Wirtschaft · Lissabon

EDP hebt Gewinnprognose für 2026 an – Neunmonatsgewinn steigt um 22 %

Der portugiesische Energiekonzern EDP hat für Januar bis September einen Nettogewinn von 1.191 Millionen Euro ausgewiesen und erwartet für 2026 nun einen wiederkehrenden Gewinn von 1.400 bis 1.500 Millionen Euro. Zudem bewirbt das Unternehmen die Iberische Halbinsel als Standort für große Rechenzentren, mit geschätzten Investitionen von 4,1 Milliarden Euro bis 2030.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Diário de Notícias, Observador, Notícias ao Minuto und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Lissabon · Portugal

Neunmonatsergebnis

EDP hat in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 einen Nettogewinn von 1.191 Millionen Euro erzielt, 22 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Das geht aus einer Marktmitteilung an die CMVM hervor, die portugiesische Wertpapieraufsicht. Das ausgewiesene Nettoergebnis lag mit 1.194 Millionen Euro etwas höher, ein Plus von 25 % gegenüber dem Vorjahr. Das wiederkehrende EBITDA stieg um 11 % auf 4.166 Millionen Euro, getragen vom Wachstum in den Stromnetzen, der flexiblen Erzeugung und bei EDP Renewables. Das konsolidierte EBITDA kletterte im selben Zeitraum um 19 % auf 4.478 Millionen Euro. In Brasilien legte das EBITDA um 2 % zu, gestützt auf inflationsindexierte Verteilungserträge und einen günstigen Währungseffekt.

EDP: Gewinn und EBITDA in den ersten neun Monaten 2026Millionen Euro
Nettogewinn
1191 Millionen Euro
Ausgewiesenes Nettoergebnis
1194 Millionen Euro
Wiederkehrendes EBITDA
4166 Millionen Euro
Konsolidiertes EBITDA
4478 Millionen Euro

Daten aus dem Artikeltext

Angehobene Ziele für 2026

EDP hat seine Finanzprognose für 2026 zum dritten Mal in diesem Jahr angehoben, nach den Ergebnissen des ersten Quartals und des Halbjahres, wie Vorstandschef Miguel Stilwell de Andrade in einer Telefonkonferenz mit Analysten sagte. Das neue Ziel ist ein wiederkehrender Nettogewinn von 1.400 bis 1.500 Millionen Euro und ein wiederkehrendes EBITDA von 5.400 Millionen Euro. Die früheren Ziele, die beim Capital Markets Day im November 2025 gesetzt wurden, sahen 1.200 bis 1.300 Millionen Euro Nettogewinn und 4.900 bis 5.000 Millionen Euro EBITDA vor. Das Unternehmen beziffert die Anhebung der Gesamtprognose auf 16 % über diesen früheren Werten. Observador berichtet, das Management erwarte nun einen Rekordjahresgewinn in der Spanne von 1.400 bis 1.500 Millionen Euro.

Rechenzentren und der iberische Standort

EDP will künftige Rechenzentren in Portugal und Spanien mit Strom versorgen und sieht sich für diese Rolle gut aufgestellt. Das Unternehmen bezeichnet die Iberische Halbinsel als wettbewerbsfähigen Standort, um große Investitionen in Rechenzentren anzuziehen, und erklärt, bereit zu sein, das Wachstum der Energienachfrage zu unterstützen. Die installierte Leistung soll um 5,5 GW steigen; dafür fordert das Unternehmen schnellere und einfachere Genehmigungsverfahren. Für 2027 erwartet EDP einen höheren Verbrauch durch Galp (100 MW aus Projekten der Raffinerie Sines), die Rechenzentren von Merlin (80 MW) und Start Campus (180 MW). Die Nachfrage soll 2026 um 3,4 % wachsen, stärker als in Spanien und deutlich über dem EU-Durchschnitt, gestützt auch auf Elektrofahrzeuge, die im September 59 % der Neuzulassungen ausmachten.

Wechsel an der Spitze

Das Unternehmen hatte vorab angekündigt, dass Miguel Stilwell de Andrade sein Amt als Vorstandschef mit dem Ende seiner Amtszeit aufgibt. Dennoch stellte er die Ergebnisse und den Ausblick vor. Laut Observador bezeichnete er die aktuelle Marktlage als perfekt für Verbraucher und Stromunternehmen. Endkunden zahlen 37 Euro pro MWh, deutlich unter dem EU-Durchschnitt, und die Systemschuld, die einst mehr als 5.000 Millionen Euro betrug, soll bis 2028 vollständig getilgt sein. Er verwies zudem auf Engpässe bei der Genehmigung erneuerbarer Kapazitäten, die angesichts der steigenden Nachfrage schneller vorangehen müsse.

Bilanz und Belegschaft

Die Nettoverschuldung belief sich auf 16,8 Milliarden Euro, ein Anstieg um 9 % gegenüber dem vierten Quartal 2025, den das Unternehmen auf das Investitionsprogramm, die organische Cash-Generierung und einen stärkeren brasilianischen Real gegenüber dem Euro zurückführt. Erlöse aus dem Verkauf von Vermögenswerten, die sich auf das dritte Quartal 2026 konzentrierten, und die im zweiten Quartal gezahlte Jahresdividende von 848 Millionen Euro glichen diesen Anstieg teilweise aus. Die installierte Leistung stieg im Jahresvergleich um 2 % auf 32,8 GW. Ende September beschäftigte EDP 11.609 Mitarbeiter, 4 % weniger als die 12.040 ein Jahr zuvor.

Mitarbeiter von EDP Ende September
Ende September 2025
12040
Ende September 2026
11609

Daten aus dem Artikeltext

Observador weist darauf hin, dass der Regenmangel der vergangenen Monate bereits die Wasserkraftproduktion beeinträchtigt, obwohl die Wasserverfügbarkeit in diesem Jahr über dem Durchschnitt lag.

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