Digital · Chișinău
Cyberangriff auf Moldaus Regierungssysteme legt Daten von rund 750.000 Bürgerinnen und Bürgern offen
Nach Angaben der moldauischen Behörden wurden bei dem Angriff Daten zu rund 750.000 Personenkennnummern abgezogen. Die Leiterin der E-Government-Agentur verlässt ihren Posten.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von G4Media.ro, ČT24, adevarul.ro und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Die AGE erklärte am 28. Oktober, Daten zu rund 750.000 Personenkennnummern seien abgezogen worden, von etwa einer Million IDNP, auf die zwischen dem 19. und 23. Oktober zugegriffen wurde.
Am 23. Oktober trennten die Behörden 82 öffentliche digitale Dienste und mehr als 30 Systeme vom Netz, der Datenabzug endete um 11:30 Uhr. Die vollständige Wiederherstellung war am Morgen des 27. Oktober abgeschlossen.
Premierminister Vasile Tofan gab die Entlassung von Nicoleta Colomeeț bekannt, während die Deutsche Welle berichtete, sie sei nach Vorlage der Ergebnisse vom 27. Oktober zurückgetreten.
Serghei Diaconu warnte, Betrüger, die sich als Bank- oder Zollmitarbeitende ausgeben, könnten die gestohlenen echten Namen und Angaben nutzen, um weitere persönliche Daten zu erfragen.
- 25.10.Ein neuer Versuch eines erzwungenen Zugriffs auf staatliche Dienste wird erkannt und blockiert
- 27.10.Die Agentur legt vorläufige Ergebnisse vor, die Dienste werden am selben Morgen vollständig wiederhergestellt
- 28.10.Die AGE meldet rund 750.000 abgezogene IDNP, die Präsidentschaft beruft den Nationalen Sicherheitsrat ein
Was abgezogen wurde
Die Agentur für elektronische Verwaltung (AGE) teilte am Mittwoch, dem 28. Oktober 2026, mit, dass Daten zu rund 750.000 Personenkennnummern (IDNP) ohne Genehmigung aus staatlichen Informationssystemen abgezogen worden seien. Nach Angaben der Agentur hatten die Angreifer zwischen dem 19. und 23. Oktober auf etwa eine Million IDNP zugegriffen. Das erbeutete Material umfasse nach bisherigen Erkenntnissen Namen, Geburtsdaten und Geburtsorte, Angaben zu Verwandten ersten Grades, Versicherungsstatus, Hausarzt, Sozialleistungen, Renten, Schwerbehindertenstatus, Führerscheine, Fotografien, Fahrzeuge sowie Unternehmen, die die betroffene Person besitzt oder leitet. Auch Finanzdaten seien erreichbar gewesen, darunter IBAN-Codes, Steuerschulden und die Zahlungshistorie im System MPay. Bankkartendaten seien nicht betroffen, erklärte die AGE. Das Land hat etwa 2,4 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner.
- Anvisiert (etwa)
- 1000000 IDNP
- Abgezogen (etwa)
- 750000 IDNP
Daten aus dem Artikeltext
Wie der Angriff ablief
Die Behörden benennen die Nacht des 22. Oktober als Beginn des Angriffs, während das Zeitfenster für den Datenabzug vom 19. bis 23. Oktober reichte. Am 23. Oktober trennten die Behörden 82 öffentliche digitale Dienste und mehr als 30 Informationssysteme vom Netz, der Datenabzug endete an diesem Tag um 11:30 Uhr. Eine vorläufige Untersuchung ergab, dass die Angreifer Schwachstellen in Diensten ausgenutzt hatten, die ohne Authentifizierung erreichbar waren, und mit den so erlangten Daten weitere Zugriffe starteten. Spätere Versuche eines erzwungenen Zugriffs gegen 02:00 Uhr am 25. Oktober und gegen 07:00 Uhr am 27. Oktober wurden blockiert. Der Cybersicherheitsdienst STICS verzeichnete rund 11 Millionen unautorisierte Zugriffsanfragen. Mehrere Nutzerinnen und Nutzer meldeten Kontoaktivitäten, die sie nicht erkannten, in der App EVO; eine Person nannte einen Zugriff, der um 23:04 Uhr am 21. Oktober protokolliert wurde. Die vollständige Wiederherstellung der Dienste war am Morgen des 27. Oktober abgeschlossen.
