Digital · Warschau

Polnische Polizei bestätigt mehrere Cyberangriffe auf Kühlgeräte in Geschäften und Kühlhäuser

Das polnische Büro zur Bekämpfung der Cyberkriminalität hat mehrere Angriffe auf Kühlsysteme bei Unternehmen in Polen bestätigt, während RMF FM über mindestens 10 registrierte Fälle berichtete. Die Fälle folgen ähnlichen Hacks auf Supermarkt-Kühlgeräte in Frankreich und mehreren anderen europäischen Ländern seit Oktober.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von TVP Info, Nasz Dziennik, pb.pl und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Warschau · Polen
Wie es dazu kam
  1. Oktober 2026Hacker übernehmen die Kontrolle über Kühlschränke und Gefriertruhen in etwa 700 Supermärkten in Frankreich und ändern die Temperatureinstellungen
  2. Anfang November 2026Irland, Schweden, Belgien, Portugal und Luxemburg gehören zu den Ländern, die Cyberangriffe auf Kühlsysteme bestätigen
  3. 6.11.Die polnische Polizei bestätigt mehrere Angriffe, und RMF FM berichtet über mindestens 10 registrierte Fälle

Polizei bestätigt mehrere Angriffe

Das Zentrale Büro zur Bekämpfung der Cyberkriminalität (CBZC) in Polen hat bestätigt, dass es Informationen über mehrere Cyberangriffe auf Kühlsysteme bei Unternehmen mit Sitz in Polen hat. Ihre Sprecherin Monika Przestrzelska sagte gegenüber TVP Info, das Büro prüfe die Fälle, da nicht jedes betroffene Unternehmen den Angriff gemeldet habe. Der Radiosender RMF FM berichtete auf Grundlage eigener Recherchen, die Polizei habe mindestens 10 Angriffe auf Kühlgeräte in Geschäften und Kühlhäuser in Polen registriert. Die Polizei machte keine Angaben dazu, welche Einrichtungen betroffen waren oder ob durch die Angriffe Schäden entstanden sind. Das Büro erklärte am 6. November, die Zahl der Meldungen sei in den Tagen zuvor gestiegen.

Was die Ermittler tun

Das CBZC hat ein eigenes Team eingerichtet, um Hinweise und Beweise aus allen örtlichen Polizeidienststellen zu sammeln, die Informationen über Vorfälle mit Kühlgeräten haben. Anzeigen können bei jeder Polizeidienststelle erstattet werden, nicht nur beim CBZC, und laut dem Büro verfügt jede Dienststelle über eigene Fachleute auf diesem Gebiet. Das Büro unterstützt örtliche Beamte, denen Spezialausrüstung fehlt oder die Hilfe bei ihren Ermittlungen benötigen. Die Sprecherin beschrieb den Stand der Arbeit wie folgt:

„Wir befinden uns in der Phase der Informationssammlung, der Annahme von Strafanzeigen und der Analyse der Sicherheit der IT-Infrastruktur.“

Monika Przestrzelska

Das Büro erklärt, die polnischen Fälle könnten mit ähnlichen Vorfällen in anderen europäischen Ländern zusammenhängen, und es stehe weiterhin in Kontakt mit den Behörden dieser Länder.

Angriffswelle in ganz Europa

Die polnischen Vorfälle folgen einem Muster, das seit Oktober auch anderswo in Europa zu beobachten ist. In Frankreich übernahmen Hacker die Kontrolle über Kühlschränke und Gefriertruhen in etwa 700 Supermärkten und änderten die Temperatureinstellungen, wodurch Lebensmittel verdarben und ein Gesamtschaden in Millionenhöhe entstand.

Irland, Schweden, Belgien, Portugal und Luxemburg gehörten zu den Ländern, die Anfang November Cyberangriffe auf Kühlsysteme bestätigten. Eine dänische Behörde erklärte, zwei pro-russische Hackergruppen hätten die Verantwortung für mindestens einen Teil der Angriffe übernommen.

Blutkonserven in Gefahr

In Frankreich richteten sich die Angriffe auch gegen Kühlgeräte der französischen Blutspendeeinrichtung, in denen Blut gelagert wird, und die Angreifer versuchten, deren Temperatur zu erhöhen. Das CSIRT am Zentrum für E-Health (CSIRT Centrum e-Zdrowia) veröffentlichte Empfehlungen für den Gesundheitssektor und warnte in einer Erklärung:

„Angriffe auf Systeme, die für die Lagerung von Blut, Plasma, Arzneimitteln und anderen biologischen Materialien verantwortlich sind, können zu Betriebsstörungen, materiellen Verlusten und einer Gefährdung der Kontinuität medizinischer Leistungen führen.“

CSIRT Centrum e-Zdrowia

Die Leitlinie für den Gesundheitssektor empfiehlt zudem eine engmaschigere Überwachung von Konfigurationsänderungen an kritischen Geräten, die Erprobung von Plänen für den Umgang mit Vorfällen und für die Aufrechterhaltung des Betriebs sowie die Abschaffung von Standardzugängen zugunsten neuer Zugangsdaten nach einer Richtlinie für starke Passwörter.

Empfohlene Schutzmaßnahmen

Die Polizei rät Unternehmen, die Kühlsysteme nutzen, ihre Netzwerke, Steuerungen und Bedienpanels zu überprüfen und zu kontrollieren, ob diese direkt über eine öffentliche IP-Adresse erreichbar sind. Zudem empfiehlt sie, die Passwörter der Infrastruktur zu ändern, Software zu aktualisieren und Sicherheitspatches sowie die neueste von den Geräteherstellern veröffentlichte Firmware zu installieren. Dieselben Hinweise gelten laut dem RMF-FM-Bericht über die Polizeiempfehlungen auch für Ladenbesitzer und Lebensmittelgroßhändler. Das CBZC ergänzt, ein sorgfältiger Umgang mit der IT-Infrastruktur und die Beachtung der Herstelleranweisungen könnten dazu beitragen, einen Angriff zu verhindern.

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