
Griechische Polizei untersucht Verteilung diffamierender Flugblätter gegen eine Frau in Heraklion
Die Polizei auf Kreta untersucht die Verteilung von Umschlägen mit dem Namen, der Wohnadresse und Fotos einer Frau sowie sexistischen Bemerkungen, die auf Dutzenden Windschutzscheiben im Stadtteil Therissos in Heraklion hinterlassen wurden.
Verteilung gezielter Materialien in Therissos
Am Dienstag, dem 29. September 2026, ging eine Person mit zahlreichen verschlossenen Umschlägen eine Hauptstraße im Stadtteil Therissos in Heraklion auf Kreta entlang. Die Person bewegte sich systematisch von Fahrzeug zu Fahrzeug und legte die Umschläge direkt unter die Scheibenwischer Dutzender geparkter Autos. Die verteilten Päckchen enthielten gedruckte Flugblätter, die private personenbezogene Daten einer Anwohnerin offenlegten. In jedem Umschlag fanden die Empfänger Papiere mit dem vollständigen Namen und der genauen Wohnadresse des Opfers sowie gedruckte persönliche Fotografien. Begleitet wurden die enthüllten Identifikationsdaten von Notizen mit diffamierenden Beleidigungen, beleidigenden Anschuldigungen und herabwürdigender Sprache ausdrücklich sexistischer Art. Die verteilten Gegenstände verletzten die Privatsphäre des Opfers im öffentlichen Raum entlang der Hauptstraße.
Entdeckung durch Anwohner und Videoaufnahmen der Sicherheitskameras
Die Verbreitung wurde aufgedeckt, als ein Anwohner zu seinem geparkten Fahrzeug ging und einen der Umschläge unter dem Wischerblatt fand. Bei der Prüfung des Inhalts entdeckte der Anwohner die identifizierenden Informationen der betroffenen Frau, private Fotografien und beleidigende Kommentare. Um die Quelle des Materials zu ermitteln, untersuchte der Fahrzeughalter Aufnahmen seiner privaten Überwachungskameras, die die Straße überblicken. Die Aufzeichnungen zeigten einen Mann mit verdeckten Gesichtszügen, der die Straße entlangging und die Päckchen auf Fahrzeugen ablegte. Der Anwohner stellte fest, dass auch andere geparkte Autos identische Umschläge erhalten hatten, alarmierte umgehend die Strafverfolgungsbehörden und übergab das Überwachungsmaterial.
- Umschläge mit persönlichen Daten und Fotografien werden auf Windschutzscheiben in Therissos abgelegt.
- Ein Fahrzeughalter entdeckt das Material, sichtet die private Überwachungsaufnahme und verständigt die Polizei.
- Die Griechische Polizei nimmt die Aussage des Opfers auf und verfolgt zwei mutmaßliche Verteiler sowie eine angebliche Drahtzieherin.
Reaktion der Polizei und Aussage des Opfers
Nach der Meldung leiteten Beamte der Griechischen Polizei (EL.AS) eine aktive Untersuchung der unrechtmäßigen Offenlegung sensibler personenbezogener Daten und der öffentlichen Diffamierung ein. Die Beamten fanden die in den Flugblättern genannte Frau, die sich auf der Polizeiwache einfand, um eine förmliche Aussage zu der gezielten Kampagne zu Protokoll zu geben. Physische Umschläge und Flugblätter aus den geparkten Autos wurden sichergestellt, um sie als Beweismittel zu sichern. Videoaufnahmen der maskierten Person, die Flugblätter auf Fahrzeugen ablegte, wurden von der Fernsehsendung Live News beschafft und in der Berichterstattung ausgestrahlt. Da die Aktion ein weites geografisches Gebiet in Therissos umfasste, erfassten Überwachungskameras mehrerer angrenzender Gebäude und privater Grundstücke die Handlungen der Beteiligten.
Identifizierung der Verteiler und Verfolgung der Verdächtigen
Ermittler, die die gesammelten Kameraaufzeichnungen und Beweise aus der Nachbarschaft auswerten, konzentrieren ihre Nachforschungen auf zwei Männer, die verdächtigt werden, die Flugblätter im gesamten Gebiet verteilt zu haben. Polizeibeamte wiesen darauf hin, dass die umfangreiche Videoüberwachung im Stadtteil die schnelle Identifizierung der auf den Aufnahmen sichtbaren Personen unterstützt. Die Strafverfolgungsbehörden behandeln die koordinierte Verteilung als Akt persönlicher Rache. Die derzeitigen Ermittlungsergebnisse deuten darauf hin, dass eine weitere Frau das Vorgehen möglicherweise aus dem Hintergrund eingefädelt und in Auftrag gegeben hat und die öffentliche Schmutzkampagne gegen das Opfer steuerte. Die Beamten in Heraklion prüfen weiterhin alle forensischen und videoforensischen Beweise, um Verhaftungen vorzunehmen und den Fall abzuschließen.

