Wirtschaft · Leverkusen
Bayer hebt Gewinnprognose für 2026 an – Pharmageschäft gleicht Schwäche im Agrarsektor aus
Das bereinigte EBITDA von Bayer stieg im dritten Quartal um 6,9 % auf 1,615 Milliarden Euro und lag damit über den Analystenschätzungen; der Konzern hob seine Prognose für 2026 an. Vorstandschef Bill Anderson sagte, eine schnelle Aufspaltung des Unternehmens stehe nicht auf der Tagesordnung.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Süddeutsche Zeitung, Handelsblatt, Notícias ao Minuto und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Das bereinigte EBITDA stieg von Juli bis September um 6,9 % auf 1,615 Milliarden Euro, bei einer durchschnittlichen Analystenerwartung eines Rückgangs auf 1,425 Milliarden Euro.
Für 2026 wird nun ein bereinigtes EBITDA von 9,8 bis 10,3 Milliarden Euro erwartet, nach zuvor 9,6 bis 10,1 Milliarden Euro, wie am Dienstag, 3. November, mitgeteilt wurde.
Neue Medikamente glichen die Schwäche von Crop Science mehr als aus, dennoch schloss das Quartal mit einem Nettoverlust von 672 Millionen Euro.
Vorstandschef Bill Anderson sagte, Bayer werde seine Fortschritte nicht zwei bis drei Jahre lang für eine Aufspaltung anhalten; die Option bleibe in Prüfung.
Ergebnisse des dritten Quartals übertreffen die Erwartungen
Bayer legte am Dienstag, 3. November 2026, die Zahlen für das dritte Quartal vor, und sie lagen über den Erwartungen. Das bereinigte EBITDA stieg von Juli bis September um 6,9 % auf 1,615 Milliarden Euro, während Analysten im Schnitt einen Rückgang auf 1,425 Milliarden Euro erwartet hatten. Der Konzernumsatz wuchs im Jahresvergleich um gut vier Prozent auf mehr als 10 Milliarden Euro. Das Quartal endete dennoch mit einem Nettoverlust von 672 Millionen Euro, 30 % weniger als die 963 Millionen Euro ein Jahr zuvor, wobei Abschreibungen das Ergebnis belasteten. Das starke Pharmageschäft, getragen von neuen Medikamenten, glich die Schwäche der Agrartochter Crop Science mehr als aus.
- Durchschnittliche Analystenerwartung
- 1425 Mio. Euro
- Tatsächlich, Juli bis September 2026
- 1615 Mio. Euro
Daten aus dem Artikeltext
Gewinn und Umsatz in den ersten neun Monaten
In den ersten neun Monaten des Jahres wies Bayer einen Gewinn von 2.310 Millionen Euro aus, fast das 17-Fache der 137 Millionen Euro des Vorjahreszeitraums 2025. Der Umsatz erreichte in diesem Zeitraum 34.330 Millionen Euro, 0,6 % mehr als ein Jahr zuvor. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg im selben Zeitraum um 136,6 % auf 4.245 Millionen Euro. Das Unternehmen erklärte, die Zahlen spiegelten den Beitrag seiner neuen Medikamente wider. Die Zuwächse gelangen trotz des Drucks aus dem schwächeren Agrargeschäft.
- Januar bis September 2025
- 137 Mio. Euro
- Januar bis September 2026
- 2310 Mio. Euro
Daten aus dem Artikeltext
Prognose erneut angehoben
Bayer hob die Prognose für 2026 erneut an und erwartet nun ein bereinigtes EBITDA von 9,8 bis 10,3 Milliarden Euro, nach zuvor 9,6 bis 10,1 Milliarden Euro. Die Prognose bezieht sich auf das bereinigte EBITDA vor Sondereinflüssen. Das Unternehmen erklärte, es sei auf Kurs zu seinen Jahreszielen und erwarte dank neuer Medikamente eine günstigere Entwicklung zum Jahresende. Die Aktie sprang zum Handelsstart am Dienstag um mehr als sechs Prozent auf 53 Euro. Anderson bezeichnete das Pharma-Wachstum als Wendepunkt, das Geschäft bewege sich aufwärts.
Keine schnelle Aufspaltung
Anderson schloss eine schnelle Aufspaltung des Konzerns aus, der Pharmazie und Agrochemie vereint. Bayer werde seine Fortschritte nicht zwei bis drei Jahre lang anhalten, um irgendeine Form der Abspaltung durchzuziehen, sagte er. Eine mögliche Aufspaltung werde weiter beobachtet, stehe aber nicht auf der Tagesordnung. Anleger, die auf eine rasche Trennung der Geschäfte oder einen Verkauf der Sparte mit rezeptfreien Arzneimitteln gehofft hatten, dürften enttäuscht werden. Anderson sagte, er betrachte seine interne Umstrukturierung noch nicht als abgeschlossen.
Schlankere Führung und Rechtskosten
Seit 2023 hat Bayer zahlreiche Führungsebenen abgeschafft und die Zahl der Führungspositionen von 16.000 auf 4.500 verringert. Entscheidungen sollen zunehmend von Teams getroffen werden, die für ihre eigene Arbeit verantwortlich sind. Anderson will Bayer zum schnellsten und schlanksten Life-Science-Unternehmen der Welt machen. Vor drei Jahren, sagte er, hätte er das nicht behauptet, weil die Leute gelacht hätten. Auch ein Rechtsstreit über das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat in den Vereinigten Staaten kommt das Unternehmen teuer zu stehen und erhöht den Druck auf die Agrartochter.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Süddeutsche ZeitungBayer 2026: Pharmageschäft boomt - doch eine Sparte schwächelt
- HandelsblattPharma: Bayer erteilt Aufspaltung vorerst eine Absage und hebt Prognose an
- Notícias ao MinutoBayer-Gewinn steigt bis September auf 2,31 Milliarden EuroLucro da Bayer dispara para 2,31 mil milhões de euros até setembro · Original auf Portugiesisch
- RP OnlineAktie des Pharmakonzern steigt: Bayer-Chef: "Wir haben einen Wendepunkt erreicht
- Bill Anderson
- Vorstandschef von Bayer, der die Zahlen des dritten Quartals vorlegte und eine schnelle Aufspaltung ausschloss
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