Wahlen · Washington, Dallas und Memphis

Demokraten erobern Mehrheiten in Repräsentantenhaus und Senat – republikanisches Gerrymandering scheitert

Bei den am Dienstag, 3. November 2026, abgehaltenen Midterms haben die Demokraten das Repräsentantenhaus und den Senat gedreht. Die republikanische Neuaufteilung der Wahlkreise in sieben Bundesstaaten scheiterte: Prognosen zufolge behalten die Republikaner nur zwei der 15 neu zugeschnittenen Distrikte.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von N-tv, stern.de, Süddeutsche Zeitung und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Washington, Dallas, Memphis · Vereinigte Staaten

Demokraten erobern beide Kammern

Bei den am Dienstag, 3. November 2026, abgehaltenen Midterms haben die Wähler den Demokraten die Kontrolle über das Repräsentantenhaus und den Senat übertragen. Die von N-tv am Morgen des 4. November zitierten Prognosen der US-Sender zeigten bereits, dass die Republikaner die Mehrheit im Repräsentantenhaus verlieren. Nach der späteren Auszählung hatten die Demokraten mindestens sieben Senatssitze von den Republikanern gewonnen und kamen damit auf mindestens 54 der 100 Sitze. N-tv zählte mindestens 228 Sitze im Repräsentantenhaus für die Demokraten, während 68 Rennen noch offen waren; stern meldete eine prognostizierte Mehrheit von mindestens zehn Sitzen. Mississippi und Alaska waren laut Berichterstattung die noch offenen Senatsrennen.

Neuaufteilung der Wahlkreise rettete die Mehrheit nicht

Die Republikaner hatten in sieben Bundesstaaten 15 Distrikte neu zugeschnitten, die von Demokraten gehalten wurden: Alabama, Florida, Louisiana, North Carolina, Ohio, Tennessee und Texas. Nach dem aktuellen Auszählungsstand gewannen die Demokraten zehn dieser 15 und führen in drei weiteren. Die Republikaner dürften nur zwei behalten, einen um Dallas in Texas und einen um Memphis in Tennessee. In Florida, wo die Republikaner vier demokratische Sitze kippen wollten, waren drei Rennen bereits an die Demokraten gegangen, und im vierten lag die demokratische Kandidatin knapp vorn. Die neuen Karten beruhten auf der Annahme, dass die Koalition, die Trump 2024 zum Sieg trug, 2026 noch weitgehend republikanisch wählen würde – diese Annahme hielt nicht stand.

Ergebnis in 15 von Demokraten gehaltenen Distrikten, die die Republikaner neu zugeschnitten habenWahlkreise
Von Demokraten gewonnen
10 Wahlkreise
Demokraten in Führung
3 Wahlkreise
Voraussichtlich republikanisch
2 Wahlkreise

Daten aus dem Artikeltext

Wut über Preise und der Iran-Krieg

Die Berichterstattung über das Ergebnis verweist auf die Wut der Wähler über hohe Energiepreise und den Krieg gegen den Iran. Benzin kostete landesweit im Schnitt deutlich mehr als vier Dollar pro Gallone, rund 3,8 Liter. Vizepräsident Vance argumentierte, der Grund für die Niederlage sei klar, und jede Diskussion über das weitere Vorgehen müsse dort ansetzen. Der Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, will nicht Fraktionsführer der Minderheit werden. Am 4. November schrieb das Weiße Haus auf X, Trump sei weiterhin Präsident des Landes, dazu ein Foto von ihm mit ernstem Gesichtsausdruck, geballten Fäusten und auf seinen Schreibtisch im Oval Office gestützt. Trump hatte vor der Wahl Betrugsvorwürfe erhoben, erklärte danach aber, er akzeptiere das Ergebnis.

Die Lage im Kongress und im Senat

Die Demokraten gewannen zudem Senatssitze in Iowa, North Carolina, South Carolina, Ohio und Maine. In Texas besiegte der 37-jährige James Talarico den Trump-Verbündeten Ken Paxton im Rennen um einen Senatssitz, und auch das Gouverneursrennen dort gewannen die Demokraten. In Kansas gewann Adam Hamilton, ein protestantischer Prediger, einen Senatssitz für die Demokraten – eine Partei, die dort seit 1932 keinen mehr gehalten hatte. In Michigan siegte Abdul El-Sayed vom linken Flügel der Partei; er wird der erste Muslim im US-Senat sein. Hakeem Jeffries, der voraussichtlich nächste Sprecher des Repräsentantenhauses, nannte den Sieg überwältigend. Der neue Kongress tritt am 3. Januar zusammen und gibt den Demokraten die Macht, während Trumps verbleibender zwei Amtsjahre weitreichende Untersuchungen gegen den Präsidenten einzuleiten.

Wie es für 2028 weitergeht

Der Start des Rennens um das Weiße Haus wird auf den 4. November datiert. Die Republikaner müssen entscheiden, ob sie mit dem Trumpismus brechen oder für 2028 einen Kandidaten unterstützen, der dessen autoritären und nationalistischen Kurs fortsetzt; Trump selbst darf nicht erneut antreten. Die Demokraten bleiben gespalten zwischen einem Mitte-Lager und einem linksprogressiven Flügel, und beide Flügel gewannen am 3. November Rennen. Als mögliche Namen werden bereits James Talarico, Jon Ossoff, Alexandria Ocasio-Cortez, Josh Shapiro und Gavin Newsom, der scheidende Gouverneur von Kalifornien, gehandelt. Wer auch immer die Partei führt, muss ihre Flügel einen, bevor sich der Weg ins Weiße Haus öffnet.

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