Regierung · Rom

Hacker greifen E-Mail-System des italienischen Parlaments an – auch Melonis Postfach betroffen

Hacker haben das E-Mail-System der italienischen Abgeordnetenkammer angegriffen, darunter das parlamentarische Postfach von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. Beamte erklärten, der für die Regierungskommunikation genutzte Kanal sei nicht betroffen; die Staatsanwaltschaft in Rom will ein Ermittlungsverfahren einleiten.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von G4Media.ro, lastampa.it, ΣΚΑΪ und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Rom · Italien

Was angegriffen wurde

Hacker haben in den Tagen vor dem 27. Oktober 2026 das elektronische Kommunikationssystem der Abgeordnetenkammer, der zweiten Kammer des italienischen Parlaments, angegriffen. Der Angriff erreichte die Postfächer mehrerer Abgeordneter, darunter Ministerpräsidentin Giorgia Meloni in ihrer Funktion als Abgeordnete. Der „Corriere della Sera“ berichtete, insgesamt seien drei Konten kompromittiert worden: das von Meloni, das von Andrea Delmastro, ehemaliger Staatssekretär im Justizministerium und führende Figur der Fratelli d'Italia, sowie das von Paolo Formentini, einem Abgeordneten der Lega. Europa Press berichtete unter Berufung auf die Agentur Adnkronos, der offizielle Nachrichtenkanal sei unversehrt geblieben.

Widersprüchliche Angaben zum Zugriff

Die Berichte gehen auseinander, ob die Eindringlinge tatsächlich in die Systeme gelangt sind. Europa Press schreibt, es sei den Hackern gelungen, auf die Postfächer mehrerer Abgeordneter zuzugreifen. Eine Quelle innerhalb der Kammer, zitiert von Reuters, erklärte, Melonis Konto sei unter den angegriffenen gewesen, machte aber keine Angaben darüber, ob ein Zugriff gelang; das griechische Portal Naftemporiki gab dieselbe Darstellung dieser Quelle wieder. Melonis Büro bestätigte den Angriff gegenüber „Repubblica“, betonte jedoch, die betroffene Adresse werde nicht für Regierungsgeschäfte genutzt.

Offizielle Reaktion

Die Pressestelle der Kammer spielte den Vorfall herunter: Er stelle keinen Notfall dar, und vergleichbare Angriffe ereigneten sich täglich. Die Kammer erklärte, sie habe in Zusammenarbeit mit der Nationalen Cybersicherheitsagentur (ACN), mit der ein eigener Protokollvereinbarung bestehe, alle verfügbaren Schutzmaßnahmen aktiviert. Zu diesen Maßnahmen könne es gehören, einzelne Funktionen der Systeme vorübergehend abzuschalten, falls dies zum Schutz für nötig erachtet werde. Melonis Büro erklärte, die parlamentarische Adresse sei nicht die für die Regierungskommunikation genutzte; diese laufe über ein separates Konto, das durch die Sicherheitssysteme des Palazzo Chigi geschützt sei.

Ermittlungen und offene Fragen

Die Staatsanwaltschaft in Rom wartet nach Angaben von ANSA auf einen ersten Bericht der Polizia Postale, der Postpolizei. Sie will ein Ermittlungsverfahren wegen unbefugten Zugriffs auf ein Computersystem eröffnen. Die Behörden haben bislang nicht mitgeteilt, wie die Intrusion erfolgte, welche Informationen möglicherweise preisgegeben wurden oder ob sie andere Systeme oder Nutzer erreichte. In den Berichten zitierte Quellen erklärten, es gebe noch nicht genügend Beweise, um den Vorfall einem ausländischen Staat zuzuordnen. Ein institutionelles Postfach, das nicht täglich genutzt wird, kann dennoch Korrespondenz, Anhänge und Kontakte enthalten und als Ausgangspunkt für Angriffe auf andere Konten dienen.

Ein breiteres Muster von Angriffen

Quellen in der Kammer erklärten, ähnliche Versuche hätten sich in den Tagen vor dem 27. Oktober gegen andere nationale, europäische und internationale Institutionen verstärkt. Im September 2026 erlitt die deutsche Partei AfD ein Leck von fast 500.000 E-Mails aus ihren Konten. Im Oktober legte ein Cyberangriff die Kühlsysteme zahlreicher französischer Supermärkte lahm und zwang die Geschäfte, große Mengen an Lebensmitteln zu entsorgen. Berichte weisen darauf hin, dass Cyberangriffe in Italien und Europa in den vergangenen Jahren stark zugenommen haben; sie richten sich gegen Regierungen, Infrastruktur und Unternehmen, stören Dienste und schüren die Sorge vor kompromittierten Daten.

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