StrangEuropäische Demokratien und Populismus

Wahlen · Washington und Corinth

Demokraten gewinnen US-Midterms, erobern Senat und Repräsentantenhaus und verändern Trumps politische Stellung

Die Demokraten übernahmen die Kontrolle über den Senat und steuerten bei den am Dienstag, 3. November, abgehaltenen Midterms auf eine Dominanz im Repräsentantenhaus zu. Die demokratischen Erfolge reichten bis Texas, Georgia, Ohio und Kansas.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von TheJournal.ie, Bloomberg Business, The Guardian und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Washington, Corinth · Vereinigte Staaten

Demokraten erobern den Senat und steuern auf das Repräsentantenhaus zu

Die Demokraten übernahmen am Mittwoch, 4. November, die Kontrolle über den Senat – die Ergebnisse liefen noch ein – und steuerten nach den am Dienstag, 3. November, abgehaltenen Midterms auf eine Dominanz im Repräsentantenhaus zu. Hakeem Jeffries steht kurz davor, der erste schwarze Sprecher des Repräsentantenhauses zu werden – eine Rolle, die er ebenso gut ausfüllen müsste, wie Nancy Pelosi es in ihren zwei Jahrzehnten an der Spitze tat. Der Vorsprung im Senat ist groß genug, dass die Demokraten sich keine Sorgen mehr um die wankelmütigen Stimmen von John Fetterman machen müssen.

Siege in Staaten, die von Republikanern gehalten wurden

In Texas wurde James Talarico der erste Demokrat seit fast 40 Jahren, der in diesem Staat in den Senat gewählt wurde, und Gina Hinojosa, eine junge hispanischstämmige Frau, löste Gouverneur Greg Abbott ab. Der demokratische Senatskandidat in Michigan, Abdul El-Sayed, gewann seinen Sitz für die Demokraten und ist der erste arabischstämmige Muslim, der in den US-Senat gewählt wurde. In Georgia hielt Jon Ossoff seinen Senatssitz mit großem Vorsprung, und Keisha Lance Bottoms wurde zur Gouverneurin gewählt – als erste schwarze Frau in diesem Amt. Ohio wählte einen demokratischen Senator und einen demokratischen Gouverneur. Die republikanische Veteranin Susan Collins wurde hinweggespült, und die Welle erreichte Kansas, das seit 1932 keinen Demokraten mehr gewählt hatte.

Was die Niederlage für Trump bedeutet

Eine Kolumne von POLITICO argumentiert, dass Trumps grundlegende Theorie der Macht in Trümmern liegt, weil seine zweite Amtszeit auf Angst und auf der Unterwerfung ausländischer Regierungen, Unternehmen und Institutionen unter ihn beruht habe. Dieselbe Kolumne schreibt, der Verlust von Repräsentantenhaus und Senat sei im Vergleich zu diesem Wandel fast nebensächlich, während er weiterhin weitreichende Vollmachten in der Außenpolitik besitze. Ian Dunt schreibt für inews, Trump habe die Kontrolle über den Kongress und über das Land verloren, und nennt es den Anfang vom Ende.

Eine Guardian-Kolumne von Claire Finkelstein fordert den 120. Kongress auf, mit beharrlichen Aufsichtsuntersuchungen, Vorladungen und öffentlichen Aussagen aus Trumps engstem Umfeld zu arbeiten. Sie verweist auf eine Umfrage vom September, nach der 53 % der Befragten glauben, der Präsident sei korrupt, und warnt, dass ein republikanischer Filibuster im Senat und ein wahrscheinliches Veto legislative Veränderungen begrenzen würden.

Europa begrüßt das Ergebnis – mit Vorsicht

Europäische Regierungschefs begrüßten das Ergebnis am Mittwoch, 4. November, als Chance, die angespannten transatlantischen Beziehungen zu mäßigen, warnten aber, Europa solle seine Abhängigkeit von Washington weiter verringern. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez, unter den EU-Regierungschefs Trumps lautstärkster Kritiker, stellte das Ergebnis als positives Zeichen für seinen eigenen Wiederwahlkampf im November 2026 dar. Er schrieb auf X, die Welle der Rechten bröckele:

„Die Welle der Rechten wächst nicht mehr. Sie bröckelt.“

Pedro Sánchez

Sánchez steht vor einer schweren Aufgabe, denn Umfragen sehen die konservative Volkspartei und die rechtsextreme Vox auf Kurs zu einer Mitte-rechts-Mehrheit im Parlament. Stefan Löfven, Präsident der Sozialdemokratischen Partei Europas, sagte, die Wahl gebe den Amerikanern die Chance, ihre Demokratie wieder zur Normalität zurückzuführen, und fügte hinzu:

„Der Kongress hat jetzt das Mandat, seine Arbeit zu tun: prüfen, Gesetze machen und den Präsidenten zur Rechenschaft ziehen.“

Stefan Löfven, Präsident

Deutschlands Verteidigungsminister Boris Pistorius gratulierte den Demokraten und nannte das Ergebnis einen historischen Sieg, sagte aber zu Trumps nächsten Schritten:

„Was wir jetzt erwarten können, bleibt abzuwarten.“

Boris Pistorius, Deutschlands Verteidigungsminister

Wahlkampfausgaben vor der Wahl

Ian Dunt schreibt, die Republikaner hätten in den Wochen vor der Wahl 183 Mio. $ für rund 217.000 TV-Spots im ganzen Land ausgegeben, und Elon Musk habe 446 Millionen Dollar für republikanische Kandidaten ausgegeben, besonders in Texas. Er verweist zudem auf eine Kundgebung am Montag in Corinth, Mississippi, bei der Trump den Demokraten vorwarf, die „Transgender-Verstümmelung“ von Kindern zu fördern, und schreibt, die Republikaner hätten den Senatskandidaten in Michigan, Abdul El-Sayed, als Dschihadisten gebrandmarkt.

In Ian Dunts Kolumne genannte AusgabenMio. $
Republikanische Anti-Trans-TV-Kampagne
183 Mio. $
Elon Musk, republikanische Kandidaten
446 Mio. $

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