Konflikte · Uedem

Bundeswehr-Weltraumchef Michael Traut ist sicher, dass Aliens existieren – nennt aber Russland als eigentliche Bedrohung

Michael Traut, Chef des Weltraumkommandos der Bundeswehr, sagt, er sei sicher, dass anderes Leben existiert – nennt aber Russland und menschengemachten Weltraumschrott als die eigentlichen Bedrohungen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Aktuálně.cz, Deutsche Welle, Spiegel Online und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Uedem · Deutschland
Wie es dazu kam
  1. 2021Weltraumkommando der Bundeswehr in Uedem aufgestellt, Michael Traut wird erster Chef
  2. Februar 2022Russland greift zu Beginn seines groß angelegten Einmarschs in die Ukraine das Satellitenkommunikationsnetz Viasat an
  3. Mitte Oktober 2026Ein russischer Satellit kommt bis auf 200 Meter an einen Radarsatelliten heran, den möglicherweise auch die Ukraine nutzt
  4. 27.10.Trauts Interview mit dem Stern erscheint, in dem er sagt, er sei sicher, dass andere Lebensformen existieren

Eine Überzeugung über anderes Leben

Michael Traut, ein 61-jähriger Generalmajor der Luftwaffe, leitet das Weltraumkommando der Bundeswehr. In einem Interview mit dem Magazin Stern sagte er, er sei völlig überzeugt, dass es irgendwo da draußen im Weltraum andere Lebensformen gibt. Eine ähnliche Auffassung hatte er bereits in einem Interview mit dem Tagesspiegel im Juni vertreten, in dem er sagte, die Bundeswehr gehe davon aus, dass intelligentes Leben anderswo in Frieden käme. Auf die Frage nach Wissenschaftlern, die argumentieren, einige erdnahe Objekte seien außerirdische Raumschiffe, sagte er, er stimme ihnen nicht zu.

„Ich bin absolut sicher, dass es da draußen andere Lebensformen gibt.“

Michael Traut

Menschengemachte Bedrohungen zuerst

Aliens sieht Traut nicht als militärisches Thema. Die Streitkräfte müssten sich zuerst auf Bedrohungen vorbereiten, die von Menschen geschaffen würden, sagte er, und davon gebe es bereits reichlich. Angesichts der schieren Größe des Universums hält er es für unwahrscheinlich, dass die Bundeswehr jemals Kontakt zu Außerirdischen bekommen würde. Zu den von Menschen verursachten Gefahren zählt er Weltraumschrott, der funktionierende Satelliten beschädigen oder zerstören kann, sowie feindselige Aktivitäten von Staaten.

„Wir müssen uns zuerst auf menschengemachte Bedrohungen vorbereiten. Und davon gibt es bereits genug.“

Michael Traut

Russland als die konkret genannte Bedrohung

Russland ist die Gefahr, die Traut konkret benennt. Moskau sei bereits in der Lage, fremde Satelliten im Orbit zu zerstören. Laut Spiegel fügte er hinzu, seit einigen Jahren stelle sich die Frage, ob Russland an einem nuklearen Gerät arbeite, das im Orbit platziert werden solle. Als der Interviewer darauf hinwies, dass der Weltraumvertrag einen solchen Schritt verbiete, fragte Traut, wer Russland denn sanktionieren könne und ob der UN-Sicherheitsrat dazu in der Lage sei. Zudem nennt er die GPS-Störungen durch Moskau im Baltikum, die die zivile Luftfahrt und die Schifffahrt erschweren. Im Februar 2022, zu Beginn des groß angelegten Einmarschs in die Ukraine, griff Russland das Satellitenkommunikationsnetz Viasat an und störte die Verbindungen dort; Kiew setzte anschließend auf Starlink.

„Ja, aber: Wer kann Russland sanktionieren? Der UN-Sicherheitsrat?“

Michael Traut

Eine enge Annäherung im Orbit

Etwa Mitte Oktober kam ein russischer Satellit bis auf 200 Meter an einen Radarsatelliten heran, den möglicherweise auch die Ukraine nutzt. Von Spiegel zitierte Experten sehen darin einen neuen Eskalationsschritt im Orbit; unklar bleibt, ob das Manöver ein Angriff war oder nur eine Einschüchterung. In einem Interview mit dem Spiegel im April sagte Traut, der Weltraum sei nie friedlich gewesen. Er sagte außerdem, sein Kommando solle künftig in der Lage sein, eigene Angriffe im Weltraum zu planen und durchzuführen.

Das Kommando in Uedem

Das Weltraumkommando der Bundeswehr wurde 2021 in Uedem am Niederrhein in Nordrhein-Westfalen aufgestellt; Traut ist sein erster Chef. Es bündelt sämtliche Weltraumaktivitäten der Streitkräfte – von der Überwachung von Weltraumschrott und feindlichen Satelliten bis zum Schutz der eigenen Satelliten der Armee. Zu den Kernaufgaben gehört die Erstellung eines Weltraumlagebilds, also die Beobachtung dessen, was im Orbit geschieht, und die Einschätzung, ob es die deutsche Sicherheit bedroht. Die Bundeswehr will zudem eigene sichere Kommunikation, damit militärische Operationen nicht von einem einzelnen Privatunternehmen abhängen. Die folgende Grafik stellt die Geschichte des Kommandos den in der Berichterstattung beschriebenen Satellitenereignissen gegenüber.

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