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Kurz gefasst

  • Delegierte aus Dänemark, Schweden, Finnland, Norwegen und den baltischen Staaten sowie den Niederlanden und Deutschland verließen den Raum, als Anton Siluanow zu sprechen begann, so drei von Reuters zitierte Quellen.

  • Eelco Heinen sagte am Mittwoch, 14. Oktober, ein vom thailändischen Premierminister ausgerichtetes Abendessen für Delegationsleiter ab, nachdem sanktionierte Russen auf der Gästeliste aufgetaucht waren.

  • Am Freitag, 16. Oktober, kündigte Trump die Aufhebung mehrerer Sanktionen, Beschränkungen und Zölle gegen Russland an, trotz eines vom Kongress verabschiedeten und im September unterzeichneten Gesetzes.

  • Seit der Invasion im Februar 2022 haben Meinungsverschiedenheiten im IMFC gemeinsame Erklärungen im Konsens verhindert, und die Spannungen sind in diesem Jahr erneut gestiegen.

Foto: premier.gov.ru, CC BY 4.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt)
Wie es dazu kam
  1. 15. Oktober 2026Deutschland warnt vor einer Wiedereingliederung Russlands in internationale Institutionen
  2. 16. Oktober 2026Trump kündigt die Aufhebung mehrerer Russland-Sanktionen und Zölle an; EU-Staats- und Regierungschefs unterstützen Selenskyj beim Gipfel in Brüssel
  3. 17. Oktober 2026Delegierte verlassen die Sitzung des IWF-Lenkungsausschusses in Bangkok, als Siluanow spricht

Der Eklat in Bangkok

Mehrere Delegationen verließen am Samstag, 17. Oktober, eine Sitzung des Lenkungsausschusses des Internationalen Währungsfonds in Bangkok, gerade als der russische Finanzminister Anton Siluanow begann, vor dem Plenum zu sprechen. Drei anwesende Quellen sagten gegenüber Reuters, zu der Gruppe hätten auch Mitglieder aus der Europäischen Union gehört. Etwa zehn Delegierte aus Dänemark, Schweden, Finnland, Norwegen und den baltischen Staaten verließen den Saal, und das niederländische Finanzministerium bestätigte, dass auch die Niederlande den Raum verließen. Deutschland schloss sich dem Auszug an, wie Reuters berichtet. Es ist das erste Mal seit der russischen Invasion in der Ukraine im Februar 2022, dass russische Beamte, die auf internationalen Sanktionslisten stehen, beim Jahrestreffen des IWF willkommen sind.

Warum die Niederlande protestierten

Der niederländische Finanzminister Eelco Heinen hatte bereits einem anderen Treffen am Rande der IWF-Konferenz ferngeblieben. Am Mittwochabend, 14. Oktober, sagte er auch ein Abendessen für Delegationsleiter ab, das der thailändische Premierminister ausrichtete, nachdem in letzter Minute bekannt geworden war, dass sanktionierte Russen auf der Gästeliste standen. Heinen erklärte seine Haltung in deutlichen Worten.

„Wir werden uns nicht an einen Tisch mit Personen setzen, die von Europa und den USA sanktioniert sind. Das würde die Beziehung normalisieren.“

Eelco Heinen, Niederländischer Finanzminister

Heinen fügte hinzu, die aktuelle Lage sei nicht normal. Er sagte auch, Russland eskaliere den Krieg und unschuldige Menschen stürben, was seiner Ansicht nach bedeutet, dass Europa nicht so tun könne, als ob nichts geschehe.

Berlin und Washington

Am Donnerstag, 15. Oktober, sagte der deutsche Finanzminister Lars Klingbeil, er sehe Versuche, insbesondere aus den Vereinigten Staaten, Russland wieder auf die internationale Bühne zu bringen. Am selben Tag warnte Deutschland vor Bestrebungen, Russland wieder in internationale Institutionen zu integrieren. Diese Warnungen folgten auf Siluanows Teilnahme an einem G20-Treffen der Finanzminister und Zentralbankgouverneure Ende August in Asheville, North Carolina. Die Vereinigten Staaten, die derzeit den G20-Vorsitz innehaben, hatten die Anwesenheit des russischen Ministers trotz Einwänden europäischer Mitglieder unterstützt. Eine Quelle sagte, die USA hätten in ihrem Beitrag zum IWF-Treffen Russland nicht einmal verurteilt, während andere Länder, die die Ukraine unterstützen, dies taten.

Sanktionserleichterungen und EU-Unterstützung für Kiew

In der Woche zuvor, in der Woche des 5. Oktober, hatte Donald Trump mit Moskau eine Vereinbarung erzielt, die Exporte von russischem Diesel erlaubt. Am Freitag, 16. Oktober, kündigte er an, mehrere Sanktionen, Beschränkungen und Zölle gegen Russland aufzuheben, obwohl sie auf einem vom Kongress verabschiedeten Gesetz beruhten, das er im September unterzeichnet hatte. Einem Bericht zufolge ist das Ziel, die Dieselpreise vor den Zwischenwahlen zu senken, nachdem die Preise während des US-Konflikts mit dem Iran gestiegen waren. Am selben Tag versammelten sich die EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel und drückten ihre Unterstützung für den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj aus, der mehrere Tage lang scharfe Kritik von Trump hatte hinnehmen müssen.

Spaltungen innerhalb des IWF

Reuters merkte an, dass seit Februar 2022 tiefe Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Internationalen Währungs- und Finanzausschusses, des Beratungsgremiums des IWF, verhindert haben, dass gemeinsame Erklärungen im Konsens verabschiedet werden. Die Spannungen sind in diesem Jahr erneut gestiegen, auch weil sich die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und der Ukraine verschlechtert haben. Ein anonym zitierter europäischer Diplomat sagte, der Krieg in der Ukraine sei für Europa existenziell und die Beziehungen zu Russland könnten nicht normalisiert werden. Der Auszug in Bangkok zeigt, wie weit die Seiten in der Frage, ob Russland an den Tisch zurückkehren sollte, noch auseinanderliegen.

Weiter in der heutigen Ausgabe

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Heutiger Brief · 4 Min. zum AnhörenRussland bombardiert Ukrainas Stromnetz mit 320 DrohnenLive · 5 ThemenRumänien schießt Drohnen über Schwarzem Meer ab

Quellen und Kontext

  • BFMTVvor 3 Std.„Wir können unsere Beziehungen zu Russland nicht normalisieren“: russischer Minister beim IWF von europäischen Delegierten boykottiert"Nous ne pouvons pas normaliser nos relations avec la Russie": un ministre russe boycotté au FMI par des délégués européens · Original auf Französisch
  • Telegraafvor 7 Std.Niederlande verlassen IWF-Treffen wegen russischer Rede: „Nicht mit von Europa sanktionierten Personen am Tisch“Nederland loopt weg bij IMF-vergadering om Russische speech: 'Niet aan tafel met door Europa gesanctioneerde personen' · Original auf Niederländisch
  • Het Paroolvor 7 Std.Niederländische Delegation verlässt während der Rede des russischen Ministers das IWF-TreffenNederlandse delegatie loopt weg bij praatje Russische minister op IMF-bijeenkomst · Original auf Niederländisch
  • rmf24.plvor 10 Std.Delegierte verließen den Raum, als der russische Minister das Wort ergriffDelegaci opuścili salę, gdy rosyjski minister zabrał głos · Original auf Polnisch
Anton Siluanov
Russischer Finanzminister, dessen Rede den Auszug bei der Sitzung des IWF-Lenkungsausschusses auslöste
Eelco Heinen
Niederländischer Finanzminister, der sich weigerte, mit sanktionierten Russen an einem Tisch zu sitzen, und die betreffenden Treffen mied
Lars Klingbeil
Deutscher Finanzminister, der die US-Bemühungen kritisierte, Russland wieder in internationale Foren zu bringen
Donald Trump
US-Präsident, der mehrere Russland-Sanktionen und Zölle aufhob und einen Diesel-Deal mit Moskau abschloss
Volodymyr Zelensky
Ukrainischer Präsident, der beim Gipfel in Brüssel die Unterstützung der EU-Staats- und Regierungschefs erhielt, nachdem Trump ihn kritisiert hatte

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Veröffentlicht heute um 16:16.

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In diesem Text

Der Eklat in BangkokDer Eklat in BangkokWarum die Niederlande protestiertenWarum die Niederlande protestiertenBerlin und WashingtonBerlin und WashingtonSanktionserleichterungen und EU-Unterstützung für KiewSanktionserleichterungen und EU-Unterstützung für KiewSpaltungen innerhalb des IWFSpaltungen innerhalb des IWF

Wo

Bangkok

Auf Grundlage von Berichten von

BFMTV, Telegraaf, Het Parool, rmf24.pl

Liste der Quellen

Diplomatie · Bangkok

Delegierte verlassen Saal, als Russlands Finanzminister Siluanow bei IWF-Treffen in Bangkok spricht

Etwa zehn europäische Delegationen, darunter die Niederlande und Deutschland, verließen am Samstag, 17. Oktober, eine Sitzung des Lenkungsausschusses des IWF in Bangkok, als der russische Finanzminister Anton Siluanow zu sprechen begann.

Bangkok
Bangkok · Thailand

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KI-Text auf Grundlage von Berichten von BFMTV, Telegraaf, Het Parool und weiteren Medien. Veröffentlicht heute um 16:16.

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