Regierung · Berlin
Bundeskabinett weitet Sicherheitsüberprüfungen für Beschäftigte kritischer Infrastruktur aus – Schutz vor Sabotage
Am Mittwoch, 28. Oktober 2026, hat das Bundeskabinett eine Verordnung gebilligt, die Sicherheitsüberprüfungen auf Beschäftigte weiterer Betreiber kritischer Infrastruktur ausweitet – von der Bahn und Wasserwerken bis zu LNG-Terminals. Die Regierung verweist auf eine wachsende Gefahr durch Sabotage und Spionage unterhalb der Schwelle eines Krieges, wobei die Bedrohung durch Russland besonders im Fokus steht.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von tagesschau.de, N-tv, Wirtschafts Woche und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die neuen Regeln erfassen Betreiber von Anlagen, die das Stromnetz nach einem Totalausfall wieder anfahren können, sowie digitale Energiesysteme mit mehr als 3 Gigawatt Leistung.
Große Wasserwerke, die mindestens 22 Millionen Kubikmeter Trinkwasser pro Jahr liefern, und Leitstellen größerer Talsperren fallen unter die ausgeweiteten Prüfungen.
Das Innenministerium rechnet mit etwa 50 Fällen unter dem technischen Personal der Landesrundfunkanstalten, das an der Verbreitung von Warnungen über MoWaS mitwirkt.
- 2022Beginn des groß angelegten Angriffs Russlands auf die Ukraine; seitdem sehen die Sicherheitsbehörden die Bedrohung wachsen
- DezemberDer Bundestag verschärft die Sicherheitsüberprüfungen durch eine Gesetzesänderung
- 28.10.Das Kabinett billigt die ausgeweitete Überprüfungsverordnung
Weitere Sicherheitsüberprüfungen für kritische Infrastruktur
Das Bundeskabinett hat am Mittwoch, 28. Oktober 2026, eine Verordnung gebilligt, die die Sicherheitsüberprüfung von Beschäftigten wichtiger Unternehmen der kritischen Infrastruktur in Deutschland ausweitet. Ziel ist es, das Risiko von Sabotage durch Extremisten oder im Auftrag eines ausländischen Nachrichtendienstes zu verringern. Die Regeln richten sich an sogenannte Insider, also Menschen mit Zugang zu wichtigen Anlagen wie Bahn, Wasserwerken und Talsperren. Nach Angaben des Innenministeriums hat das Kabinett die beiden von ihm vorgelegten Entwürfe beschlossen.
Warum die Regierung handelt
Sicherheitsüberprüfungen ermöglichen es den Behörden, im Voraus zu prüfen, ob eine Person vertrauenswürdig ist, etwa ob es Hinweise auf Extremismus gibt oder ob jemand erpressbar ist. Die betroffene Person muss zustimmen, und das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) ist an den Prüfungen beteiligt. Wie intensiv eine Überprüfung ausfällt, hängt vom Sicherheitsinteresse des Arbeitsplatzes ab. Die Regierung verweist auf eine wachsende Gefahr durch Anschläge unterhalb der Schwelle eines Krieges wie Sabotage und Spionage, und die Sicherheitsbehörden sehen die Bedrohung durch Russland vor allem seit dem groß angelegten Angriff Russlands auf die Ukraine im Jahr 2022 wachsen. Der Bundestag hatte die Überprüfungen bereits im Dezember durch eine Gesetzesänderung verschärft.
Wer unter die neuen Regeln fällt
Die Verordnung benennt konkrete Betreiber, die künftig erfasst werden. Dazu gehören Betreiber von Anlagen, die das Stromnetz nach einem Totalausfall wieder anfahren können, sowie Betreiber digitaler Energiesysteme mit mehr als 3 Gigawatt Leistung. Auch große Wasserwerke, die mindestens 22 Millionen Kubikmeter Trinkwasser pro Jahr liefern, fallen darunter, ebenso die Leitstellen größerer Talsperren. Flüssigerdgas-Terminals, die an das Gasnetz angeschlossen sind, stehen ebenfalls auf der Liste. Die Länder können in einigen Bereichen von den Bundesregeln abweichen; das betrifft öffentliche Wasserwerke und Rechenzentren, die staatliche Aufgaben wahrnehmen.
Beschäftigte des Warnsystems
Ein zweiter Entwurf betrifft das Modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS), über das der Staat die Bevölkerung warnt. Die Warnungen betreffen Kriegsgefahren ebenso wie Hochwasser und andere Katastrophen. Auch technisches Personal bei den Landesrundfunkanstalten, das an der Verbreitung von Warnmeldungen mitwirkt, soll künftig überprüft werden; das Ministerium rechnet mit etwa 50 Fällen. Innenminister Alexander Dobrindt erklärte:
„Hybride Bedrohungen sind reale Gefahren für die Sicherheit Deutschlands.“
Das Ministerium erklärte, Ziel sei es, sich vor Sabotage durch mögliche Täter von innen zu schützen und zugleich die Widerstandsfähigkeit wichtiger Anlagen zu erhöhen; es verwies auf eine angespannte Sicherheitslage.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- tagesschau.deKritische Infrastruktur: Mehr Prüfungen auf Sabotagerisiko
- N-tv"Hybride Bedrohungen": Schutz vor Sabotage - Regierung will wichtige Behörden mehr sichern
- Wirtschafts WocheKabinett: Sabotageschutz: Bund weitet Sicherheitschecks aus
- Süddeutsche ZeitungSabotageschutz: Bund weitet Sicherheitschecks aus
- Alexander Dobrindt
- Bundesinnenminister, der die Reform der Sicherheitsüberprüfungen vorstellte
- Orte
- Berlin, Deutschland, Russland, Ukraine
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