Energie & Handel · London

Öl fällt unter 100 Dollar, weil der Wahlsieg der Demokraten die Wahrscheinlichkeit neuer Angriffe auf den Iran senkt

Die Ölpreise fielen am 4. November nach den US-Zwischenwahlen deutlich; Brent schloss 8,67 % niedriger bei 94,62 Dollar, weil Händler auf weniger US-Angriffe auf den Iran und ein schnelleres Ende des Krieges setzten.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Wirtschafts Woche, Il Sole 24 ORE, adevarul.ro und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

London · Vereinigtes Königreich
Wie es dazu kam
  1. 4. November, 16:30JD Vance schreibt auf X, der Krieg sei der Grund für die Niederlage der Republikaner
  2. 4.11.Brent schließt bei 94,62 Dollar, ein Minus von 8,67 %
  3. 5.11.Brent nahe 94 Dollar und WTI bei 87,06 Dollar, laut Il Sole 24 Ore

Brent fällt unter 100 Dollar

Die Ölpreise fielen am Mittwoch, dem 4. November, nach den Zwischenwahlen in den Vereinigten Staaten deutlich. Brent-Rohöl zur Lieferung im Januar schloss bei 94,62 Dollar pro Barrel, 8,67 % unter den 103,66 Dollar, mit denen es am Dienstag geschlossen hatte, wie Notícias ao Minuto berichtet. Über weite Teile der Sitzung hielt sich die Referenzsorte zwischen 103 und 104 Dollar, bevor um 16:30 Uhr der steile Rückgang begann. Die WirtschaftsWoche berichtete, der Rückgang habe Brent erstmals seit dem 7. Oktober unter 100 Dollar gedrückt. Auch europäisches Gas fiel um fast 7 %, auf 88,08 Euro pro Megawattstunde laut Il Sole 24 Ore bzw. auf 85 Euro laut La Razón.

Brent-Rohöl zur Lieferung im Januar, Schlusskurs$/bbl
2026-11-03
103.66 $/bbl
2026-11-04
94.62 $/bbl

Daten aus dem Artikeltext

Warum Händler die Preise drückten

Die Demokraten errangen Mehrheiten in Senat und Repräsentantenhaus und erhielten damit mehr Einfluss auf die Kriegsfinanzierung und Bestätigungsabstimmungen. Investoren lasen daraus eine geringere Chance auf neue US-Angriffe auf den Iran, nachdem Trump nach den Zwischenwahlen mit neuen Angriffen gedroht und Brent im Oktober ein Sechsmonatshoch erreicht hatte. Während die Wahllokale noch geöffnet waren, sagte Trump der Financial Times, er habe keine unmittelbaren Pläne, die Angriffe zu verstärken, und räumte später ein, es sei „weitgehend zutreffend“, dass die Republikaner wegen des Krieges verloren hätten. JD Vance schrieb auf X, der Krieg sei der Grund für die Niederlage, und jede offene Diskussion über den weiteren Weg müsse dort beginnen; die WirtschaftsWoche berichtete, er habe einen Meinungsforscher zitiert, der gesagt habe, die Vereinigten Staaten sollten den Krieg beenden und ihr Verhältnis zu Israel ändern. Der Minderheitsführer im Senat, Chuck Schumer, versprach, die Demokraten würden den Konflikt beenden, der nun im neunten Monat ist.

Was Analysten als Nächstes erwarten

Claudio Galimberti, Chefökonom bei Rystad Energy, sagte, da beide Kammern Resolutionen verabschieden, Kriegsmittel zurückhalten und Bestätigungsabstimmungen verzögern könnten, habe die Regierung einen engeren Spielraum für eine Einigung über die Straße von Hormus. Die WirtschaftsWoche merkte an, die teilweise Schließung der Straße von Hormus habe zuvor den starken Preisanstieg ausgelöst. Emily Ashford, Leiterin der Energieforschung bei Standard Chartered, sagte, die kommenden Tage würden zeigen, ob die Ölmärkte eine echte Entspannung sähen, und die Niederlage der Republikaner sei keine Garantie dafür. Ben Cahill vom Atlantic Council sagte gegenüber Axios, der Preisrutsch hänge direkt mit der US-Abstimmung und der Erwartung zusammen, dass Trump gegenüber dem Iran deeskaliere statt eskaliere. Pavel Molchanov von Raymond James nannte Vances Beitrag einen entscheidenden Katalysator für den steilen Fall, sagte aber, es sei unklar, ob die Äußerungen eine versöhnlichere Haltung gegenüber Teheran markierten. Seb Barker, Stratege beim Fonds Marshall Wace, sagte der Financial Times, Investoren erwarteten politische Kontrollen des Krieges durch den neuen Kongress und Mitglieder der Regierung.

Hoffnungen auf Diplomatie und angespannte Kraftstoffversorgung

Öl war bereits schwächer in die Woche gestartet, nachdem Reuters berichtet hatte, Brent und West Texas Intermediate seien am Montag, dem 2. November, um mehr als 3 % gefallen, in der Hoffnung auf eine diplomatische Lösung des US-Iran-Konflikts. Medienberichte über mögliche Fortschritte bei den Friedensbemühungen und eine Übergangsregelung zwischen Washington und Teheran nährten diese Hoffnungen laut WirtschaftsWoche. Axios berichtete, die Kontakte zwischen den beiden Ländern seien früher in der Woche wieder aufgenommen worden. Die physischen Märkte bleiben jedoch angespannt. Rohölladungen, die den Persischen Golf verlassen, haben wieder zugenommen, doch die Lieferungen raffinierter Produkte sind weiterhin eingeschränkt. Die US-Destillatbestände, zu denen Diesel gehört, fielen in der letzten Woche unter 100 Millionen Barrel, den niedrigsten Stand seit 2003, wie aus Regierungsdaten hervorgeht. Am Donnerstag, dem 5. November, meldete Il Sole 24 Ore Brent nahe 94 Dollar und WTI bei 87,06 Dollar, ein Rückgang um 1,2 %.

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