Wirtschaft · New York

CVS Health spaltet seine Apotheken bis 2028 vom Versicherer Aetna ab

CVS Health will seine rund 9.000 Apotheken in ein eigenständiges börsennotiertes Unternehmen namens CVS Pharmacy ausgliedern; die Abspaltung wird für die erste Jahreshälfte 2028 erwartet. Die Aktie des Konzerns fiel nach der Ankündigung am Mittwoch um mehr als 11 %.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Il Sole 24 ORE, The Guardian, Axios und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

New York · Vereinigte Staaten
Wie es dazu kam
  1. 4.11.CVS Health kündigt den Plan an, sich in zwei börsennotierte Unternehmen aufzuteilen
  2. Erste Jahreshälfte 2028Erwarteter Abschluss der Trennung in CVS Health und CVS Pharmacy

Die Aufteilung

CVS Health kündigte am Mittwoch, 4. November 2026, an, sich in zwei unabhängige, jeweils börsennotierte Unternehmen aufzuteilen. Die Abspaltung des Einzelhandelsgeschäfts, vorläufig CVS Pharmacy genannt, würde rund 9.000 CVS-Apotheken, den Versandapotheken-Service, MinuteClinic und das Technologiegeschäft Health100 umfassen. Das Unternehmen, das den Namen CVS Health behält, würde Aetna, CVS Caremark, CVS Specialty, Oak Street Health und Signify Health halten und Gesundheitslösungen anbieten. Die Trennung wird für die erste Jahreshälfte 2028 erwartet; bis dahin will CVS Health den Betrieb und die Kundenbetreuung wie bisher fortführen.

Struktur und Führung

Die Aufteilung ist so gestaltet, dass für CVS Health und seine Aktionäre keine Steuerlast entsteht; die Anteilseigner werden anschließend Aktien beider Unternehmen halten. Beiden Geschäftsbereichen wird zum Zeitpunkt der Trennung ein solides Investment-Grade-Rating zugetraut, verbunden mit der finanziellen Kraft und dem freien Cashflow, um eigene strategische Prioritäten zu finanzieren und eine attraktive Dividende zu zahlen. David Joyner, derzeit Präsident und Vorstandsvorsitzender von CVS Health, wird das Unternehmen für Gesundheitslösungen führen, während Prem Shah, derzeit Präsident der CVS-Health-Gruppe, Vorstandsvorsitzender von CVS Pharmacy wird. In einer Erklärung begründete Joyner die Entscheidung mit einem Verständnis von Gesundheitsversorgung, das auf Bezahlbarkeit, Zugang und Einfachheit beruht.

„Unsere Geschichte ist dadurch geprägt, dass wir uns proaktiv weiterentwickelt haben, um dem nächsten Schritt im Gesundheitswesen voraus zu sein – und in der heutigen Lage bedeutet das mehr Bezahlbarkeit, einen besseren Zugang und eine einfachere Erfahrung.“

David Joyner, Präsident und Vorstandsvorsitzender von CVS Health

Marktreaktion und die Strategie dahinter

Die Aktie von CVS Health fiel nach der Ankündigung um mehr als 11 %; der Konzern kommt auf einen Börsenwert von rund 117 Mrd. US-Dollar. CVS Health erzielte 2025 nach den in der Berichterstattung genannten Zahlen einen Umsatz von mehr als 400 Mrd. US-Dollar. In der Pressemitteilung des Unternehmens heißt es, die Entscheidung folge einer umfassenden strategischen Prüfung durch den Verwaltungsrat; der Plan mache die 78 Mrd. US-Dollar teure Übernahme von Aetna rückgängig und löse den 2018 geschaffenen vertikal integrierten Konzern auf. Dieser Schritt erfolgt, während das von Joyner geführte Sanierungsprogramm nach Darstellung der Quellen erhebliche Fortschritte zeigt, darunter Einsparungen von 2 Mrd. US-Dollar, Filialschließungen, Neuordnungen der Führungsebene und Bemühungen, die Kosten in Medicare Advantage zu begrenzen. Axios verweist auf den Wettbewerber Walgreens, den sein neuer Eigentümer Sycamore Partners vor dem Verkauf der Apothekenkette Boots in fünf Geschäftsbereiche aufteilte.

Politischer Druck auf die Branche

Gesetzgeber und Aufsichtsbehörden haben die größten Gesundheitskonzerne wegen der Sorge unter Druck gesetzt, ihre Marktdominanz habe die Gesundheitskosten in die Höhe getrieben. CVS Health, UnitedHealth Group und Cigna kontrollieren zusammen rund 80 % des Marktes. Arkansas und Tennessee haben Maßnahmen verabschiedet, die diese Konzerne daran hindern würden, Arzneimittel-Leistungen abzuwickeln und Einzelhandels- sowie Versandapotheken zu betreiben. Der Gesetzentwurf in Arkansas wurde vom republikanischen Abgeordneten Jeremiah Moore eingebracht, der gegenüber Politico sagte, die Amerikaner hätten es satt, von der Regierung oder von Monopolunternehmen herumgeschubst zu werden. Andere Bundesstaaten haben ähnliche Beschränkungen vorgeschlagen. Auf Bundesebene haben der republikanische Senator aus Missouri, Josh Hawley, und die Senatorin aus Massachusetts, Elizabeth Warren, einen Gesetzentwurf eingebracht, der die Kartellrechtsdurchsetzung verschärfen würde; Hawley zufolge würde er Transparenz schaffen und die Gesundheitsversorgung für normale Amerikaner billiger machen.

Wie es weitergeht

CVS Health bleibt bis zum Abschluss der Trennung ein einziges operatives Unternehmen, was der Konzern für die erste Jahreshälfte 2028 erwartet. Nach vollzogener Aufteilung werden die Aktionäre Aktien sowohl von CVS Health als auch von CVS Pharmacy halten, und beide sollen ein Investment-Grade-Rating tragen. Bis dahin will das Unternehmen nach eigenen Angaben weiter konkurrieren, Kunden bedienen und seine Finanzziele wie heute erreichen.

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