Regierung · Brüssel

Bart De Wever bestätigt vorläufige Haushaltsführung, während der König über seinen Rücktritt berät

Belgiens Premierminister Bart De Wever hat der Kammer am Donnerstag, 5. November, mitgeteilt, dass das kommende Haushaltsjahr unter vorläufigen Zwölfteln beginnen wird, während König Philippe bis Freitag, 6. November, über seinen Rücktritt berät.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von La Libre.be, RTBF, Le Soir und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Brüssel · Belgien
Wie es dazu kam
  1. 1.11.Kern-Treffen kommt zu dem Schluss, dass keine Einigung über einen Mehrjahreshaushalt erzielt wird
  2. 2.11.De Wever reicht seinen Rücktritt beim König ein
  3. 5.11.De Wever bestätigt in der Kammer, dass vorläufige Zwölftel gelten werden
  4. 6.11.König Philippe trifft De Wever und entscheidet über den Rücktritt

Rücktritt wegen des Haushalts

Belgiens Premierminister Bart De Wever hat am Montag, 2. November, seinen Rücktritt bei König Philippe eingereicht, nachdem sich die Regierung nicht auf einen Mehrjahreshaushalt einigen konnte. Am Donnerstag, 5. November, sprach er in der Kammer – seine ersten öffentlichen Äußerungen seitdem – und nutzte drei der fünf Minuten, die ihm in der Fragestunde zustanden. Er sagte den Abgeordneten, ein Kern-Treffen am Sonntag, 1. November, habe ihn überzeugt, dass keine Einigung über einen Mehrjahreshaushalt zustande kommen werde. Er übernehme die Verantwortung, sagte er, das Ergebnis sei ein Scheitern der Regierung, und als Chef des Teams habe er seinen Rücktritt eingereicht. Zugleich warnte er vor dem rapiden Anstieg der Staatsverschuldung und sprach von einer drohenden Katastrophe.

„Die Regierung hat es nicht geschafft, einen Mehrjahreshaushalt zu verabschieden. Die Regierung ist schwer gescheitert, und deshalb habe ich meinen Rücktritt eingereicht.“

Bart De Wever, Belgischer Premierminister und N-VA-Vorsitzender

Vorläufige Zwölftel für das kommende Jahr

Ohne Haushaltseinigung startet Belgien das kommende Haushaltsjahr mit vorläufigen Zwölfteln – ein Verfahren, das die Mittel des Vorjahres fortschreibt, ohne die geplante Konsolidierung. Unter diesem Regime darf der Staat monatlich nur ein Zwölftel der Ausgaben des Vorjahres tätigen, und es gibt keinen vollständigen Haushalt. Es blieb eine geringe Chance, dass die Regierung in den kommenden Stunden und Tagen doch noch eine Einigung erzielt, um das Verfahren zu vermeiden, doch De Wever schloss das aus. Er sagte es deutlich.

„Wir werden zu den vorläufigen Zwölfteln übergehen müssen.“

Bart De Wever, Belgischer Premierminister und N-VA-Vorsitzender

Die Regelung gilt mindestens für die ersten Monate des kommenden Haushaltsjahres, das De Wever als das zweite Jahr in Folge auf dieser Grundlage bezeichnete. Im Herbst hatte er dieses Regime noch um jeden Preis vermeiden wollen; seine geänderte Haltung bestätigte er am Donnerstag in der Kammer.

Zinslast und die IWF-Schätzung

De Wever verwies auf eine Schätzung des IWF vom Juni, wonach die Anstrengungen der Regierung bis zum Ende des Jahrzehnts eine strukturelle Haushaltsverbesserung von fast 2 % des BIP bringen würden, rund 12 Milliarden Euro pro Jahr. Diese Zahlen seien durchaus bedeutsam, sagte er, doch die wirtschaftliche Lage sei so ungünstig, dass das Land von seinem Ziel noch weit entfernt sei. Er verwies auf jüngste Prognosen der Nationalbank und der Föderalen Schuldenagentur zu steigenden Zinslasten. In diesem Jahr zahlen alle Behörden zusammen 16 Milliarden Euro Zinsen auf die Schulden, und er warnte, die Rechnung könne bis 2035 auf 50 Milliarden Euro steigen, wenn sich die Umstände nicht änderten. Die Kosten würden nicht allein künftige Generationen treffen, argumentierte er, denn die Rechnung komme viel früher und erreiche alle.

Zinslast und IWF-SchätzungMrd. Euro
Zinszahlungen aller Behörden in diesem Jahr (2026)
16 Mrd. Euro
IWF-Schätzung der strukturellen Verbesserung pro Jahr bis Ende des Jahrzehnts
12 Mrd. Euro

Daten aus dem Artikeltext

Nächste Schritte und Reaktionen

König Philippe empfing in dieser Woche die Vorsitzenden der Mehrheitsparteien der Arizona-Koalition, um deren Bereitschaft auszuloten, mit dem aktuellen Team weiterzumachen; seine Konsultationen endeten am Donnerstagmittag. Am Freitag, 6. November, trifft er De Wever erneut und muss entscheiden, ob er den Rücktritt annimmt oder der Regierung mehr Zeit gibt. De Wever ließ nicht erkennen, in welche Richtung er das erwartet. Er sagte, der König werde ihm am Freitag Bericht erstatten, und die kommenden Tage und Wochen würden zeigen, wie sich die Dinge entwickeln.

Die Oppositionsparteien haben ihre Kritik an der Arizona-Koalition verstärkt, und die Stimmung innerhalb der Koalition bleibt angespannt. Maxime Prévot forderte ein kollektives Aufwachen und wies die Deutung der MR zurück, die einige Parteien dafür verantwortlich macht, neue Sparmaßnahmen zu verweigern. Georges-Louis Bouchez äußerte sich in Interviews mit RTL Info und der RTBF erstmals zu seinem eigenen Treffen mit dem König. De Wever sagte, er wolle nur unter einer Bedingung Premierminister sein.

„Ich will nur Premierminister einer Regierung sein, die diese Aufgabe zur Priorität macht.“

Bart De Wever, Belgischer Premierminister und N-VA-Vorsitzender

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