Sicherheit · Peine, Stuttgart und Schwandorf

Deutschland grenzt Suche nach Atommüll-Endlager auf weniger als 5 Prozent der Landesfläche ein – Bayern und Sachsen-Anhalt bleiben im Rennen

Die BGE hat am 27. Oktober 2026 ihren jüngsten Arbeitsstand veröffentlicht. Danach verbleiben weniger als 5 Prozent des deutschen Staatsgebiets in der Suche. Die verbleibenden Gebiete ziehen sich in einem Gürtel vom westlichen Niedersachsen bis nach Sachsen-Anhalt, einzelne Flächen liegen in anderen Ländern.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von stern.de, Süddeutsche Zeitung, tagesschau.de und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

Peine, Stuttgart, Schwandorf, Kiel · Deutschland
Wie es dazu kam
  1. 27.10.Der jüngste Arbeitsstand lässt weniger als 5 Prozent der Fläche in der Suche
  2. Ende 2027Geologen und Kommission schließen die Prüfung der verbleibenden Gebiete ab
  3. 2050Zieljahr für die Standortfindung, der Bundestag entscheidet abschließend

Ein deutlich kleineres Suchgebiet

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat am 27. Oktober 2026 ihren jüngsten Arbeitsstand veröffentlicht – nach Angaben von BGE-Geschäftsführerin Iris Graffunder der letzte in dieser Form. Weniger als 5 Prozent des Bundesgebiets kommen damit noch für ein tiefes Endlager für hochradioaktive Abfälle infrage. Die Kandidatengebiete liegen vor allem in einem Gürtel vom westlichen Niedersachsen bis nach Sachsen-Anhalt, hinzu kommen einzelne Flächen im südlichen Brandenburg, im westlichen Baden-Württemberg, im Osten Bayerns und in Schleswig-Holstein. Die Suche hatte 2020 mit 90 Teilgebieten begonnen, die etwa 54 Prozent des Bundesgebiets umfassten; 2025 waren noch rund 25 Prozent in der Prüfung.

Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein

In Sachsen-Anhalt bleiben Salzgesteinsgebiete in flacher und steiler Lagerung sowie Teile des Harzes in der Untersuchung, während die Tongebiete bewertet wurden und nicht mehr im Fokus stehen. Neu hinzugekommen sind Flächen im Salzlandkreis, in der Börde und in der Altmark. Lisa Seidel, Leiterin der Standortauswahl bei der BGE, sagte, gesucht werde, was sie „langweilige Geologie“ nannte – also Regionen, in denen sich der Untergrund über lange Zeiträume kaum verändert hat. In Schleswig-Holstein reichen die Gebiete im Glückstadt-Graben von der Nähe Bad Bramstedts und Boostedts bis nach Lägerdorf, Sterup und Albersdorf. Geologen und die Kommission werden diese bis Ende 2027 prüfen, danach soll das BASE konkretere Regionen für die Erkundung an der Oberfläche erhalten.

Baden-Württemberg behält zwei Standorte im Schwarzwald

Bislang waren vier Gebiete im Land in der Prüfung, zwei sind herausgefallen. Die Gebiete um Ulm und Heidelberg wurden in die Kategorie B („geeignet“) eingestuft und sind keine Kandidaten mehr. Zwei Gebiete im Schwarzwald bleiben erhalten, eines im Norden und eines im Süden, und beide können noch die Kategorie A (beste Eignung) erreichen. Kristallingestein, eine Art Granit, war für beide ausschlaggebend, weil es besonders stabil ist. Das nördliche Gebiet erstreckt sich zwischen Lautenbach und Enzklösterle, das südliche liegt bei Schönwald.

Bayern: Granit bleibt drin, Fichtelgebirge raus

Der Massiv des Fichtelgebirges um Schneeberg und Ochsenkopf ist gestrichen, weil dort Klüfte wahrscheinlich sind und die geeigneten Gesteinsschichten dünner sind als anderswo. Auch Tongesteinsschichten an der Grenze zu Baden-Württemberg sind raus, da die Geologen dort Sand- und Schluffeinschlüsse sowie Grundwasserströmungen darüber vermuten. Granit im Bayerischen Wald und in der Oberpfalz bei Schwandorf und Weiden bleibt im Verfahren. Der Landkreis Cham bleibt vorerst dabei; Landrat Christian Schindler (Freie Wähler) sagte, er wolle die Prüfung kritisch begleiten, und bezeichnete den tourismusgeprägten Landkreis selbst als eher ungünstigen Standort.

Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) erneuerte seine Forderung, Granitformationen ganz aus dem Verfahren zu nehmen. Er argumentierte, Granit könne Abfälle nicht aus eigener Kraft einschließen und benötige zusätzliche Behälter als Barriere – eine Lösung, die Bayern als im Ausland verfolgten Weg ablehnt.

„Niemand kann garantieren, dass Behälter eine Million Jahre dicht bleiben.“

Thorsten Glauber, Bayerischer Umweltminister

Kritik und nächste Schritte

Der BUND Schleswig-Holstein befürchtet nach Worten seiner Sprecherin Sina Clorius, die Auswahl werde aus politischen Gründen getroffen – dort, wo der geringste Widerstand erwartet wird – und nicht nach wissenschaftlichen Kriterien. Die BGE will bis 2050 einen Standort benennen, der Bundestag entscheidet abschließend über den Ort. In einem Jahr will die BGE die Handvoll Regionen nennen, die eingehender untersucht werden sollen.

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