation, Bearbeitung und Integration.“

António Leitão Amaro, Minister für

Der Minister wies auch Chegas Vorschlag zurück, Kindern von Ausländern in ihren ersten vier oder fünf Jahren in Portugal das Kindergeld zu verwehren. Es sei falsch, dass Einwanderer kämen, um die Sozialsysteme auszubeuten; bevor die neue einheitliche Sozialleistung existierte, hätten ausländische Bezieher der Mindesteinkommensleistung (RSI) einen Anteil gestellt, der „deutlich niedriger“ liege als am Gesamtanteil, unter 4 Prozent. Er versprach, sich weiter dagegen zu stellen, dass Kindern von Ausländern das Kindergeld gestrichen wird.

Polizei räumt die Camps der Wohnungsproteste

Seit dem 10. Oktober gibt es landesweit Proteste zum Wohnen. Die Demonstrierenden wollen das neue Mietrecht rückgängig machen, ein Ende von Abrissen und Räumungen ohne Ersatzwohnraum, Grenzen für Immobilienfonds beim Aufkauf von Wohnungen, mehr öffentlichen Wohnraum und die Rückführung leerstehender Gebäude in Wohnnutzung. Am Freitag, 30. Oktober, sagte Innenminister Luís Neves, er übernehme die politische Verantwortung für die Polizeieinsätze in den Camps in Lissabon und Porto, während die PSP volle technische, taktische und operative Autonomie habe.

„Die politische Verantwortung der Regierung in dieser Angelegenheit liegt absolut bei mir.“

Luís Neves, Innenminister

In den frühen Morgenstunden des Sonntags, 1. November, räumte die PSP erneut die Camps am Rossio in Lissabon und auf der Praça D. João I in Porto und entfernte etwa 100 Zelte. Der Einsatz endete mit Polizeiangriffen und geworfenen Gegenständen; mehr als zwanzig Menschen wurden unter Demonstranten und Beamten verletzt. Auf eine Frage des Bloco-de-Esquerda-Abgeordneten Fabian Figueiredo sagte Leitão Amaro, zwischen politischer und operativer Verantwortung liege ein himmelweiter Unterschied.

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