Sicherheit · Mailand

Mailänder Richterin, die Youssef Siher freiließ, sieht sich sexistischen Drohungen ausgesetzt – Tribunal beantragt Prüfung des Schutzes

Der Präsident des Mailänder Tribunals hat Präfekt und Polizeichef gebeten zu prüfen, ob die Richterin Tiziana Landoni Schutz benötigt, nachdem im Netz sexistische Beleidigungen und Drohungen wegen ihrer Entscheidung im Fall Youssef Siher aufgetaucht sind.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Open, Rai news, Fanpage und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Mailand · Italien
Wie es dazu kam
  1. 17.10.Ausschreitungen in Mailand, erster der beiden in Berichten genannten Tage der Unruhen
  2. 18.10.Zweiter Tag der Ausschreitungen in Mailand
  3. 29.10.Die Leitung des Tribunals beginnt mit der Überwachung von Drohungen gegen die Richterin in sozialen Netzwerken
  4. 30.10.Die ANM Mailand verurteilt die Angriffe, und der Tribunalpräsident beantragt eine Prüfung des Schutzes

Die Entscheidung, die die Welle der Empörung auslöste

Tiziana Landoni, Ermittlungsrichterin (gip) in Mailand, lehnte es ab, die Festnahme von Youssef Siher zu bestätigen, einem 30-Jährigen, dem vorgeworfen wird, Kopf hinter Social-Media-Kanälen zu sein, die mit der Bewegung des 17. Oktober in Verbindung stehen. Berichte vom 30. Oktober besagen, dass sie ihn zwei Tage zuvor freiließ. Der Festnahme waren Ausschreitungen in Mailand am 17. und 18. Oktober vorausgegangen. Seit ihrer Entscheidung verbreiten sich in sozialen Netzwerken und auf Websites Beleidigungen und Drohungen gegen die Richterin, verbunden mit sexistischer Sprache und ihrem Bild. Die Mailänder Sektion der Associazione Nazionale Magistrati (ANM) verurteilte die Angriffe am 30. Oktober öffentlich.

Drohungen, sexistische Kommentare und ein KI-Bild

Laut der ANM gehören zu den gemeldeten Beiträgen einer, der hofft, die Richterin habe bereits Polizeischutz, sowie weitere, die auf Umschläge mit Kugeln anspielen. Bereits vor den Berichten vom 30. Oktober kursierte auf einigen Plattformen ein mit künstlicher Intelligenz erzeugtes Bild der Richterin, das mit Beleidigungen versehen war. Die ANM erklärt, das Bild mehrerer Magistraten – sowohl Staatsanwälte als auch Richter – sei mit Kommentaren derselben Art veröffentlicht worden. Auch Staatsanwältin Francesca Crupi, die auf einem Foto mit der Richterin verwechselt wurde, gehört zu den Angegriffenen. Der Verband erklärte, er sei besonders besorgt über diese persönlichen Angriffe, die nach seinen Worten die Würde von Frauen treffen, die öffentliche Ämter bekleiden.

In ihrer Erklärung wandte sich die Mailänder Sektion der ANM wie folgt an ihre Kolleginnen und Kollegen:

„Der Verband drückt seinen Kolleginnen und Kollegen seine vollständige und uneingeschränkte Solidarität aus und verurteilt jede Form persönlicher Aggression, die über legitime Kritik hinausgeht.“

Associazione Nazionale Magistrati, Sektion Mailand

Tribunal bittet Präfekt und Polizeichef um Einschätzung des Schutzes

Tribunalpräsident Fabio Roia richtete ein dringendes Schreiben an den Präfekten und den Polizeichef (Questore) von Mailand. Er bat sie zu prüfen, ob Landoni einer Gefahr ausgesetzt ist, die Schutzmaßnahmen erfordert, und wenn ja, welcher. Kopien gingen an Staatsanwalt Marcello Viola und Generalstaatsanwältin Francesca Nanni. Dem Schreiben liegen Screenshots von Beiträgen und Kommentaren bei, die in mindestens zwei Fällen ausdrückliche Drohungen enthalten und durch eine Überwachung gesammelt wurden, die die Leitung des Tribunals am 29. Oktober begonnen hat. Beim Tribunal eingesetzte Carabinieri prüfen Chats und Internetbeiträge und haben bereits eine Reihe von Drohformulierungen identifiziert. Diese Erkenntnisse sollen an die Präfektur gehen, die darüber entscheidet, ob der Richterin Schutzinstrumente gewährt werden.

Protest in Mailand und ein separater Pressebeitrag

Bei einem von der Gewerkschaft USB organisierten Marsch in Mailand gegen Lebenshaltungskosten und Aufrüstung trugen Menschen Schilder zur Unterstützung Sihers, dem vorgeworfen wird, die Gruppe des 17. Oktober angeführt zu haben. Auf einem Schild stand eine Formulierung, die gegen ihn ins Feld geführt wird, während Stimmen aus den Megafonen sagten, er sei zu Unrecht beschuldigt worden. In einem separaten, am 30. Oktober veröffentlichten Beitrag zählte Il Giornale Landoni zu den Unterzeichnern eines pro-palästinensischen Aufrufs, den Magistraten im September 2025 unterzeichnet hatten. Der Artikel beschreibt die Unterzeichner als Meloni-Gegner und nennt weitere Richter, darunter Ida Teresi, Staatsanwältin in Neapel und Vorsitzende des ANM-Vorstands. Die übrigen Berichte beschreiben noch keine Entscheidung über Schutzmaßnahmen, sodass die Frage weiterhin bei der Präfektur und der Leitung des Tribunals liegt.

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