Wahlen · Washington
Demokraten gewinnen den Kongress, Trump akzeptiert die Niederlage und droht mit Vetos
Nach den Midterms vom 3. November verfügen die Demokraten über Mehrheiten in Repräsentantenhaus und Senat. Trump erklärt, er akzeptiere das Ergebnis, hat aber bereits angekündigt, sein Veto gegen den neuen Kongress einzusetzen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von vrtnws.be, NRC, Het Parool und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Nach den Midterms vom 3. November verfügen die Demokraten über Mehrheiten im Repräsentantenhaus und im Senat; ihre erweiterte Macht greift ab Januar.
Trump teilte auf Truth Social das Bild einer roten Kappe mit der Aufschrift „VETO“; eine Überstimmung des Vetos würde eine Zweidrittelmehrheit im Kongress erfordern.
Trump sagte dem Wall Street Journal, der Iran-Krieg sei Teil der Erklärung für die Verluste, und nannte den texanischen Gouverneur Greg Abbott einen „RINO“.
Heidi Van Rompuy erwartet keine echte Verschiebung beim Handel, während ein deutscher Diplomat mit mehr Forderungen aus Washington an Europa rechnet.
- 3.11.Midterm-Wahlen abgehalten; Demokraten gewinnen Mehrheiten im Repräsentantenhaus und im Senat
- 3. November, später Abend (US-Zeit)Trump sagt der New York Times, er werde die Niederlage akzeptieren
- Nach den entscheidenden ErgebnissenTrump veröffentlicht auf Truth Social eine rote Kappe mit der Aufschrift „VETO“
Eine demokratische Mehrheit im Kongress
Nach den am Dienstag, 3. November, abgehaltenen Midterms verfügen die Demokraten nun über Mehrheiten in beiden Kammern des Kongresses, im Repräsentantenhaus und im Senat. Björn Soenens, ein USA-Kenner, nannte das Ergebnis eine deutliche Rüge für Trump. Willem Post, ein Experte für US-Politik, sagte, Jon Osoff gewinne Georgia mit fast 60 Prozent der Stimmen, und Mississippi sei noch zu knapp, um es zu prognostizieren. Texas werde zum ersten Mal seit 1988 an die Demokraten gehen, sagte er und schrieb das dem 37-jährigen Kandidaten James Talarico zu; zudem verwies er auf Kansas, wo zuletzt vor fast einem Jahrhundert ein Demokrat gewonnen habe.
Trump akzeptiert das Ergebnis – und greift zum Veto
In einem Interview mit der New York Times am späten Abend des 3. November nach US-Zeit sagte Trump, er werde die Ergebnisse akzeptieren und erwarte, mit der demokratischen Mehrheit zusammenzuarbeiten. Dem Sender Fox News sagte er, er verfüge über das Vetorecht, also die Befugnis, Gesetze zu unterzeichnen oder abzulehnen, und auf Truth Social teilte er das Bild einer roten Kappe mit der in großen weißen Buchstaben aufgedruckten Aufschrift „VETO“. Um ein Veto zu überstimmen, ist eine Zweidrittelmehrheit nötig, die Demokraten müssten also einen Teil der Republikaner auf ihre Seite ziehen.
Trump machte zudem republikanische Kandidaten verantwortlich. Er nannte den Gouverneur von Texas, Greg Abbott, einen „RINO“, also einen Republikaner nur dem Namen nach, und sagte, die Partei hätte mit großem Abstand gewonnen, wäre sein Name auf dem Stimmzettel gestanden. Fox News sagte er, er sehe das Ergebnis nicht als Angriff auf seine Person. In South Carolina reagierte er auf die Fernsehergebnisse mit der Feststellung, die republikanische Senatorin Darline Graham habe gegen die Demokratin Annie Andrews verloren. Graham hatte den Sitz im Juli nach dem Tod ihres Bruders Lindsey übernommen und genoss Trumps volle Unterstützung. Der Wall Street Journal sagte Trump, der Krieg im Iran sei Teil der Erklärung für die Verluste, und bei Fox News sagte er, seine Entscheidung, gemeinsam mit Israel den Iran anzugreifen, könne die Niederlage teilweise erklären. Seit den US-Bombardierungen im Februar sind die Preise stark gestiegen, und Trumps Beliebtheit ist gesunken.
