Sicherheit · Chișinău

Cyberangriff legt Daten von rund 450.000 Moldauerinnen und Moldauern offen – fast ein Viertel der Bevölkerung

Staatspräsidentin Maia Sandu sagte, der Angriff zwischen dem 19. und 23. Oktober sei erfolgreich gewesen, weil die staatlichen Systeme zwar die anfragende Anwendung prüften, nicht aber die Identität des Nutzers. Die erste offizielle Schätzung von 750.000 Betroffenen wurde inzwischen auf etwa 450.000 nach unten korrigiert.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von LaSexta, ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL, EL PAÍS und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Chișinău · Moldau
Wie es dazu kam
  1. 19.10.Zeitfenster des Eindringens beginnt
  2. 20.10.Höhepunkt der Angriffsaktivität
  3. 23.10.Institutionen beginnen, den Zugang der Angreifer zu sperren
  4. 24.10.Angriffe enden, einen Tag nach Beginn der Sperrung

Was die Behörden bekannt gaben

Moldaus Staatspräsidentin Maia Sandu bestätigte am Freitag, dem 6. November 2026, in einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz, dass ein Cyberangriff persönliche, finanzielle und medizinische Daten von etwa 450.000 Bürgerinnen und Bürgern offengelegt hat. Das Land hat 2,4 Millionen Einwohner, die Zahl betrifft damit nahezu ein Viertel der Bevölkerung. Sandu warnte, die Betroffenen könnten Opfer von Telefonbetrug, betrügerischen Nachrichten und Identitätsdiebstahl werden. Nach vorläufigen Angaben der Behörde für elektronische Verwaltung (AGE) stellten die Angreifer rund 11 Millionen Zugriffsanfragen und fragten etwa eine Million Personenkennnummern ab. Der Einbruch richtete sich gegen die Computersysteme der staatlichen Verwaltung, die von der Behörde betrieben werden.

Chronologie des Eindringens

Der Einbruch ereignete sich zwischen dem 19. und 23. Oktober, wobei der 20. Oktober der Tag mit der größten Aktivität war. Am 23. Oktober begannen die Institutionen, den Zugang der Angreifer zu sperren, einen Tag später endeten die Angriffe. Sandu räumte ein, dass die staatlichen Stellen Zeit brauchten, um den Diebstahl zu entdecken. Berichten zufolge wurde die Reaktion des Staates zudem durch das Fehlen eines Kommunikationsprotokolls zwischen den Institutionen verzögert.

Wie das System überwunden wurde

Sandu bezeichnete die Ursache als strukturell und mit der Verwaltungsführung verbunden. Die Systeme prüften nur die Anwendung, die Daten anforderte, nicht aber die Identität des Nutzers oder ob dieser überhaupt ein Recht auf Zugriff hatte – so öffnete eine einzige fehlerhaft konfigurierte Anwendung die Datensätze von mindestens zehn Institutionen. Einmal im System, nutzten die Angreifer eine Reihe von Personenkennnummern (IDNP), um Daten abzuziehen, und verwendeten diese Daten dann, um weiter vorzudringen und vollständige Dateien abzurufen, so die Darstellung ihrer Äußerungen bei Deutsche Welle. Sandu bezeichnete die Architektur zudem als veraltet und brachte die Geschwindigkeit des Einbruchs mit neuer Technologie in Verbindung:

„Die Geschwindigkeit, mit der sich Informationstechnologien entwickeln, insbesondere die künstliche Intelligenz, erlaubt es böswilligen Akteuren, Schwachstellen sehr schnell zu finden und auszunutzen.“

Maia Sandu, Staatspräsidentin von Moldau

Sie sagte außerdem, ein Jahr zuvor wäre der Angriff nicht möglich gewesen.

Reaktion und nächste Schritte

Sandu berief am Freitag den Nationalen Sicherheitsrat ein, um die Schwachstellen zu erörtern. Die Regierung hat vorläufige Maßnahmen zur Absicherung ihrer Systeme ergriffen, und eine von der Regierung eingesetzte Arbeitsgruppe unter Leitung von Premierminister Vasile Tofan hat einen Monat Zeit, langfristige Schutzmechanismen zu entwickeln. Einige der gefundenen Lösungen sind vertraulich, damit Angreifer sie nicht ausnutzen können. Die AGE soll jede betroffene Person einzeln benachrichtigen, und die Banken sollen über die Personen informiert werden, deren Daten abgerufen wurden. Die Regierung erklärte gegenüber EL PAÍS, das Ausmaß des Vorfalls sei weiterhin erheblich.

Sandu sagte, Bankdaten seien nicht genutzt worden, um auf Konten von Bürgerinnen und Bürgern zuzugreifen, bat die Menschen aber, bei verdächtiger Kommunikation wachsam zu bleiben. Mediafax berichtete, zu den abgerufenen Informationen gehörten auch IBAN-Codes, die Kriminelle mit anderen persönlichen Daten kombinieren könnten, um das Vertrauen ihrer Opfer zu gewinnen, indem sie sich als Mitarbeiter von Banken oder öffentlichen Einrichtungen ausgeben. Die Behörden raten Bürgerinnen und Bürgern, Passwörter, Authentifizierungscodes oder vertrauliche Bankinformationen nicht am Telefon oder per Nachricht weiterzugeben.

Korrigierte Zahlen und weiterer Kontext

Erste offizielle Schätzungen hatten die Zahl der Betroffenen auf etwa 750.000 beziffert, die jüngste Zahl liegt bei etwa 450.000. Die Daten wurden über die staatlichen Register selbst abgerufen, zu denen die Angreifer über einen einzigen Zugangspunkt gelangten.

Geschätzte Zahl der Bürgerinnen und Bürger, deren Daten abgerufen wurdenPersonen
Erste offizielle Schätzung
750000 Personen
Neueste Schätzung (6. November 2026)
450000 Personen

Daten aus dem Artikeltext

Sandus Ankündigung fiel in eine Zeit, in der Europa mit weiteren Cybervorfällen konfrontiert war, darunter der Diebstahl von Kryptowährung von der Plattform Binance und die Fernmanipulation industrieller Kühlsysteme in Supermärkten, Geschäften und Blutbanken.

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