BerichtUS-Zwischenwahlen

Wahlen · Austin, Washington und Berlin

Demokraten erobern US-Repräsentantenhaus und Senat – Midterm-Debakel für Trump

Die Demokraten haben bei den Midterms am 3. November die Kontrolle über den US-Senat und das Repräsentantenhaus gewonnen und den Republikanern Sitze von Texas bis Maine abgenommen. Trump erklärte, er stehe nicht auf dem Stimmzettel, während die Republikaner sich auf Abrechnungen einstellten.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von TheJournal.ie, Irish Independent, Washington Post und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Austin, Washington, Berlin · Vereinigte Staaten, Deutschland
Wie es dazu kam
  1. 3. November, gegen 21 UhrDemokratische Mitarbeiter errichteten ein Rednerpult, damit Chuck Schumer vor laufenden Kameras sprechen konnte
  2. 3. November, kurz vor MitternachtSchumer erklärt Reportern, die Demokraten hätten den Senat gewonnen
  3. 3. November, spät am AbendTrump sagt Fox News, er habe nicht auf dem Stimmzettel gestanden
  4. 4. November, früher MorgenSenatswahlen in Alaska und Mississippi noch zu knapp für eine Prognose

Demokraten erobern beide Kammern

Die Demokraten gewannen bei den am Dienstag, 3. November, abgehaltenen Midterm-Wahlen die Kontrolle über den US-Senat und das Repräsentantenhaus und drehten republikanische Sitze von Texas bis Maine. Die Auszählung von Al Jazeera sah die Demokraten bei 54 gewonnenen Senatssitzen und einem weiteren in Führung, gegen 44 gewonnene republikanische Sitze und einen weiteren in Führung. Im Repräsentantenhaus verzeichnete die Zählung der Associated Press 228 gewonnene demokratische Sitze und 34 weitere in Führung, während eine frühere Zählung 225 ergab. Die Senatswahlen in Alaska und Mississippi waren am frühen 4. November noch zu knapp, um sie zu prognostizieren.

Senatssitze nach Partei, Stand 4. NovemberSitze
Demokraten
54 Sitze
Republikaner
44 Sitze

Daten aus dem Artikeltext

In Texas besiegte James Talarico den Generalstaatsanwalt des Bundesstaates, Ken Paxton, und Gina Hinojosa wurde zur Siegerin des Gouverneursrennens gegen Greg Abbott erklärt, der eine vierte Amtszeit angestrebt hatte. Troy Jackson stürzte die fünfmal gewählte Republikanerin Susan Collins in Maine, Abdul El-Sayed gewann in Michigan und wird der erste Muslim im Senat, und Adam Hamilton wurde der erste demokratische Senator aus Kansas seit 1932. Chris Pappas gewann New Hampshire – der erste offen schwule Mann in der oberen Kammer –, während auch Sherrod Brown, Roy Cooper, Annie Andrews und Jon Ossoff Senatssitze gewannen.

Die Demokraten stellen nun 28 Gouverneursposten gegenüber 20 für die Republikaner, zwei Bundesstaaten sind noch offen – nach 23 nach den Midterms 2024. Auch auf Ebene der Bundesstaatslegislaturen eroberten sie Mehrheiten.

Gouverneursämter nach Partei, Stand 4. NovemberGouverneursämter
Demokraten
28 Gouverneursämter
Republikaner
20 Gouverneursämter

Daten aus dem Artikeltext

Trump und das republikanische Debakel

Die Republikaner erwachten am 4. November zu einem Midterm-Debakel im ganzen Land. In privaten Telefonaten und Textnachrichten beklagten sie Strategien, die sie nun als unzureichend ansahen, etwa den Vorstoß zur Neuaufteilung der Wahlkreise im Süden, sowie den Krieg im Iran, den sie als politisch schädlich betrachteten. Trump distanzierte sich am späten Abend des 3. November von dem Ergebnis und sagte Fox News:

„Ich möchte es nicht als Niederlage für mich betrachten; ich stand nicht auf dem Stimmzettel.“

Donald Trump, US-Präsident

Die Neuaufteilungsbemühungen, die er unterstützte, scheiterten: Die Demokraten gewannen in neuen Wahlkreisen, die in Texas und Florida auf leichte republikanische Siege zugeschnitten waren, und seine handverlesenen Kandidaten Ken Paxton, Michael Whatley und Darline Graham verloren alle. Wähler nannten hohe Preise, Korruption und einen weiteren Krieg im Nahen Osten. Nachwahlbefragungen von AP und den Sendern zeigten zweistellige Verschiebungen zugunsten der Demokraten bei Latinos, katholischen Wählern und Wählern unter 30.

Gegen 21 Uhr am 3. November errichteten die Demokraten im Senat ein Rednerpult, damit Chuck Schumer vor laufenden Kameras feiern konnte. Schumer sagte:

„Die Republikaner haben eine Entscheidung getroffen und sind [Präsident Donald] Trump über die Klippe gefolgt.“

Chuck Schumer, Fraktionsführer

Reaktionen im Ausland

Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre sagte zu Reuters:

„Das ist ein starkes politisches Signal für einen Kurswechsel unter den amerikanischen Wählern.“

Jonas Gahr Støre, Norwegischer Ministerpräsident

Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa sagte vor Reportern, die Ergebnisse würden eine neue Ära in den Weltbeziehungen einläuten. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez sagte, die amerikanische Gesellschaft habe gegen eine Politik gestimmt, die nur verarmen lasse, gegen Hass und gegen die Leugnung des Klimawandels. Auf der Berlin Security Conference am Morgen des 4. November sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius, Deutschland werde den engen Kontakt zu den Demokraten suchen, wisse aber nicht, was der Präsident in naher Zukunft tun werde. Taiwans Außenministerium erklärte, es werde die Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten weiter vertiefen.

Wie es weitergeht

Anfang Januar werden die Demokraten mindestens 54 Senatssitze und mindestens 228 Sitze im Repräsentantenhaus halten – genug, um Trumps Gesetzesvorhaben, Richterkandidaten und Kabinettsnominierungen zu blockieren und seine Regierung zu untersuchen. Hakeem Jeffries, der als erster schwarzer Sprecher des Repräsentantenhauses werden dürfte, gelobte in der Wahlnacht, sich auf Bezahlbarkeit und Rechenschaftspflicht zu konzentrieren. Die Demokraten stehen nun vor der Aufgabe, Progressive, Sozialisten und Zentristen hinter einer Agenda zu vereinen – ohne klare Führungsfigur oder Botschaft.

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