Sicherheit · München, Nürnberg und Brașov

Zwei Belarussen wegen mutmaßlichen, von Russland gesteuerten Sabotageplans in Deutschland in Haft

Die Staatsanwaltschaft München ermittelt gegen zwei in Bayern in Haft befindliche belarussische Männer, die in der Nähe einer Bahnstrecke und einer Stromleitung einen Brandanschlag geplant haben sollen. Die rumänischen Behörden bringen sie mit einem Brand im September auf einem Industriegelände in Brașov in Verbindung.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von LaVanguardia, N-tv, vrtnws.be und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

München, Nürnberg, Brașov · Deutschland, Rumänien
Wie es dazu kam
  1. 14.09.Brand in der Nacht auf einem Industriegelände in Brașov, Rumänien
  2. Anfang Oktober 2026Beide belarussischen Verdächtigen kommen in Bayern in Untersuchungshaft
  3. 26.10.Der rumänische Geheimdienst teilt mit, er habe ein mit Russland verbundenes Sabotagenetzwerk identifiziert; ukrainischer Verdächtiger in Polen festgenommen
  4. 28.10.Der „Spiegel“ berichtet über die Festnahmen in Bayern; die Münchner Staatsanwaltschaft äußert sich nicht

Festnahmen in Bayern

Zwei belarussische Männer im Alter von 39 und 50 Jahren befinden sich in Bayern in Haft, weil sie einen Sabotageakt geplant haben sollen. Die Staatsanwaltschaft München ermittelt gegen sie, und der „Spiegel“ berichtet, das Duo habe in der Nähe einer Bahnstrecke und einer Stromleitung im Raum Nürnberg ein Feuer legen wollen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft, die Reuters weitergab, handelten die Männer im Auftrag einer ausländischen Regierung oder Organisation und dafür gegen Geld; das Land wurde jedoch nicht genannt. Beide Männer befinden sich seit Anfang Oktober in Untersuchungshaft, eine Darstellung nennt den 7. Oktober als Beginn der Haft. Der „Spiegel“ beruft sich auf Sicherheitskreise und nennt als Vorwürfe Spionage zu Sabotagezwecken sowie die Verabredung zur Brandstiftung. Die Staatsanwaltschaft München wollte den Spiegel-Bericht laut WELT nicht kommentieren.

Der Brand in Brașov

Die rumänischen Behörden ermitteln gegen dieselben zwei Männer wegen eines Feuers, das in der Nacht zum 14. September auf einem Industriegelände in der Stadt Brașov gelegt wurde. Auf dem Gelände ist ein Rüstungsunternehmen ansässig, das Granatwerfer und Munition produziert. Der rumänische Geheimdienst, zitiert von N-tv, geht davon aus, dass die Verdächtigen zu einem von Russland gesteuerten Spionage- und Sabotagenetzwerk gehören. Am Montag, 26. Oktober, erklärte der rumänische Geheimdienst, er habe dieses Netzwerk als verantwortlich für den Brand im September auf einem Industriegelände in Zentralrumänien nahe einem staatlichen Waffenhersteller identifiziert. Die rumänischen Behörden bezeichnen das Netzwerk als vom russischen Geheimdienst gesteuert.

Auslieferungsersuchen und ein dritter Verdächtiger

Rumänische Staatsanwälte, die auf organisierte Kriminalität spezialisiert sind, wollen die Auslieferung der beiden in Deutschland in Haft befindlichen Männer beantragen. Ein Gericht in Rumänien hat gegen die in Bayern festgenommenen Männer europäische Haftbefehle erlassen. Ein ukrainischer Staatsangehöriger, der ebenfalls mit dem Brand in Brașov in Verbindung gebracht wird, wurde nach Angaben der rumänischen Behörden am Montag, 26. Oktober, in Polen festgenommen. Die Staatsanwaltschaft in Rumänien hat daraufhin alle drei Verdächtigen wegen ihrer mutmaßlichen Rolle bei dem Brand in das Ermittlungsverfahren aufgenommen, wobei die Auslieferung des Ukrainers in den Artikeln nicht thematisiert wird.

Weiterer Kontext und offene Fragen

Die Festnahmen folgen Warnungen europäischer Sicherheitsdienste vor mutmaßlicher russischer Sabotage gegen kritische Infrastruktur und verteidigungsnahe Ziele. Moskau hat Vorwürfe Deutschlands und anderer Länder, an Sabotageaktionen beteiligt zu sein, wiederholt zurückgewiesen. Der Fall auf deutscher Seite wird nach Angaben von N-tv von der Bayerischen Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) geführt, die bei der Staatsanwaltschaft München angesiedelt ist. Die Artikel nennen nicht, für welches Land die Münchner Verdächtigen tätig waren, und die Staatsanwaltschaft hat es nicht benannt.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen