Makroökonomie · Frankfurt, Zürich und Washington

DAX und SMI erreichen Rekorde nach Sieg der Demokraten bei US-Zwischenwahlen, Öl fällt

Der DAX übertraf am Donnerstag, 5. November, seinen Rekord von Ende August, während der Schweizer SMI erstmals über 15.000 Punkten schloss, nachdem die Demokraten die Kontrolle über den Kongress übernommen hatten.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von DIE WELT, N-tv, SWI swissinfo.ch und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Frankfurt, Zürich, Washington · Deutschland, Schweiz, Vereinigte Staaten
Wie es dazu kam
  1. 4.11.SMI überschreitet erstmals 15.000 Punkte
  2. 4. November, SchlussSMI schließt bei 15.022,85 Punkten, ein Plus von 1,9 %
  3. 4. November, AbendÖlpreisrückgang beschleunigt sich auf mehr als 8 %
  4. 5. November, MorgenDAX steigt auf 26.626 Punkte, ein Rekord über dem Hoch von Ende August

Schweizer Index überschreitet 15.000 Punkte

Der Swiss Market Index (SMI) stieg am Mittwoch, 4. November, gegen 16.40 Uhr erstmals über 15.000 Punkte. Zum Handelsschluss stand er bei 15.022,85 Punkten, ein Plus von 1,9 %, nachdem er im Tagesverlauf ein Allzeithoch von 15.044 Punkten erreicht hatte. Der breitere SPI legte um 1,7 % auf 21.158 Punkte zu, und 18 der 20 SMI-Titel schlossen im Plus. Logitech führte den Index mit einem Schlussgewinn von 8,7 % an, nachdem auch die Apple-Aktie an diesem Tag deutlich zugelegt hatte, während Alcon um 5,8 % und UBS um 4,6 % stiegen. Die UBS-Aktie wurde durch einen Bloomberg-Bericht über einen neuen Kompromissvorschlag im Streit um die Eigenkapitalregeln gestützt, und Spekulationen, wonach Morgan Stanley die Bank kaufen könnte, kamen erneut auf.

DAX wieder auf Rekordniveau

Der DAX stieg am Mittwoch um 2,2 % und schloss bei 26.438 Punkten, womit er eine im Tagesverlauf begonnene Rally fortsetzte. Am Donnerstag, 5. November, kletterte er im frühen Handel um bis zu 0,7 % auf 26.626 Punkte und übertraf damit den Ende August aufgestellten Rekord. Am Morgen war der Index zuvor mit 26.646,32 Punkten und einem Plus von 0,8 % notiert worden, die Angaben aus der ersten Handelsstunde weichen daher ab. Andreas Lipkow, Chefmarktanalyst bei CMC Markets, argumentierte, ein disziplinierterer US-Haushalt könnte die Sorgen über hohe Kreditaufnahme und hohe langfristige Renditen dämpfen.

„Die veränderte Machtbalance könnte die amerikanische Haushaltspolitik stärker disziplinieren und damit zumindest einen Teil der Sorgen über eine aus dem Ruder laufende Staatsverschuldung und langfristig hohe Anleiherenditen lindern.“

Andreas Lipkow

Öl fällt, Banken führen die Gewinne an

Brent-Rohöl fiel am Mittwoch um 4,5 % auf 98,83 Dollar je Barrel. Am Abend beschleunigte sich der Rückgang auf mehr als 8 %, nachdem US-Vizepräsident JD Vance erklärt hatte, der Kurs gegenüber dem Iran trage einen entscheidenden Anteil der Schuld am Wahlergebnis. Lipkow ergänzte, niedrigere Energiepreise würden den Inflationsdruck dämpfen und den Notenbanken mehr Spielraum geben. Dennis Kissler von BOK Financial sagte, die demokratische Mehrheit im Kongress könnte die Chance auf eine baldige Friedenslösung im Nahen Osten erhöhen. Der Index europäischer Banken stieg um 4,6 %, der größte Sektorgewinn in Europa. Michael Field, Aktienstratege bei Morningstar, erklärte, warum Banken zulegten.

„Weil der Kongress nun in demokratischer Hand ist, sind die Möglichkeiten der US-Regierung begrenzt, europäischen Banken in den USA Bedingungen aufzuerlegen oder sie zu sanktionieren.“

Michael Field, Aktienstratege bei Morningstar
Index- und Sektorgewinne am Mittwoch, 4. November 2026%
DAX
2.2 %
SMI
1.9 %
Index europäischer Banken
4.6 %

Daten aus dem Artikeltext

Tech-Werte gespalten, Sorgen um KI breiten sich aus

Technologiewerte reagierten uneinheitlich auf die Wahl. Tesla fiel deutlich und Chip-Hersteller verloren an Boden, während Alphabet und Microsoft kräftig zulegten. Der Nasdaq eröffnete höher und stieg weiter, die von manchen Analysten erwartete scharfe Korrektur blieb also aus. Anleger sorgten sich zudem, die Demokraten könnten die Regeln für den KI-Sektor verschärfen, etwa für den Bau neuer Rechenzentren, und diese Sorge belastete asiatische Chip-Hersteller. In Tokio verlor der Nikkei zeitweise 4,5 %, bevor er sich erholte. Nach der US-Eröffnungsglocke legte der Dow Jones um 2,2 % und der Nasdaq um 2,1 % zu. Aktien erneuerbarer Energien stiegen in Erwartung, dass die Demokraten die Förderung sauberer Energieprojekte ausweiten würden.

Vorsicht vor der nächsten Sitzung

Ein Marktanalyst warnte, Anleger sollten nicht schon am Abend feiern. Er verwies auf eine Mischung aus Risiken im Nahen Osten, Inflations- und Zinssorgen sowie Zweifel an der KI als Gründe für Zurückhaltung. Am Donnerstag geriet der technologielastige Kospi in Asien unter Druck, Händler sprachen von einer Umschichtung von Geldern, die den Technologiesektor traf.

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