Grenzen dessen, was Trump noch tun kann
Ohne republikanische Mehrheit kann Trump keine neuen Minister oder Richter mehr ernennen, doch er kann weiterhin Dekrete erlassen, die ohne Abstimmung im Parlament in Kraft treten. Diese können vor Gericht angefochten oder durch neue Gesetze gekippt werden, wobei Trump solche Gesetze wohl mit einem Veto belegen würde. Bert De Vroey, ein USA-Experte, erwartet, dass die Demokraten Mühe haben werden, die nötige Zweidrittelmehrheit zu erreichen.
„Ich sehe nicht, dass das schnell passieren wird.“
Er und Björn Soenens rechnen mit einem legislativen Stillstand. Soenens argumentierte, die Demokraten könnten Vetos unterlaufen, indem sie Gesetze verabschieden, die die Wähler eindeutig wollen – ein Veto würde für Trump damit politisch teuer. Die Demokraten erlangen zudem die Kontrolle über die Ernennung von Richtern und Botschaftern zurück und haben Untersuchungen zu mutmaßlichem Fehlverhalten des Präsidenten und seiner Familie angekündigt.
Was das für Europa, die Ukraine und den Iran bedeutet
Die Experten erwarten kaum Veränderungen bei den Politikfeldern, die für Europa am wichtigsten sind. Beim Handel, dem Thema, das die EU-US-Beziehungen am stärksten belastet, rechnet Heidi Van Rompuy, die die europäische Politik verfolgt, mit wenig Bewegung.
„Das hat Trump in den vergangenen Monaten vollständig unter seine eigene Kontrolle gebracht. Der Kongress hat darauf kaum echten Einfluss.“
Van Rompuy erwartet zudem, dass Trump geopolitisch seinen eigenen Kurs fortsetzt, und befürchtet, dass er nach seiner Niederlage im Innern außenpolitisch stärker um sich schlagen könnte. Ein deutscher Diplomat sagte, Europa solle sich auf mehr Verbitterung und mehr Forderungen einstellen. Bart Kerremans von der KU Leuven sagte, die Verschiebung im Kongress betreffe vor allem die Innenpolitik, während die Außenpolitik weitgehend in den Händen des Präsidenten bleibe.
Wie es weitergeht
Ab Januar, wenn der neue Kongress mehr Einfluss auf Gesetzgebung und Personalentscheidungen gewinnt, werden die Demokraten ihre erweiterte Macht in beiden Kammern ausüben. Trump hat erklärt, mit ihnen zusammenarbeiten zu wollen, doch seine Beiträge seit den Ergebnissen sind schärfer geworden, bis hin zur „VETO“-Kappe. Die kommenden Monate werden zeigen, ob sein versöhnlicher Ton hält.
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Quellen und Kontext
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- NRCAmerikaner rechnen mit Trump ab. Wie geht es weiter?Amerikanen rekenen af met Trump. Hoe nu verder? | In Het Nieuws · Original auf Niederländisch
- vrtnws.beDer Einfluss der „blauen Welle“ auf Trump: Hat er noch Macht? Wird er seines Amtes enthoben? Und was ist mit MAGA? 5 Fragen und AntwortenDe impact van de 'blue wave' op Trump: heeft hij nog macht? Wordt hij afgezet? En wat met MAGA? 5 vragen en antwoorden · Original auf Niederländisch
- Het ParoolTrump verliert, aber für Europa ist es noch zu früh zum JubelnTrump verliest, maar het is nog te vroeg voor Europa om nu al te juichen · Original auf Niederländisch
- Donald Trump
- US-Präsident, dessen Partei bei den Midterms die Kontrolle über beide Kammern des Kongresses verlor
- Darline Graham
- Republikanische Senatorin in South Carolina, die ihren Sitz bei den Midterms an eine Demokratin verlor
- Annie Andrews
- Demokratin, die das Senatsrennen in South Carolina gegen Darline Graham gewann
- Greg Abbott
- Gouverneur von Texas, den Trump nach den Midterm-Verlusten als RINO kritisierte
- Jon Osoff
- Demokratischer Kandidat, der Georgia mit fast 60 Prozent der Stimmen gewann
- James Talarico
- 37-jähriger demokratischer Kandidat, dem das Ergebnis in Texas zugeschrieben wird
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