
Rumänien löst RO-Alert in Tulcea aus: Russische Drohnen schlagen nahe der Donaugrenze ein, italienische Eurofighter starten
In der Nacht zum 14. Juni wurde für den Norden des Kreises Tulcea eine RO-Alert-Warnung vor möglichen herabfallenden Gegenständen ausgegeben, nachdem Russland Drohnenangriffe auf die ukrainische Infrastruktur nahe der rumänischen Flussgrenze gestartet hatte.
Was geschah
Kurz nach Mitternacht am 14. Juni versandte die Generalinspektion für Notfallsituationen (IGSU) eine RO-Alert-Nachricht auf die Telefone im Norden des Kreises Tulcea. Darin wurde gewarnt, dass Gegenstände aus dem Luftraum fallen könnten. Der Alarm folgte auf eine neue Serie russischer Drohnenangriffe auf zivile und infrastrukturelle Ziele in der Ukraine in der Nähe der Donaugrenze zu Rumänien. Das Nationale Militärische Führungskommando informierte die IGSU, und die Warnung wurde um 00:02 Uhr ausgelöst. Zwei italienische Eurofighter Typhoon-Jets, die bereits im NATO-Luftpolizeidienst auf der Basis 57 Mihail Kogălniceanu stationiert waren, starteten um 00:10 Uhr, um eine Gruppe von Luftzielen zu überwachen, die sich etwa 12 km östlich von Vâlcove auf ukrainischem Territorium bewegten.
- RO-Alert-Nachricht an den Norden des Kreises Tulcea versandt
- Italienische Eurofighter Typhoon starten von der Basis 57 Mihail Kogălniceanu
- Luftalarm aufgehoben
- Eurofighter Typhoon landen auf der Basis 57
Reaktion und Überwachung
Während des gesamten Alarms wurden weder unbefugte Luftraumeindringungen noch Bodenkontakte auf rumänischem Hoheitsgebiet gemeldet. Der Luftalarm wurde um 01:11 Uhr aufgehoben, und die Eurofighter kehrten um 01:44 Uhr zur Basis zurück. Die Bewohner wurden aufgefordert, die offiziellen Anweisungen zu befolgen und den Notruf 112 zu wählen, falls sie gefährliche herabfallende Gegenstände entdecken.
Es wurden weder unbefugte Eindringlinge noch Bodenkontakte durch Luftfahrzeuge gemeldet.
Das Verteidigungsministerium fügte hinzu, dass es die alliierten Strukturen in Echtzeit über die Lage informiert und in ständigem Kontakt mit ihnen steht.
Wiederkehrende Grenzvorfälle
Der Alarm ist der jüngste einer Reihe von Vorfällen, die durch den Krieg in der Ukraine ausgelöst wurden. Laut Digi24 haben die rumänischen Behörden seit Beginn des Konflikts 47 Mal Drohnenfragmente auf dem Staatsgebiet identifiziert, allein im Jahr 2026 zwölf Mal. Ende Mai stürzte eine russische Geran-2-Drohne in einen Wohnblock in Galați, verursachte eine Explosion und einen Brand, bei dem zwei Menschen verletzt wurden. Dieser Vorfall löste einen RO-Alert in den Kreisen Brăila, Tulcea und Galați aus, und vom Luftwaffenstützpunkt Fetești aus wurden F-16-Kampfflugzeuge alarmiert, deren Piloten die Genehmigung zum Angriff auf Ziele hatten.
