Wirtschaft · Frankfurt und Washington

Dax markiert Rekordhoch, nachdem die Demokraten Mehrheiten in beiden Kammern des US-Kongresses gewinnen

Der deutsche Dax übertraf am 5. November seinen August-Höchststand, nachdem die Demokraten beide Kammern des Kongresses gewonnen hatten und der Dow Jones am 4. November 3 % höher geschlossen hatte.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Der Tagesspiegel, Handelsblatt, tagesschau.de und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Frankfurt, Washington · Deutschland, Vereinigte Staaten

Zwischenwahlergebnis treibt deutsche Aktien an

Die Demokraten gewannen bei den US-Zwischenwahlen die Mehrheit sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat – ein Ergebnis, das als das wahrscheinlichste Szenario gegolten hatte. Die Hoffnung auf eine weniger konfrontative US-Außenpolitik trieb den Dax am 4. November um 2,22 % auf 26.437,67 Punkte, nachdem er zuvor bereits die Marke von 26.000 Punkten überschritten hatte. Sein Intraday-Hoch von fast 26.542 Punkten ließ ihn nur 78 Punkte unter seinem Rekordstand schließen. Auch der Dow Jones Industrial stieg in New York kräftig und schloss laut tagesschau.de 3 % höher bei 53.356 Punkten.

Jochen Stanzl von der Consorsbank sagte, das Ergebnis habe den Märkten in mehrfacher Hinsicht geholfen.

„Das Ergebnis stand schnell fest, es ist eindeutig, Trump akzeptiert es, und geteilte politische Macht bedeutet weniger Risiko politischer Überraschungen.“

Jochen Stanzl, Analyst bei

Joachim Schallmayer von der Dekabank sagte, die Wahl zeige, dass sich Trumps Politik nicht ohne Grenzen durchsetzen lasse, auch wenn er keine dramatischen politischen Kurswechsel erwarte und einige Branchen mit neuen Bedingungen rechnen müssten. Trump hat bislang signalisiert, dass er die Ergebnisse nicht anfechten will, was die Märkte mit Erleichterung aufnahmen.

Rekordterritorium am 5. November

Ein späterer, am 5. November veröffentlichter Bericht nannte für den Dax 26.644,33 Punkte – über dem August-Hoch von 26.628,74 Punkten. In seiner Schätzung vor Handelsbeginn hatte IG Markets den Index ein halbes Prozent höher bei 26.561 Punkten gesehen und auf einen Rekord von 26.619 Punkten verwiesen. Salah-Eddine Bouhmidi von IG sagte, der Index könne binnen Tagen sein Allzeithoch testen, wenn die Käufer den Ausbruch über 26.000 Punkte hielten; zugleich verwies er auf geopolitische Unsicherheit und das Risiko deutlicher Rückschläge. Andreas Lipkow von CMC Markets sagte, die neue politische Balance könne die US-Haushaltspolitik disziplinieren und Sorgen über die Staatsverschuldung und langfristige Anleiherenditen dämpfen; die Chancen auf eine Jahresendrally seien deutlich gestiegen.

Öl- und Gaspreise fallen

Brent-Rohöl notierte bis Ende Oktober über 115 Dollar je Barrel und fiel dann in der Woche ab dem 2. November um bis zu etwa 20 %. Das Handelsblatt nannte für den Januar-Kontrakt am Morgen des 5. November rund 95 Dollar. Europäisches Gas im TTF-Kontrakt hatte in der Woche zuvor erstmals seit Russlands umfassendem Einmarsch in die Ukraine im Jahr 2022 die Marke von 100 Euro je Megawattstunde überschritten und wurde am 5. November für Dezember-Lieferung bei 85 Euro gehandelt. Das iranische Außenministerium erklärte, Washington sei die Wiederöffnung der Straße von Hormus binnen zwei Tagen angeboten worden, falls es die Bedingungen Teherans akzeptiere; die Vermittler hätten ihre Gespräche intensiviert.

Gewinner und Verlierer in den Sektoren

Heidelberg Materials führte den Dax am 4. November mit einem Plus von 9,6 % an, nachdem der Konzern Umsatz und operativen Gewinn im dritten Quartal gesteigert und seine Ziele bestätigt hatte. Continental legte 5,2 % zu, nachdem das Unternehmen sein operatives Gewinnziel für das Gesamtjahr nach einem unerwartet hohen Quartalsgewinn anhob. BMW gewann 5,5 % trotz einer erneuten Prognosesenkung – ein Schritt, den Citi als Beschleunigung des Umbaus begrüßte. Deutsche Bank stieg um 6,9 %, Scout24 um 6,7 % und Commerzbank um 4,9 %. Aktien mit KI-Bezug wurden gemieden: Infineon verlor 4,1 %, Aixtron 6,3 % und Siemens Energy rund 8 %, da Anleger befürchteten, ein von den Demokraten kontrollierter Kongress könne den Ausbau der KI-Infrastruktur bremsen.

Ausgewählte Kursbewegungen im Dax am 4. November 2026%
Heidelberg Materials
9.6 %
Deutsche Bank
6.9 %
Scout24
6.7 %
BMW
5.5 %
Continental
5.2 %
Commerzbank
4.9 %
Infineon
-4.1 %
Aixtron
-6.3 %

Daten aus dem Artikeltext

Rheinmetall und eine schwache deutsche Wirtschaft

Rheinmetall-Aktien fielen am 5. November um fast 17 % und damit im Dax am stärksten, nachdem der Rüstungskonzern am Abend des 4. November seine Prognose erneut gesenkt hatte. Auch Deutsche Telekom, DHL Group, Siemens Healthineers, Commerzbank und Hochtief legen Quartalszahlen vor. Die Rally steht im Kontrast zu schlechten Nachrichten aus der deutschen Industrie, wo Unternehmen Tausende Stellen streichen, weil Handelskonflikte und stärkere Wettbewerber ihre Märkte schrumpfen lassen. Die Anleger richten ihren Blick eher auf die künftigen Gewinne der 40 Dax-Unternehmen als auf die aktuelle Lage.

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