Film & Medien

Channel 4 setzt „Married at First Sight UK“ nach Vergewaltigungsvorwürfen aus den Dreharbeiten ab

Channel 4 wird die sechste Staffel, die in diesem Jahr gedreht wurde, nicht ausstrahlen und hat auch das geplante Spin-off „Second Married at First Sight“ abgesagt. Der Entscheidung vorausgegangen waren Vorwürfe, wonach zwei Frauen während der Dreharbeiten vergewaltigt worden seien.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von The Telegraph, The Guardian, The Independent und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Wie es dazu kam
  1. 2015„Married at First Sight UK“ wird erstmals ausgestrahlt
  2. April 2026Channel 4 beauftragt die Fürsorgeprüfung
  3. Mai 2026„Panorama“ strahlt Vergewaltigungsvorwürfe zweier Frauen aus
  4. 5.11.Channel 4 kündigt an, dass „Married at First Sight UK“ nicht zurückkehrt

Wie Channel 4 zu der Entscheidung kam

Channel 4 hat „Married at First Sight UK“ abgesetzt, das Reality-Format, das erstmals 2015 ausgestrahlt wurde. Der Sender verkündete die Entscheidung am Donnerstag, 5. November 2026, nachdem im Mai in einer Ausgabe der BBC-Sendung „Panorama“ Vorwürfe erhoben worden waren. Zwei Frauen gaben an, während der Dreharbeiten vergewaltigt worden zu sein, eine dritte erklärte, sie sei Opfer einer nicht einvernehmlichen sexuellen Handlung geworden. Die beteiligten Männer bestreiten alle gegen sie erhobenen Vorwürfe. Channel 4 hat sämtliche Folgen aus seinen Streaming- und linearen Angeboten entfernt, auch die Social-Media-Kanäle der Sendung wurden abgeschaltet.

Zwei Prüfungen, zwei unterschiedliche Schlussfolgerungen

Channel 4 hatte die Prüfung im April in Auftrag gegeben; sie bestand aus zwei Teilen. Die Anwaltskanzlei Clyde & Co untersuchte, ob Channel 4 und die Produktionsfirma CPL ihrer Sorgfaltspflicht nach dem Ofcom Broadcasting Code nachgekommen sind. Sie kam mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu dem Ergebnis, dass die Fürsorgeprotokolle dem Regelwerk entsprachen, und stellte keinen Verstoß fest, wenngleich einzelne Vorfälle zeigten, dass das Regelwerk nicht vollständig umgesetzt wurde. Clyde & Co erklärte zudem, Channel 4 und CPL hätten über mehrere Staffeln hinweg eine strukturiertere Überprüfung vornehmen können. Der zweite Teil unter Leitung der früheren BBC-One-Controllerin Lorraine Heggessey kam zu dem Schluss, es sei vertretbar, die Sendung mit erweiterten Fürsorgemaßnahmen und Änderungen am Format fortzuführen. Veröffentlicht wurde nur eine Zusammenfassung der Ergebnisse und Empfehlungen, nicht der vollständige Bericht.

Warum Priya Dogra die Sendung beendete

Priya Dogra, Vorstandsvorsitzende von Channel 4, argumentierte, die empfohlene Aufsicht, Begleitung und Intervention würden das Format selbst verändern. Sie sagte, die Sendung habe über zehn Jahre hinweg ihre Zeit gehabt, und nannte die Empfehlungen vernünftig und umsetzbar. Die Prüfung habe weder einen Verstoß von Channel 4 gegen den Ofcom-Kodex noch eine grundsätzliche Ungeeignetheit des Formats festgestellt, betonte Dogra. Die Prüfung warnte allerdings, einige Teilnehmende könnten wegen des begrenzten Kontakts zur Außenwelt „den Bezug zur Realität verlieren“. Dogra sprach auch die Grenzen der Prüfung selbst an.

„Diese Prüfung hatte nicht die Befugnis, über die sehr schwerwiegenden Vorwürfe zu entscheiden, die drei Frauen in der „Panorama“-Sendung erhoben haben.“

Priya Dogra

Entschuldigung und wie es weitergeht

Dogra wiederholte ihre Entschuldigung gegenüber den Frauen, die in der „Panorama“-Recherche zu Wort gekommen waren. Sie sagte, sie wolle erneut betonen, dass ihr die Belastung jener Frauen sehr leidtue, die diese eindeutig empfunden hätten.

„Ich möchte erneut betonen, dass mir die Belastung dieser Frauen sehr leidtut, die sie eindeutig empfunden haben.“

Priya Dogra

Channel 4 erklärte, das Budget der Sendung werde in „unverwechselbare neue Programme“ reinvestiert. Die sechste Staffel, die sich zum Zeitpunkt der Beauftragung der Prüfung in Produktion befand, werde nicht ausgestrahlt, weil sie nicht nach den empfohlenen verschärften Protokollen entstanden sei. Auch das geplante Spin-off „Second Married at First Sight“, das sich mit CPL in der Vorproduktion befunden hatte, wurde abgesagt.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen