Wahlen · Austin
Demokraten erobern bei US-Zwischenwahlen Repräsentantenhaus und Senat – Erdrutschsieg gegen Trumps Partei
Die Demokraten nahmen den Republikanern zudem vier Gouverneursposten ab, und Sender prognostizierten, dass Abdul El-Sayed den Senatssitz von Michigan gewinnen würde. Junge, schwarze und Latino-Wähler wandten sich deutlich der Partei zu.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von tagesschau.de, N-tv, Handelsblatt und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Demokraten verfügen über eine sichere Mehrheit von mehr als 218 Sitzen im Repräsentantenhaus und haben laut CNN den Senat erobert, für dessen Kontrolle 51 der 100 Sitze nötig sind.
Laut einer von der tagesschau zitierten AP-Umfrage gewannen die Demokraten mehr als 70 % der Wähler im Alter von 18 bis 29 Jahren gegenüber 25 % für die Republikaner, etwa 20 Punkte mehr als 2024.
39 % nannten die Wirtschaft als ihr wichtigstes Thema, 32 % die Demokratie und 14 % die Einwanderung, während ein Fünftel angab, die Inflation habe ernste finanzielle Schwierigkeiten verursacht.
Die Demokraten eroberten Gouverneursposten in Texas, Georgia, Ohio und Iowa, und CNN prognostizierte, dass die Wähler in Virginia eine Verfassungsänderung zum Schutz der gleichgeschlechtlichen Ehe unterstützten.
- 4.11.Prognosen geben Abdul El-Sayed den Senatssitz von Michigan
- 4.11.Barack Obama nennt das Ergebnis eine klare Botschaft des amerikanischen Volkes
- 4.11.CNN prognostiziert, dass die Wähler in Virginia eine Verfassungsänderung zur gleichgeschlechtlichen Ehe unterstützen
- 4.11.Demokraten erobern vier Gouverneursposten von den Republikanern
Ein Erdrutschsieg in beiden Kammern
Die Demokraten haben die am 3. November abgehaltenen US-Zwischenwahlen gewonnen und das Repräsentantenhaus sowie laut CNN den Senat erobert. Im Repräsentantenhaus verfügen die Demokraten bereits über eine sichere Mehrheit von mehr als 218 Sitzen, und die tagesschau erwartet, dass die endgültige Auszählung 250 Sitze übersteigt. Im Senat brauchen die Demokraten 51 der 100 Sitze, vier mehr als zuvor. Rennen in Texas, Iowa, Ohio, Maine, Kansas, North Carolina und South Carolina gingen an die Demokraten, während das Ergebnis in Alaska in der Zählung des Handelsblatts noch ausstand.
Einzelne Rennen
James Talarico, 37, gewann den Senatssitz von Texas – laut 20 Minuten der erste demokratische Sieg dort seit 38 Jahren. In Michigan prognostizierten mehrere US-Sender, dass Abdul El-Sayed, 42, den Republikaner Mike Rogers besiegen würde. Sollte sich das bestätigen, würde El-Sayed der erste muslimische US-Senator; er gehört dem progressiven Flügel seiner Partei an. Alexandra Ocasio-Cortez, 37, verteidigte ihren Sitz im Repräsentantenhaus mühelos gegen den Republikaner Diamant Hysenaj.
Wer wen gewählt hat
Die tagesschau berichtet unter Berufung auf eine AP-Umfrage, die Demokraten hätten die Trump-Koalition aufgelöst, die Trump für die Wahl 2024 aufgebaut hatte. Die Demokraten gewannen mehr als 70 % der Wähler im Alter von 18 bis 29 Jahren, gegenüber 25 % für die Republikaner – etwa 20 Punkte mehr als 2024. Bei schwarzen Wählern dürften sie sechs Punkte auf fast 90 % zulegen, bei Latinos sieben Punkte auf mehr als 60 % landesweit. Trump hatte 2024 junge Wähler angezogen, vor allem Männer mit niedrigem Einkommen und geringer formaler Bildung, und hatte bei Latinos und schwarzen Wählern besser abgeschnitten als Republikaner üblicherweise.