Reaktion der Regierung
Präsidentin Maia Sandu berief den Nationalen Sicherheitsrat ein, um den Angriff zu bewerten und Gegenmaßnahmen festzulegen; die Sitzung soll in den Tagen nach dem 28. Oktober stattfinden, wie die Präsidentschaft am Abend des 28. Oktober mitteilte. Premierminister Vasile Tofan gab bekannt, dass die Leiterin der AGE, Nicoleta Colomeeț, entlassen worden sei, und forderte die Agentur auf, der Sicherheit der digitalen Dienste größere Aufmerksamkeit zu widmen. Die Deutsche Welle berichtete, sie sei zurückgetreten, nachdem die Agentur am 27. Oktober ihre Ergebnisse vorgelegt habe; der Schritt sei mit dem Premierminister abgestimmt gewesen. Tofan sagte, die Behörden hätten Hinweise auf eine breitere Kampagne unter Beteiligung ausländischer staatlicher Akteure, und die Ermittler prüften deren Rolle, ohne ein Land zu nennen. Er sagte zudem, Dänemark, Frankreich und Südkorea seien im Oktober Ziel von Angriffen gewesen. Ein von HotNews zitierter Sicherheitsexperte sagte, die Arbeitshypothese sei die Russische Föderation.
Risiken für die Bürgerinnen und Bürger
Serghei Diaconu, Direktor des Nationalen Krisenmanagementzentrums, sagte, die abgezogenen Daten ließen sich nicht unmittelbar für Straftaten nutzen, könnten aber Betrügern helfen, die sich als Mitarbeitende von Banken, Zoll oder anderen Stellen ausgeben. Mit echten Namen und persönlichen Angaben wirkten Anrufe und Nachrichten glaubwürdig, und Betrüger könnten dann weitere Daten erfragen, was nach Diaconus Warnung für die Betroffenen ernste Risiken schaffen könne. Der Analyst Ion Tăbârță sagte, der Angriff habe Schwächen in der digitalen Sicherheit des Staates offengelegt, und warnte vor Phishing per Telefon, SMS und in sozialen Netzwerken. Er betonte, ein Datendiebstahl bedeute nicht automatisch Zugriff auf Bankkonten.
„Unser System der digitalen Sicherheit ist nicht so gut entwickelt, wie man glaubte oder wie der Eindruck vermittelt wurde.“
Die Cybersicherheitsexpertin Natalia Spînu sagte, der Angriff schwäche auch das Vertrauen der Öffentlichkeit in die staatlichen Institutionen. Sie forderte Investitionen in Fachkräfte, klare Verfahren und die individuelle Benachrichtigung der Betroffenen. Unter Berufung auf öffentliche Informationen sagte sie, während des Vorfalls hätten rund 15 Fachleute die Systeme verteidigt, eine Zahl, die sie für zu gering hält, als dass das Land sich darauf verlassen könne.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- G4Media.roEin massiver Cyberangriff auf Regierungssysteme in der Republik Moldau führte zum Diebstahl persönlicher Daten von Hunderttausenden Bürgern. Experte: Unser digitales Sicherheitssystem ist nicht so gut entwickelt wie angenommenUn atac cibernetic masiv asupra sistemelor guvernamentale din Republica Moldova s-a soldat cu furtul datelor personale a sute de mii de cetățeni. Expert: Sistemul nostru de securitate digitală nu este atât de bine dezvoltat pe cât s-a crezut · Original auf Rumänisch
- ČT24 - Nejdůvěryhodnější zpravodajský web v ČR - Česká televizeNationaler Sicherheitsrat tritt nach massivem Cyberangriff in Moldau zusammenV Moldavsku se po rozsáhlém kyberútoku sejde Národní bezpečnostní rada · Original auf Tschechisch
- adevarul.roCyberangriff in der Republik Moldau: Daten von 750.000 Personen betroffen. Maia Sandu beruft den Sicherheitsrat einAtac cibernetic în Republica Moldova: datele a 750.000 de persoane, vizate. Maia Sandu convoacă Consiliul de Securitate · Original auf Rumänisch
- Ziare.comMaia Sandu berief den Nationalen Sicherheitsrat nach einem umfassenden Cyberangriff in der Republik Moldau ein. Der Vorfall ereignete sich Berichten zufolge „unter Beteiligung ausländischer staatlicher Akteure“Maia Sandu a convocat Consiliul Național de Securitate după un amplu atac cibernetic în Republica Moldova. Incidentul s-ar fi produs "cu implicarea unor actori statali străini" · Original auf Rumänisch
- Maia Sandu
- Präsidentin Moldaus, die nach dem Angriff den Nationalen Sicherheitsrat einberief
- Vasile Tofan
- Premierminister Moldaus, der die Entlassung der AGE-Direktorin bekannt gab und von einer breiteren Kampagne mit ausländischen staatlichen Akteuren sprach
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen