Konflikte · Brașov und Bukarest

Rumänien verbindet russisch gesteuertes Sabotagenetz mit Brand bei Carfil in Brașov

Die rumänischen Behörden erklären, drei ausländische Staatsangehörige – zwei Belarussen und ein Ukrainer – würden wegen des Brandes vom September auf einem Industriegelände in Brașov untersucht. Zwei Verdächtige befinden sich in Deutschland in Untersuchungshaft, ein dritter wurde am 26. Oktober 2026 in Polen lokalisiert.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Ziare.com, Libertatea, Mediafax.ro und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Brașov, Bukarest · Rumänien

Der Brand und die Ermittlungen

Die Staatsanwaltschaft erklärt, ein Brand auf einem Industriegelände in Brașov vom 14. September 2026 stehe mit einem Sabotagenetz in Verbindung. Das Gelände liegt unmittelbar neben der CARFIL SA, einer Tochtergesellschaft von CN ROMARM, und das Feuer beschädigte die Räumlichkeiten mehrerer Handelsunternehmen. Die Direktion zur Bekämpfung von organisierter Kriminalität und Terrorismus (DIICOT) eröffnete mit informationeller Unterstützung des rumänischen Nachrichtendienstes (SRI) noch im selben Monat ihr Verfahren. Die Ermittler identifizierten drei ausländische Staatsangehörige – zwei belarussische und eine ukrainische Staatsbürgerin oder einen ukrainischen Staatsbürger –, die alle in Mitgliedstaaten der Europäischen Union leben. Gegen sie wird wegen versuchter Sabotage ermittelt, und das Berufungsgericht Bukarest erließ in Abwesenheit europäische Haftbefehle gegen sie.

Festnahmen in Deutschland und Polen

Zwei der Verdächtigen kamen über die internationale justizielle Zusammenarbeit in Deutschland in Untersuchungshaft; nach Angaben der Ermittler bereiteten sie ähnliche Taten vor, als sie gefunden wurden. Der dritte Verdächtige wurde in Polen lokalisiert, der europäische Haftbefehl gegen ihn wurde am 26. Oktober 2026 erlassen. Die rumänischen Behörden betreiben nun die notwendigen Schritte, um alle drei nach Rumänien auszuliefern. Die DIICOT erklärte, die Ermittlungen wegen versuchter Sabotage liefen weiter und die Verdächtigen hätten auch andere Ziele in Rumänien und in anderen EU-Staaten ins Visier genommen.

„Die Ermittlungsakten zeigen, dass die drei Beschuldigten auch andere Ziele auf rumänischem Staatsgebiet und in anderen EU-Staaten ins Visier genommen haben.“

DIICOT

Die Darstellung des SRI zur russischen Steuerung

Der rumänische Nachrichtendienst gab am 26. Oktober 2026 bekannt, er habe ein aus der Russischen Föderation gesteuertes Sabotagenetz identifiziert, das mit in- und ausländischen Partnern zusammenarbeite. Das SRI erklärte, seine Ermittlungen hätten die Beteiligung mehrerer Bürger von Nachfolgestaaten der Sowjetunion bestätigt, die in EU-Staaten leben, und dass in Rumänien sowie mit Behörden mehrerer europäischer Länder Verfahren liefen.

„Die bisher gewonnenen Daten zeigen, dass die Missionen des Netzes nicht auf Rumänien beschränkt waren.“

Rumänischer Nachrichtendienst (SRI)

Laut SRI wiesen die russischen Koordinatoren dem Netz ein breites Zielspektrum in der Region zu, darunter staatliche und private Rüstungsbetriebe sowie andere militärische und industrielle Anlagen. Die Behörde erklärte, der Fall füge sich in eine breitere Kampagne von Russland koordinierter Sabotageakte in Europa ein. Sie erklärte zudem, weitere Versuche in diesem Jahr hätten rumänische Ziele gegolten, darunter internationale militärische Einrichtungen und Anlagen, in denen ukrainische Streitkräfte ausgebildet werden, mit dem Ziel der Einschüchterung und der Schwächung der Verteidigungsfähigkeit der betroffenen Staaten.

Wie die Anwerbung funktioniert

Das SRI warnte, die Anwerbung erfolge in der Regel über soziale Netzwerke. Angesprochene Personen erhielten zunächst Geld für einfache Aufgaben wie das Beobachten oder Fotografieren eines Objekts, danach steigerten sich die Aufträge bis hin zu Zerstörung, Brandstiftung oder sogar Mord. Lehne ein Angeworbener ab, griffen die Koordinatoren mitunter zu Druck und Erpressung. Die Netze nutzten finanzielle Notlagen, Abhängigkeiten und frühere Vorstrafen aus, und ihre Mitglieder verschleierten Identität und Bewegungen, indem sie Transport-, Unterkunfts- und Zahlungswege nutzten, die auf fremde Namen registriert sind.

Ein europaweites Muster

Der Fall spielt sich vor dem Hintergrund ähnlicher Warnungen andernorts in Europa ab. Im September warnte der dänische Abwehrdienst, Russland rekrutiere dänische Staatsbürger, um Sabotagepläne gegen dänische Verteidigungsunternehmen mit Verbindungen zur Ukraine vorzubereiten. Im Oktober warnte der Chef des britischen Abwehrdienstes, Russland verstärke seinen hybriden Krieg gegen die Verbündeten der Ukraine, und bezeichnete Russland als Aggressor Nummer eins. Russland bestreitet trotz wachsender Vorwürfe, an feindlichen Handlungen in westlichen Ländern beteiligt zu sein.

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