Einzelsport · Hull und Punta Arenas

Karl Bushby erreicht nach 28 Jahren zu Fuß aus Chile Hull – rund 50.000 km zurückgelegt

Der 57-jährige ehemalige Fallschirmjäger beendete die Wanderung am Montag, 2. November. Aufgebrochen war er im November 1998 in Punta Arenas mit nur wenigen hundert Dollar in der Tasche.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von BBC, EL MUNDO, newsORF.at und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Hull, Punta Arenas · Vereinigtes Königreich, Chile
Wie es dazu kam
  1. November 1998Bricht nach dem Ende seiner Ehe in Punta Arenas, Chile, auf
  2. 5.10.Durchschwimmt den Ärmelkanal
  3. 1.11.Überquert im Nebel die Humber Bridge vor jubelnden Menschenmengen
  4. 2.11.Kommt in Hull an und beendet die Wanderung

Ankunft in Hull

Karl Bushby, ein 57-jähriger ehemaliger Fallschirmjäger, überquerte am Sonntag, 1. November, bei dichtem Nebel die Humber Bridge und schob dabei einen Metallwagen vor sich her, der sein weniges Hab und Gut trägt. Hunderte Menschen jubelten ihm auf der Brücke zu, berichtet newsORF, und er sagte BBC Radio Humberside, er sei von der Menschenmenge völlig überwältigt gewesen. Den Karren, den er 28 Jahre lang geschoben hat, nennt er La Bestia. Die Wanderung endete am Montag, 2. November in Hull, der Hafenstadt im Nordosten Englands, die er sein Kindheitszuhause nennt. Seine Mutter Angela, sein 36-jähriger Sohn Adam und eine 12-jährige Enkelin, die er noch nie getroffen hatte, warteten in ihrem Haus im Norden der Stadt auf ihn. Hulls Bürgermeisterin Maria Coward sollte ihm an diesem Tag einen offiziellen Empfang bereiten.

Warum die Wanderung 28 Jahre dauerte

Bushby brach im November 1998 auf, nachdem seine Ehe gescheitert war und seine Frau mit dem gemeinsamen Sohn nach Nordirland gezogen war. Er hatte geschätzt, die Reise würde etwa 12 Jahre dauern. Visa-Beschränkungen, die Finanzkrise von 2008, die ihn seine Sponsoren kostete, die Covid-19-Pandemie und geopolitische Probleme dehnten sie allesamt in die Länge. Die russischen Behörden verweigerten ihm lange Zeit ein Visum, nachdem er die zugefrorene Beringstraße durchquert hatte, berichtet newsORF. newsORF beziffert die Summe aus Visaproblemen, der Krise von 2008 und der Pandemie auf etwa 14 seiner 28 Jahre auf der Straße. Er hatte sich zwei Regeln gesetzt: kein Transportmittel benutzen und nicht nach Hause gehen, bevor die Wanderung abgeschlossen ist. Jedes Mal, wenn er gezwungen war zu unterbrechen, nahm er die Reise laut AGI genau an dem Punkt wieder auf, an dem er aufgehört hatte.

Die Route und die Meilensteine

Bushby wanderte durch Argentinien, Peru, Ecuador und Kolumbien, durchquerte den Darién-Gap nach Panama und kam dann durch Costa Rica, Nicaragua, Honduras, El Salvador, Guatemala und Mexiko, bevor er in die Vereinigten Staaten und nach Kanada einreiste. Er überquerte die Beringstraße, setzte seinen Weg durch Zentralasien und Europa fort und durchschwamm laut EL MUNDO das Kaspische Meer. Unterwegs begegnete er einem Eisbären, umging ein Konfliktgebiet in Kolumbien, indem er durch Gewässer mit Krokodilen schwamm, und wurde in Peru von einer Menschenmenge angegriffen. Ein Hubschrauber rettete ihn von einer Eisscholle, die von der Küste abtrieb. Anfang Oktober durchschwamm er den Ärmelkanal, den die BBC auf den 5. Oktober datiert.

Die Quellen unterscheiden sich bei der Zahl der durchquerten Länder: newsORF nennt 29, EL MUNDO 30 und The Telegraph 31. Die BBC gibt die Gesamtstrecke mit 49.890 km an, EL MUNDO mit etwa 50.000 km.

Was als Nächstes kommt

Bushby räumt ein, dass das Ende der Wanderung ebenso viel Unbehagen wie Freude mit sich bringt. Er sagte, sein Zweck und sein Grund zu leben stünden kurz vor dem Ende, und er sorge sich, sich wieder an eine Gesellschaft gewöhnen zu müssen, die er nicht mehr kenne – sogar davor, im Keller seiner Mutter leben zu müssen, so EL MUNDO. Gegenüber Rai sagte er, er werde einen Weg zurück in die Erwachsenenwelt finden müssen. Nach fast drei Jahrzehnten, in denen er ein einziges Ziel verfolgte, muss er nun lernen, anzuhalten. Der deutsche Regisseur Werner Herzog dokumentiert die Rückkehr für einen Film mit dem Titel Walk of Life, so Rai.

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