Wirtschaft · Frankfurt und Mailand
Commerzbank steigert Rendite im dritten Quartal, während UniCredit die Kontrolle übernimmt
Die Commerzbank hat im dritten Quartal eine Eigenkapitalrendite (RoTE) von 11,9 Prozent erzielt und liegt damit vor der Deutschen Bank mit 10,6 Prozent, während UniCredit auf die Kontrolle über das Frankfurter Institut zusteuert.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Handelsblatt, Bloomberg Business, N-tv und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Commerzbank meldete für das dritte Quartal eine Eigenkapitalrendite von 11,9 Prozent gegenüber 10,6 Prozent bei der Deutschen Bank; der Nettogewinn stieg um 45 Prozent und lag leicht über den Analystenschätzungen.
Die Bank hielt an ihrem Ziel von mindestens 3,4 Milliarden Euro Gewinn und rund 13,2 Milliarden Euro Erträgen fest, senkte aber die Prognose für den Zinsüberschuss von 8,6 Milliarden auf 8,5 Milliarden Euro.
UniCredit hält knapp 30 Prozent und erwartet nach Umsetzung des Übernahmeangebots aus dem Sommer 2026 knapp 50 Prozent, möglicherweise bis zum Jahresende, nachdem die Europäische Zentralbank die Übernahme im Oktober genehmigt hat.
Die Strategie von UniCredit mit dem Namen unlocked sieht Berichten zufolge den Abbau von 7.000 Vollzeitstellen in Deutschland vor; Vorstandschefin Bettina Orlopp lehnt sie als wertvernichtend ab, eine Fusion mit der HVB ist in zwei bis drei Jahren geplant.
Finanzkreisen zufolge will Andrea Orcel die Anteilseignerseite im Aufsichtsrat und danach Orlopp ersetzen; spekuliert wird über eine außerordentliche Hauptversammlung Ende Januar oder Anfang Februar 2027.
Quartalszahlen vor der Übernahme
Die Commerzbank hat am Donnerstag, 5. November 2026, ihre Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt – in einem ihrer letzten Quartalsberichte als eigenständiges Institut. Die Frankfurter Bank erreichte in dem Quartal eine Rendite auf das materielle Eigenkapital (RoTE) von 11,9 Prozent, eine Kennzahl, die als zentrale Messgröße für die Profitabilität einer Bank gilt, und lag damit vor der Deutschen Bank, die im gleichen Zeitraum 10,6 Prozent auswies. Der Nettogewinn stieg um 45 Prozent und lag leicht über den Schätzungen der Analysten. Die Erträge kletterten um 8,9 Prozent, der Zinsüberschuss um 3,5 Prozent. Ein Jahr zuvor war der Überschuss im dritten Quartal wegen einer höheren Steuerlast auf 591 Millionen Euro gefallen, während Analysten diesmal im Schnitt 864 Millionen Euro erwartet hatten.
- Commerzbank
- 11.9 %
- Deutsche Bank
- 10.6 %
Daten aus dem Artikeltext
Prognose und Druck auf die Einlagen
Für das Gesamtjahr bestätigte die Bank ihr Gewinnziel von mindestens 3,4 Milliarden Euro und Erträge von rund 13,2 Milliarden Euro. Allerdings senkte sie ihre Prognose für den Zinsüberschuss von 8,6 Milliarden auf 8,5 Milliarden Euro und verwies auf den härteren Wettbewerb um Einlagen. Banken in Deutschland werben seit Beginn des Jahres 2026 mit einer selten erlebten Intensität um Kundeneinlagen. Die Kunden profitieren, weil sie höhere Zinsen erhalten, während die Banken steigende Zinsaufwendungen tragen oder erleben, dass Kunden ihr Geld zur Konkurrenz verschieben. Im ersten Halbjahr 2026 verbuchte die Bank einen Rekordwert von 1,8 Milliarden Euro.
- Q3 2025 (berichtet)
- 591 Mio. Euro
- Q3 2026 (Durchschnitt der Analystenschätzungen)
- 864 Mio. Euro
Daten aus dem Artikeltext
Vorstandschefin Bettina Orlopp zeigte sich mit dem Quartal weitgehend zufrieden. Sie sagte:
„Die starke Geschäftsentwicklung zeigt, welches Potenzial in der Commerzbank steckt.“
UniCredits Weg zur Kontrolle
UniCredit ist 2024 bei der Commerzbank eingestiegen und hält derzeit knapp 30 Prozent. Sobald das im Sommer 2026 abgeschlossene Übernahmeangebot umgesetzt ist, soll der Anteil auf knapp 50 Prozent steigen, was bis zum Jahresende geschehen könnte. Die Europäische Zentralbank hat die Übernahme im Oktober genehmigt, die übrigen behördlichen Genehmigungen werden in den kommenden Wochen erwartet. Orlopp hat sich fast zwei Jahre lang gegen eine Übernahme gewehrt und Mitte Oktober in einem Podcast gesagt, die beiden Banken sollten gemeinsam überlegen, wie der richtige Weg nach vorn aussehe. Sie ergänzte:
„Wir sind überzeugt, dass wir gemeinsam mit UniCredit Wert schaffen können, indem wir die Stärken beider Banken konsequent nutzen.“
Was UniCredit als Nächstes plant
Finanzkreisen zufolge will UniCredit-Chef Andrea Orcel die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat der Commerzbank ersetzen und danach Orlopp selbst. Seine Strategie mit dem Namen „unlocked“ sieht vor, 7.000 Vollzeitstellen in Deutschland zu streichen und das Auslandsnetz der Bank deutlich auszudünnen. Orlopp lehnt diese Pläne ab, weil sie davon überzeugt ist, dass sie Wert vernichten würden, und Orcel zeigt keine Anzeichen eines Rückzugs. Nach einer grundlegenden Restrukturierung will Orcel die Commerzbank in zwei bis drei Jahren mit der UniCredit-Tochter HVB fusionieren. Spekuliert wird über eine außerordentliche Hauptversammlung Ende Januar oder Anfang Februar 2027. Viele Investoren haben sich bereits abgewandt, weil sie glauben, dass sich die Perspektive für die verbleibenden Minderheitsaktionäre verdüstert hat.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- HandelsblattCommerzbank: Institut baut Gewinn vor Übernahme durch Unicredit aus
- Bloomberg BusinessQuartalsgewinn der Commerzbank steigt vor UniCredit-Übernahme um 45%Commerzbank Quarterly Net Rises 45% Ahead of UniCredit Takeover · Original auf Englisch
- N-tvDer Börsen-Tag: Ein letztes Ausrufezeichen der Commerzbank
- stern.deSteigende Gewinne - aber wohin steuert die Commerzbank?
- Andrea Orcel
- Vorstandschef von UniCredit, der die Kontrolle über die Commerzbank anstrebt
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