BerichtErgebnisse der US-Zwischenwahlen

Wahlen · Austin

Demokraten erobern bei US-Zwischenwahlen Repräsentantenhaus und Senat – Erdrutschsieg gegen Trumps Partei

Die Demokraten nahmen den Republikanern zudem vier Gouverneursposten ab, und Sender prognostizierten, dass Abdul El-Sayed den Senatssitz von Michigan gewinnen würde. Junge, schwarze und Latino-Wähler wandten sich deutlich der Partei zu.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von tagesschau.de, N-tv, Handelsblatt und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Austin · Vereinigte Staaten
Wie es dazu kam
  1. 4.11.Prognosen geben Abdul El-Sayed den Senatssitz von Michigan
  2. 4.11.Barack Obama nennt das Ergebnis eine klare Botschaft des amerikanischen Volkes
  3. 4.11.CNN prognostiziert, dass die Wähler in Virginia eine Verfassungsänderung zur gleichgeschlechtlichen Ehe unterstützen
  4. 4.11.Demokraten erobern vier Gouverneursposten von den Republikanern

Ein Erdrutschsieg in beiden Kammern

Die Demokraten haben die am 3. November abgehaltenen US-Zwischenwahlen gewonnen und das Repräsentantenhaus sowie laut CNN den Senat erobert. Im Repräsentantenhaus verfügen die Demokraten bereits über eine sichere Mehrheit von mehr als 218 Sitzen, und die tagesschau erwartet, dass die endgültige Auszählung 250 Sitze übersteigt. Im Senat brauchen die Demokraten 51 der 100 Sitze, vier mehr als zuvor. Rennen in Texas, Iowa, Ohio, Maine, Kansas, North Carolina und South Carolina gingen an die Demokraten, während das Ergebnis in Alaska in der Zählung des Handelsblatts noch ausstand.

Einzelne Rennen

James Talarico, 37, gewann den Senatssitz von Texas – laut 20 Minuten der erste demokratische Sieg dort seit 38 Jahren. In Michigan prognostizierten mehrere US-Sender, dass Abdul El-Sayed, 42, den Republikaner Mike Rogers besiegen würde. Sollte sich das bestätigen, würde El-Sayed der erste muslimische US-Senator; er gehört dem progressiven Flügel seiner Partei an. Alexandra Ocasio-Cortez, 37, verteidigte ihren Sitz im Repräsentantenhaus mühelos gegen den Republikaner Diamant Hysenaj.

Wer wen gewählt hat

Die tagesschau berichtet unter Berufung auf eine AP-Umfrage, die Demokraten hätten die Trump-Koalition aufgelöst, die Trump für die Wahl 2024 aufgebaut hatte. Die Demokraten gewannen mehr als 70 % der Wähler im Alter von 18 bis 29 Jahren, gegenüber 25 % für die Republikaner – etwa 20 Punkte mehr als 2024. Bei schwarzen Wählern dürften sie sechs Punkte auf fast 90 % zulegen, bei Latinos sieben Punkte auf mehr als 60 % landesweit. Trump hatte 2024 junge Wähler angezogen, vor allem Männer mit niedrigem Einkommen und geringer formaler Bildung, und hatte bei Latinos und schwarzen Wählern besser abgeschnitten als Republikaner üblicherweise.

Themen und Wirtschaft

Wichtigstes Thema für die Wähler am Wahltag%
Wirtschaft
39 %
Demokratie
32 %
Einwanderung
14 %

Daten aus dem Artikeltext

Die Wirtschaft war für 39 % der Wähler am Wahltag das wichtigste Thema, gefolgt vom Zustand der Demokratie mit 32 %. Einwanderung nannten 14 %, ein weit geringerer Anteil als zwei Jahre zuvor. Ein Fünftel der Wähler sagt, die Inflation habe sie in ernste finanzielle Schwierigkeiten gebracht, und weitere 58 % berichten von einigen Problemen im Alltag. Die Preise für Benzin und Diesel stiegen wegen des US-Kriegs gegen Iran weiter. Der Stern berichtet, Trumps Republikaner hätten beide Kammern verloren, was dem Präsidenten zwei politisch schwierige Jahre hinterlasse.

Gouverneursposten und staatliche Vorlagen

Laut NBC News nahmen die Demokraten den Republikanern die Gouverneursposten von Texas, Georgia, Ohio und Iowa ab. Zum ersten Mal seit 16 Jahren stellen die Demokraten mehr Gouverneure als die Republikaner. CNN prognostizierte, dass die Wähler in Virginia eine Änderung der Staatsverfassung zum Schutz der gleichgeschlechtlichen Ehe gebilligt haben, womit die Formulierung gestrichen würde, die die Ehe zwischen Mann und Frau vorschreibt. Der Oberste Gerichtshof der USA schützt derzeit landesweit die gleichgeschlechtliche Ehe, doch wäre dieses Urteil aufgehoben worden, hätte die Verfassung von Virginia ein Verbot erlaubt.

Reaktionen und nächste Schritte

Donald Trump gratulierte den Demokraten, während John Thune das Ergebnis als Rückschlag für die Republikaner bezeichnete. Barack Obama nannte die Abstimmung eine klare Botschaft des amerikanischen Volkes und forderte eine Politik, die Menschen zusammenbringt, sowie Führungspersönlichkeiten, die konkrete Lösungen anbieten. Chuck Schumer sprach von einem neuen Tag in Amerika und sagte, die Demokraten hätten die Machtverhältnisse im Senat neu geordnet. Robert Garcia, demokratischer Abgeordneter aus Kalifornien, forderte die Republikaner auf X auf, Anwälte zu engagieren, und sagte, seine Partei werde ihre neuen Mehrheiten nutzen, um Trump und seine Regierung zu untersuchen. Garcia sitzt im mächtigen Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses.

Adis Ahmetovic, außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, sagte im ntv Frühstart, er befürchte in den kommenden Tagen und Wochen einen neuen groß angelegten Angriff der Vereinigten Staaten und Israels auf Iran. Auf die Frage, ob er einen solchen Angriff erwarte, sagte er:

„Ich würde es nicht kategorisch ausschließen.“

Adis Ahmetovic, Außenpolitischer Sprecher

Alaska hatte zum Zeitpunkt des jüngsten Berichts noch kein offizielles Ergebnis.

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