Themen und Wirtschaft
- Wirtschaft
- 39 %
- Demokratie
- 32 %
- Einwanderung
- 14 %
Daten aus dem Artikeltext
Die Wirtschaft war für 39 % der Wähler am Wahltag das wichtigste Thema, gefolgt vom Zustand der Demokratie mit 32 %. Einwanderung nannten 14 %, ein weit geringerer Anteil als zwei Jahre zuvor. Ein Fünftel der Wähler sagt, die Inflation habe sie in ernste finanzielle Schwierigkeiten gebracht, und weitere 58 % berichten von einigen Problemen im Alltag. Die Preise für Benzin und Diesel stiegen wegen des US-Kriegs gegen Iran weiter. Der Stern berichtet, Trumps Republikaner hätten beide Kammern verloren, was dem Präsidenten zwei politisch schwierige Jahre hinterlasse.
Gouverneursposten und staatliche Vorlagen
Laut NBC News nahmen die Demokraten den Republikanern die Gouverneursposten von Texas, Georgia, Ohio und Iowa ab. Zum ersten Mal seit 16 Jahren stellen die Demokraten mehr Gouverneure als die Republikaner. CNN prognostizierte, dass die Wähler in Virginia eine Änderung der Staatsverfassung zum Schutz der gleichgeschlechtlichen Ehe gebilligt haben, womit die Formulierung gestrichen würde, die die Ehe zwischen Mann und Frau vorschreibt. Der Oberste Gerichtshof der USA schützt derzeit landesweit die gleichgeschlechtliche Ehe, doch wäre dieses Urteil aufgehoben worden, hätte die Verfassung von Virginia ein Verbot erlaubt.
Reaktionen und nächste Schritte
Donald Trump gratulierte den Demokraten, während John Thune das Ergebnis als Rückschlag für die Republikaner bezeichnete. Barack Obama nannte die Abstimmung eine klare Botschaft des amerikanischen Volkes und forderte eine Politik, die Menschen zusammenbringt, sowie Führungspersönlichkeiten, die konkrete Lösungen anbieten. Chuck Schumer sprach von einem neuen Tag in Amerika und sagte, die Demokraten hätten die Machtverhältnisse im Senat neu geordnet. Robert Garcia, demokratischer Abgeordneter aus Kalifornien, forderte die Republikaner auf X auf, Anwälte zu engagieren, und sagte, seine Partei werde ihre neuen Mehrheiten nutzen, um Trump und seine Regierung zu untersuchen. Garcia sitzt im mächtigen Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses.
Adis Ahmetovic, außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, sagte im ntv Frühstart, er befürchte in den kommenden Tagen und Wochen einen neuen groß angelegten Angriff der Vereinigten Staaten und Israels auf Iran. Auf die Frage, ob er einen solchen Angriff erwarte, sagte er:
„Ich würde es nicht kategorisch ausschließen.“
Alaska hatte zum Zeitpunkt des jüngsten Berichts noch kein offizielles Ergebnis.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- tagesschau.deAnalyse: Warum es sogar ein Erdrutschsieg der Demokraten wurde
- N-tvSPD-Sprecher im ntv Frühstart: Trump kann "aggressive Außenpolitik" trotzdem fortsetzen
- HandelsblattUS-Midterms: Diese Wählergruppen haben die Republikaner klar verloren
- N-tvUS-Midterms 2026 im Liveticker: +++ 08:59 Demokraten nehmen Republikanern vier Gouverneursposten ab +++
- Donald Trump
- US-Präsident, dessen Republikanische Partei bei den Zwischenwahlen beide Kammern des Kongresses verlor
- Barack Obama
- Ehemaliger US-Präsident, der den demokratischen Sieg als klare Botschaft des amerikanischen Volkes bezeichnete
- Adis Ahmetovic
- Außenpolitischer Sprecher der SPD, der vor einem möglichen neuen Angriff auf Iran warnte
- James Talarico
- Demokrat, der den Senatssitz von Texas gewann, 37 Jahre alt
- Abdul El-Sayed
- Demokrat, der laut Prognosen das Senatsrennen in Michigan gegen Mike Rogers gewinnt
- Alexandra Ocasio-Cortez
- Progressive demokratische Abgeordnete, die ihren Sitz gegen Diamant Hysenaj verteidigte
- Chuck Schumer
- Demokratischer Senator aus New York, der die Wahl als neuen Tag in Amerika bezeichnete
- John Thune
- Republikaner, der das Ergebnis als Rückschlag für die Republikaner bezeichnete
- Robert Garcia
- Demokratischer Abgeordneter aus Kalifornien, der die Republikaner aufforderte, Anwälte zu engagieren
- Orte
- Austin, Vereinigte Staaten, Iran, Israel
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